Den eigenen Pool bauen

Während der Corona-Pandemie hat sich in Deutschland ein neuer Trend entwickelt: der eigene Swimmingpool. Was schon vorher ein Traum vieler Eigenheimbesitzer war, wurde in den zwei Jahren der Pandemie vielerorts umgesetzt. Die Branche verzeichnet so einen Boom, dass viele Poolbauer volle Auftragsbücher für die nächsten Jahre haben. Wer nicht warten möchte, kann sich seinen Pool auch selbst bauen.

Die Becken für den Garten sind aus unterschiedlichen Materialien erhältlich

Wer sich für den Bau eines eigenen Pools entscheidet und auf einen Poolbauer verzichtet, wird bald ein guter Kunde im Baumarkt oder in einem entsprechenden Online-Shop werden. Zuerst sollte aber herausgefunden werden, welche Art von Swimmingpool in den Garten eingebaut werden soll. Es bestehen viele verschiedene Möglichkeiten. Besonders beliebt sind folgende Pool-Modelle:

– Stahlwandbecken

– Styropor- oder Schalsteinbecken

– Polyester- oder GFK-Becken

– Edelstahlbecken

Die Installation dieser Pool-Modelle ist sehr aufwendig. Es sind viele verschiedene Arbeitsschritte nötig und es wird später auch Zubehör, wie beispielsweise eine Pool Wärmepumpe benötigt. Einfach und schnell funktioniert der Aufbau eines Quick-Up-Pools. Die Luftpolster dieser Pools bestehen in der Regel aus flexiblem PVC und die innere Lage ist aus verstärktem Polyester hergestellt. Mit einer elektrischen Pumpe sind die Luftkammern im Nu aufgeblasen. Danach wird der Pool nur noch mit Wasser gefüllt und ist einsatzbereit.

Die Arbeiten für den Pooleinbau können sehr umfangreich sein

Wer sich nicht für einen Quick-Up-Pool entscheidet, hat viele verschiedene Arbeiten vor sich. In einem ersten Schritt stehen kleinere oder größere Erd- und Baggerarbeiten an. Die Poolkonstruktion in Form eines Beckens muss dann genau eingepasst werden. Es ist auch möglich, dass für die Konstruktion verschiedene Betonarbeiten anfallen und eine Folie eingelegt werden. Im nächsten Schritt werden Wasserzuleitungen und Abflüsse verlegt, eine Heizung und eine Wasseraufbereitungsanlage installiert. Die Armaturen müssen so angebracht werden, dass sie geschützt, aber trotzdem jederzeit erreichbar sind. Ist das eigentliche Becken fertig eingebaut, fallen verschiedene Gartenarbeiten an. Die Installation einer Abdeckung oder einer Plane darf nicht vergessen werden. Damit der Pool in einem passenden Ambiente steht, müssen je nach Geschmack rutschfeste Fliesen oder Steinzeug verlegt werden. Auch Holz- oder WPC-Böden sind möglich.

Für einen Swimmingpool im Garten fallen verschiedene Kosten an

Der eigene Swimmingpool ist in der Anschaffung und auch im Unterhalt nicht gerade günstig. Die vorgefertigten Becken kosten je nach Größe, Bauart und Material zwischen 2.000 und 8.000 Euro. Wer selbst nicht baggern und betonieren möchte, muss nochmals mit Kosten von etwa 6.000 bis 8.000 Euro rechnen. Für den Betrieb und die Instandhaltung während des Jahres müssen Poolbesitzer mit zusätzlichen Kosten von etwa 500 bis 1.200 Euro rechnen. Eine Baugenehmigung wird für einen Pool in den meisten Bundesländern nicht benötigt. Oftmals ist die Genehmigung erst ab einer Größe von 100 Kubikmeter nötig. In vielen Gemeinden ist allerdings vorgeschrieben, dass das Befüllen des Pools im Vorfeld bei den Wasserwerken oder der Stadtverwaltung gemeldet werden muss.