Nachhaltigkeit und umweltbewusstes Handeln trumpfen – kompostieren leicht gemacht

Bild von Manfred Antranias Zimmer auf Pixabay

Immer mehr Menschen handeln umweltbewusst und tun viel für die Natur. Besonders im Bereich Gärtnern und Bepflanzen / Gestalten der Gärten hat sich im Zuge dessen einiges deutlich verändert. Es werden immer mehr Blumen und Pflanzen ausgewählt, die für die Tierwelt von großem Nutzen sind und als Nahrungsquelle dienen. Weg von großen und leblosen Grünflächen, zurück zu den Wurzeln der Natur und Vielfältigkeit.

Auch das Gärtnern in puncto Eigenbedarf hat sich verändert. Man möchte die Früchte und das Gemüse ernten, was ausgesät wurde. Und der Kompost im Garten gewinnt dabei mehr denn je an Bedeutung. Das Kompostieren ist allerdings eine kleine Wissenschaft für sich und es gibt etliche Aspekte, die es fürs richtige Kompostieren zu berücksichtigen gilt.

Der freie Komposthaufen

Ein frei liegender Komposthaufen in einer Ecke im Garten, kann einige Probleme mit sich bringen. Denn zum Einen können durch den Gärungsprozess Gerüche aufkommen und zum Anderen bilden sich Fruchtfliegen und andere Fliegen. Dennoch kann man mit einem frei angelegten Komposthaufen den Hausmüll reduzieren, der aus organischem Material besteht. Und da kann sich im Laufe einer einzigen Woche so einiges anhäufen. Darüber hinaus fördert eben die dadurch entstehende, hochwertige Komposterde das Gleichgewicht im Boden des Gartens selbst. Die Bodenfruchtbarkeit erhöht die Wasserhaltefähigkeit und Blumen, Obst sowie Gemüse können in einem deutlich nährstoffreicherem Milieu wachsen und gedeihen. Die so entstehende Erde kann dann einfach mit einer Schaufel und einem Eimer kurz nach Belieben abgetragen und eingebracht werden.

Welcher Komposter ist der richtige?

In einer Stadtwohnung ohne Garten oder großem Balkon muss nicht zwangsläufig aufs Kompostieren verzichten. Denn auch hier kann man sich mit einer Wurmkiste und dem Küchenabfall aushelfen. In kleineren Gärten sind vor allem platz- und zeitsparende Schnell- oder Thermokomposter sehr gängige Modelle. Aber auch der Aluminium Komposter ist hier als praktische und auch schnelle Lösung zu empfehlen. Und auch die so genannten Trommelkomposter werden oft genutzt, wenn recht wenig Platz vorhanden ist. Hat man allerdings Platz satt und einen größeren Garten, ist man mit einem klassischen Mehrkammer-Kompost optimal ausgestattet. Es ist also mit entscheidend, wie viel Platz man fürs Kompostieren einräumen kann und aber auch, wie viel produzierte Abfälle in der Regel auf dem Kompost landen. Die Menge sollte in etwa eingeschätzt und dementsprechend kalkuliert werden.

Wie viel Abfall muss (kann) sein?

Die Menge der produzierten Abfälle spielt eine große Rolle bei der Auswahl des idealen Kompost-Modells. Wenn fast nur Küchenabfälle allein anfallen, wird es schwierig einen ganzen Komposthaufen auf diese Weise zu erfolgreich zu betreiben. Daher empfiehlt sich hier immer für kleinste Mengen eine Wurmkiste oder ein kleinen Schnell- oder Thermokomposter. Für mittelgroße Mengen sind normale bis große Komposter am besten geeignet. Wenn viel Material verwerten soll, ist ein Mehrkammer-System nicht verkehrt. Die Menge des Abfalls allein ist der ausschlaggebende Faktor für die Entscheidung welche Größe des Komposters letztlich genommen wird.

Wo steht der Komposter im Idealfall?

Am besten ist der Komposter durchschnittlich ein Kubikmeter groß und steht weder in der prallen Sonne, noch im totalen Schatten. Halbschatten ist der ideale Standort für jeden Komposter. Beispielsweise unter einem Baum oder einem Vordach im Garten oder Vorgarten, an der Einfahrt oder Zufahrt und an der Hauswand oder ähnlichen Standorten. So wird sowohl Fäulnis als auch Austrocknung vermieden.Windgeschützt ist gut. Aber windstill darf er auch nicht stehen. Denn in den fünf bis sechs Reifemonaten eines Kompostes braucht er immer Frischluft, damit das entstehende Kohlendioxid entweichen kann. Man sollte aber bedenken, dass ein Kompost niemals ein echter Hingucker wird. Er ist immer ein Fleck, der nicht wirklich schön anzusehen ist. Deshalb liegen sie meist versteckt hinter Büschen oder sind eben in Nischen und Ecken in Gärten angelegt. Des Weiteren empfiehlt es sich, den Kompost generell nicht zu nah am eigenen Haus und auch nicht zu nah zum Nachbargrundstück zu platzieren. Das kann besonders in den warmen Sommermonaten zu Streit und Ärger führen, wenn der Kompost dann auf Hochtouren arbeitet. Um dem Ganzen den Wind aus den Segeln nehmen zu können, kann man auch dem Nachbarn einfach einen Eimer frischer Komposterde (Humuserde) für seine Pflanzkübel oder Balkonkästen und für das Blumenbeet anbieten.

Übrigens: Den effizientesten Prozess durchläuft ein guter Komposthaufen, wenn er schon zu Beginn im Frühjahr angelegt wird. Dann arbeiten nämlich Würmer und andere Organismen am effizientesten und sind tüchtig agil. Und bereits nach sechs Monaten schon ist die Rotte abgeschlossen und der gute Humus ist fertig für die Verarbeitung. Länger dauert es definitiv, wenn man im Herbst mit dem Schichten loslegt. Dann kann es schon mal zwölf Monate dauern, bis sich der Humus als Dünger für den Garten oder die Balkonpflanzen letztlich eignet.