Korrekte Müllentsorgung beim Hausbau

Bild von Wolfgang Eckert auf Pixabay
Werbung


Werbung

Wer sich aktuell mit dem Bau der eigenen vier Wände beschäftigt, kommt früher oder später nicht um das Thema Müllentsorgung herum. Denn wo viel gearbeitet wird, entsteht in der Regel auch viel Müll. Üblicherweise fallen beim Hausbau vier unterschiedliche Kategorien an, die wie folgt unterteilt werden können: Bauschutt, Baumischabfälle, Erdaushub und Grünschnitt. So unterschiedlich wie die genannten Mülltypen sind, fällt auch ihre Entsorgung aus. Denn nur eine ordnungsgemäße Entsorgung führt zur möglichen Wiederverwertung recyclebarer Materialien und schont somit unsere empfindliche Umwelt und die endlichen Ressourcen.

Der richtige Umgang mit Müll

Nach dem Ausbruch der Pest im späten Mittelalter wurden die Hygienevorschriften in vielen Städten neu geregelt. So übernahm Potsdam 1660 die Straßenreinigung und führte den Gassenmeister ein. Bürger konnten nun ihren Dreck auf den Karren des Gassenmeisters laden, wodurch die Müllberge auf den Straßen und den eigenen Grundstücken verringert wurden. 1900 startete dann in den großen Städten die systematische Müllentsorgung. Dadurch wurde der Müll privater Haushalte entweder auf Deponien geschüttet oder unter freiem Himmel verbrannt. 1896 ging in Hamburg die erste Müllverbrennungsanlage in Betrieb und seither ist das System der systematischen Müllentsorgung in allen Industrieländern eine absolute Grundvoraussetzung für das Zusammenleben.

Moderne Mülltrennung

Mittlerweile unterscheiden wir heute zwischen insgesamt 842 unterschiedlichen Abfallarten. Neben dem gewöhnlichen Hausmüll, der üblicherweise der Restmüll-, Papier und Wertstofftonne zugeordnet werden kann, fallen besonders bei Baumaßnahmen Abfallarten an, die gesondert entsorgt werden müssen. Die Kenntnis über die gängigsten Abfallarten beim Hausbau ersparen einem viel Ärger und schonen die Geldbörse.

Grünschnitt

Ist das Baugrundstück noch bewachsen, so fällt in der Regel Grünschnitt-Abfall an. Egal ob Schnittreste einer Hecke, oder die gestutzten Äste eines Baums. Sie alle gehören zum Grünschnitt. Wer einen großen Garten sein Eigen nennen kann, dem empfiehlt sich die Anschaffung einer Mülltonne 1100 Liter Fassungsvermögen. Neben dem Grünschnitt fallen bauunabhängig oft auch Bioabfälle an. Diese haben in Deutschland mittlerweile sogar einen Anteil von 30-40 Prozent.

Bauschutt

Zum Bauschutt zählen mineralische Baumaterialien wie beispielsweise Beton, Klinker- und Ziegelsteine. Für die Entsorgung des Bauschutts ist der Bauherr verantwortlich. Um den Müll richtig trennen und entsorgen zu können, bietet sich ein Müllcontainer an.

Baumischabfall

Ein Gemisch aus Bauschutt und dem restlichen Materialabfall wird als Baumischabfall bezeichnet. Dieser Art von Müll entsteht in den meisten Fällen bei Bau/Umbau-, Sanierungs- sowie Renovierungsmaßnahmen am Haus. Unter Baumischabfall fällt folglich der gesamte Materialabfall auf einer Baustelle, wobei dieser noch einmal in mineralische und nicht-mineralische Stoffe unterteilt wird.

Erdaushub

Der sogenannte Erdaushub entsteht beim Hausbau oder der Gartengestaltung und darf nicht einfach im Hausmüll entsorgt werden. Denn beim Boden kann zwischen dem fruchtbaren Mutterboden und den tieferliegenden Erdschichten (Kies, Lehm, Sand usw.) unterschieden werden. Der fruchtbare Mutterboden muss dabei ebenso gesondert entsorgt werden wie die oberste Bodenschicht, die oft noch Asphalt oder ähnliche Verunreinigungen enthält.

Fazit

Es bleibt festzuhalten, dass Abfall nicht gleich Abfall ist. Vielmehr beschäftigt sich die Abfallwirtschaft mit der detaillierten Unterscheidung der verschiedenen Abfallarten, um möglichst Ressourcenschonend arbeiten zu können. So ist bei der Entsorgung auf bestimmte Vorgaben der Abfallverzeichnisordnung zu achten, um die insgesamt 842 unterschiedlichen Abfallarten korrekt zu unterscheiden. Hausbauer sind daher gut beraten, sich frühzeitig mit dem Thema Müllentsorgung zu beschäftigen und sich gegebenenfalls Hilfe zu holen.