Finanzierung zum Umbau und Instandhaltung

Werbung


Werbung

In Deutschland sind knapp drei Viertel der Häuser über 30 Jahre alt. Die Hälfte davon wurde vor Einführung der Wärmeschutzverordnung im Jahr 1977 gebaut. Viele Immobilien sind renovierungsbedürftig.

Wer ein Haus oder eine Wohnung hat, muss sich um den Zustand kümmern und regelmäßig modernisieren und renovieren. Die Kosten für den Um- und Ausbau sind nicht immer aus eigener Tasche zu stemmen. Besonders, wenn die Reparatur oder Instandhaltung viel Geld kostet. Zur Finanzierung stehen verschiedene Kreditmöglichkeiten zur Verfügung. Eigentümer können in vielen Fällen eine staatliche Förderung oder einen Zuschuss in Anspruch nehmen. Banken vergeben einen speziellen Modernisierungskredit, der unter anderem für eine neue Dachdeckung, Dachdämmung oder Einbauküche verwendbar ist. Auch Privatkredite helfen dem Eigentümer bei der Finanzierung.

Der Modernisierungskredit

Bei dem Modernisierungskredit handelt es sich um einen Bankkredit, der Beträge bis zu 50.000 Euro umfasst und Eigentümern bewilligt wird, die ihre Immobilie weitestgehend oder vollständig abbezahlt haben. Der Kredit ist auch in Kombination mit einem Bausparvertrag erhältlich. Die Laufzeiten sind flexibel, bis zu 15 Jahre sind möglich. Im Gegensatz zur herkömmlichen Baufinanzierung ist dieser Kredit mit einer Frist von drei Monaten kündbar. Eine Vorfälligkeitsentschädigung droht nicht. Wer während der Kreditlaufzeit zu unerwarteten Einnahmen kommt, kann jederzeit Sondertilgungen vornehmen. Nachteil ist, dass Banken in der Regel festlegen, welche Maßnahmen finanzierbar sind.

Der Privatkredit

Der Privatkredit ist im Nutzungszweck flexibel. Private Anleger investieren in Privatleute. Vermittler von Privatkrediten im Internet sind für Kreditnehmer lohnenswert, da sie günstigere Zinsen anbieten, als die Bank. Bei dem Privatkredit spielt eine gute Bonität eine Rolle. Eigentümer profitieren aber von freien Bedingungen. Bei der Kreditvergabe gibt es keine definierten Kriterienkataloge. Auch werden keine Sicherheiten verlangt. Die Kredithöhe liegt bei den Privatkrediten relativ niedrig. Bis zu 30.000 Euro sind möglich. Die Laufzeit ist zwischen 12 und 60 Monaten wählbar. Nachteilig bei diesen Krediten sind die zusätzlichen Kosten. Eigentümer müssen eine Provision zahlen, die bis zu fünf Prozent der Kredithöhe betragen kann. Viele Vermittler von Privatkrediten verlangen zudem eine monatliche Kontoführungsgebühr. Interessant ist dieses Darlehen für Eigentümer, die selbstständig sind und es schwer haben, einen Bankkredit zu erhalten.

KfW Förderdarlehen

Eigentümer, die Geld benötigen, um Energiekosten zu reduzieren oder energieeffizient sanieren wollen, können von einem KfW Förderdarlehen Gebrauch machen. Dieses Darlehen verfügt über niedrige Zinsen und fördert Maßnahmen, die für Energieeinsparungen sorgen. Die staatliche Bank fördert darüber hinaus den Bau und den Kauf von Immobilien. Besonders attraktiv ist, dass die KfW Darlehen für Eigentümer anbietet, die Fassaden dämmen, neue Fenster einbauen, Heizungen modernisieren oder altersgerecht umbauen wollen. Der Förderkredit ist nicht nur über die KfW Bank, sondern auch über andere Bankinstitute erhältlich. Bester Ansprechpartner ist die Hausbank. Einziger Nachteil, die KfW vergibt das Darlehen nur für bestimmte Modernisierungsmaßnahmen.

Für Eigentümer gibt es viele Finanzierungsmöglichkeiten zu günstigen Konditionen. Trotzdem lohnt es sich, frühzeitig Rücklagen für die Modernisierung zu bilden und Geld anzusparen. Das ist über einen Bausparvertrag und andere Anlageformen möglich. Dadurch lässt sich die Kredithöhe, die Eigentümer für eine zukünftige Sanierung benötigen, verringern. Sie sparen sich Zinszahlungen und reduzieren das Risiko eines Zahlungsausfalls. Besonders bei langer Laufzeit kann kein Kreditnehmer eine hundertprozentige Rückzahlung garantieren.

Werbung