Heimwerker-Tipps: Was tun gegen verstopfte Rohre?

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Für Laien stellt ein verstopftes Rohr schnell eine kleine finanzielle Katastrophe dar. Fehlt die passende Versicherung und zieht der Schaden größere Kreise um sich, müssen hohe Summen für die Beseitigung ausgegeben werden. Doch was können Heimwerker gegen verstopfte Rohre tun? Die wichtigsten Tipps sehen wir uns hier in diesem Artikel genauer an.

Schnelles Handeln entscheidend


Eine schnelle Reaktion bei einem verstopften Rohr ist aus unterschiedlichen Gründen von so großer Bedeutung. Zum einen kann die Bausubstanz in Mitleidenschaft gezogen werden, wenn sie der austretenden Feuchtigkeit über einen zu langen Zeitraum ausgesetzt ist. Je länger der Schaden unentdeckt geblieben ist, desto teurer können die darauffolgenden Reparaturen werden.

Auf der anderen Seite stellen Schimmel und Feuchtigkeit auch für Schädlinge einen idealen Nährboden dar. So erhöht sich das Risiko, es mit einer solchen Plage in den eigenen vier Wänden zu tun zu bekommen. In dem Fall ist noch ein Kammerjäger notwendig, um das Problem wirklich in den Griff zu bekommen.

Backpulver und Essig nutzen


Wer als Heimwerker direkt selbst zur Tat schreiten will, der kann schon mit einfachen Hausmitteln viel erreichen. Dies gilt zum Beispiel für die Kombination aus Essig und Backpulver. Ein paar Löffel des Pulvers und eine halbe Tasse Essigessenz reichen schon aus, um Verstopfungen mittleren Grades zu lösen. Auch in ökologischer Hinsicht ist dieses Konzept dem klassischen Rohrreiniger überlegen.

Sollten selbst starke Hausmittel nicht zur Lösung des Problems beitragen, kann Druck das richtige Mittel sein. Eine Saugglocke zeigt in vielen Fällen die gewünschte Wirkung. Wer sich noch nie in diesem Gebiet versucht hat, sollte jedoch Vorsicht walten lassen. Für den Fall, dass die Abwasserrohre aus brüchigem Material gefertigt wurden, wie zum Beispiel aus PVC, kann zu viel Unterdruck zu Rissen führen.

Sollte bekannt sein, welche sanitären Anlagen direkt mit dem verstopften Rohr verbunden sind, kann noch eine weitere Methode zum Erfolg führen. In dem Fall werden Waschbecken, Badewanne, Dusche und Co. erst einmal vollständig gefüllt. Anschließend werden die gefüllten Becken auf einen Schlag geöffnet. In diesem Fall baut sich ein starker Wasserdruck auf, der an sich schon ausreichend sein kann, um die Verstopfung im betreffenden Rohr zu lösen. Es lohnt sich in jedem Fall, über diese Alternative nachzudenken.

Die Profis beauftragen


Gerade Verstopfungen im unteren Bereich der Leitungen oder gar in der zentralen Abwasserleitung sind für einfache Heimwerker eher schwer zu lösen. In dem Fall ist es wichtig, rechtzeitig an die Unterstützung durch den Fachmann zu denken. Eine lokale
Rohrreinigung ist binnen kurzer Zeit vor Ort und kann sich des Problems annehmen. Auf diese Weise lassen sich auch mögliche Folgeschäden eher in den Griff bekommen.

Wer noch vor dem Bau des Eigenheims steht, der kann in diesem Gebiet auch präventiv aktiv werden. So sollte darauf geachtet werden, dass keine minderwertigen Baustoffe zum Einsatz kommen, die in der Regel deutlich anfälliger für Verstopfungen sind. Ansonsten droht die Misere schon während des Rohbaus zu beginnen. Sind die Rohre erst einmal unter Beton und Co. verborgen, ist ein nachträglicher Eingriff in der Regel nur unter sehr großem Aufwand möglich. Frühzeitige Überlegungen sind aus dem Grund von größter Bedeutung.