Elektrische Sicherheit im Eigenheim gezielt stärken

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Viele Besitzer eines Eigenheims machen sich wenig Gedanken über ihre Elektroinstallation. Während andere Bereiche des Hauses hin und wieder von Renovierungen betroffen sind, bleiben elektrische Leitungen im besten Fall unbemerkt. Doch im Laufe der Jahre kann sich die elektrische Sicherheit der eigenen vier Wände deutlich verringern. Wie dies zu verhindern ist und worin die Rolle eines Heimwerkers besteht, das klären wir hier in diesem Artikel.

Die Grenzen für Heimwerker


In unseren Ratgebern verweisen wir gerne auf Tipps und Möglichkeiten, um mit der eigenen Arbeit klassische Probleme zu lösen. Wer jedoch nicht über eine elektrische Ausbildung verfügt, ist schlicht nicht befugt, die notwendigen Arbeiten an der Elektroinstallation des Hauses in die eigenen Hände zu nehmen. Die persönliche Rolle beschränkt sich in diesem Fall auf das Anstellen von Überlegungen, wie die Sicherheit konkret verbessert werden könnte. Deren Ausführung obliegt aber dem Fachmann, der über die dafür nötigen Kenntnisse verfügt.

Sicherheit durch Prüfsiegel


Wie wichtig elektrische Sicherheit tatsächlich ist, zeigt sich bei einem Blick auf die Vorschriften für Arbeitgeber. Für sie legt die
DGUV Vorschrift 3 fest, welche Anforderungen zu erfüllen sind. Die Bedingungen DGUV V3 müssen bei der Inbetriebnahme eines jeden elektrischen Geräts erfüllt sein, um den größtmöglichen Schutz bei der Arbeit zu gewährleisten. Ist die DGUV 3 hingegen nicht erfüllt, so ist es möglich, dass die gesetzliche Unfallversicherung im Falle eines Unfalls ihre Zahlung einstellt.

In dieser Hinsicht sind DGUV Prüfungen in erster Linie für Unternehmen von Bedeutung. Doch auch Heimwerker haben die Möglichkeit, eine fachmännische Prüfung der Sicherheit ihres Hauses zu beantragen. Möglich macht dies der sogenannte E-Check, bei dem verschiedene Aspekte unter die Lupe genommen werden. Ein Fachmann untersucht neben der elektrische Anlage des Hauses auch alle dort befindlichen elektrischen Geräte auf ihre Sicherheit.

Ist der Zustand einwandfrei, so wird diese Tatsache später mit der entsprechenden Prüfplakette bestätigt. Besitzer eines Eigenheims, die sich Sorgen um mögliche technische Unsicherheiten machen, können damit jegliche Zweifel aus dem Weg räumen. Werden im Rahmen der Prüfung Mängel festgestellt, so finden sie sich später im abschließenden Protokoll wieder. Anschließend ist es kein Problem, die notwendigen Arbeiten in die Wege zu leiten, um die Sicherheit an den betreffenden Punkten weiter zu erhöhen. Wie bedeutsam diese Vorkehrungen sind, zeigt sich beim Blick auf die katastrophalen Folgen mangelnder elektrischer Sicherheit. Diese kann zum Beispiel für Schwelbrände verantwortlich sein, deren Gefahr sich nicht nur auf das Eigentum beschränkt, sondern auch auf das Leben der Bewohner übertragen werden kann.

Grundlegende Vorkehrungen


Zugleich sind die elementaren Fortschritte zu betonen, die in den letzten Jahrzehnten beobachtet werden konnten. Der Sicherheitsstandard eines Eigenheims konnte auf diese Weise in die Höhe getrieben werden. Ein wichtiges Element ist der LS-Schalter, welcher Kabel, Leitungen und die an das Netz angeschlossenen Geräte vor einer Überlastung schützt. Befinden sich zum Beispiel besonders
viele Geräte am Netz, entsteht ein Überlaststrom, welcher die Isolierung der Leitung in Mitleidenschaft ziehen kann. Der LS-Schalter erkennt die Gefahr, und kappt direkt die Stromzufuhr, noch bevor die zu hohe Belastung einen tatsächlichen Schaden anrichten kann. Gleichermaßen ist der Schalter dazu in der Lage, vor einem Kurzschluss zu schützen. Doch nicht das bloße Vorhandensein solcher Mechanismen reicht aus – auch ihr Zustand ist zu überprüfen.