Arbeiten mit Druckluft

Druckluftkompressor
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Das Arbeiten mit Druckluft kommt in immer mehr Werkstätten vor. Auch viele Heimwerker finden viel Gefallen daran, damit zu arbeiten. Das wird daran liegen, dass sich Druckluftkompressoren so überaus vielfältig einsetzen lassen. Man kann sie natürlich zum Aufpumpen von Reifen benutzen, aber es geht noch einiges mehr. Dafür gibt es schon viele unterschiedliche Druckluftwerkzeuge, mit denen man inzwischen fast alle elektrischen Handwerkzeuge sogar ersetzen kann. Da kann man sich natürlich fragen, welches der besondere Grund ist, der dahintersteckt. Es muss ja anscheinend überzeugende Unterschiede geben, wenn immer mehr Menschen lieber zu Druckwerkzeugen greifen und nicht die elektrischen Werkzeugen nehmen. Vielleicht wird dieser Grund ja deutlich, wenn man sich einmal den Aufbau anschaut und zwischen Elektro- und Druckluftwerkzeugen Vergleiche zieht. Es werden aber auch noch die Sicherheit und die Folgekosten eine recht große Rolle dabei spielen.

Als etwas Besonderes kann man sicherlich dabei den sogenannten Silentkompressor sehen. Diese arbeiten, wie der Name auch schon sagt, besonders leise. Nur sind sie in der Anschaffung relativ teuer. Deswegen sind manche schon dazu übergegangen, aus Kühlschrankkompressoren selbst welche zu bauen. Denn man kann Verdichter aus alten Kühlschränken leicht erhalten und der Bau eines solchen Kompressors gestaltet sich relativ einfach, so dass man über keine besonderen Fähigkeiten verfügen muss.

Warum kommen Druckluftwerkzeuge zum Einsatz?

Dafür muss man wissen, dass man ähnlich wie bei einem Ventilator die Druckluft umdrehen kann und dadurch eine Drehbewegung erzielt. Man könnte so theoretisch alle Elektrowerkzeuge mit Motor auch mit Druckluft antreiben. Elektrowerkzeuge arbeiten sicherlich gut. Sie sind recht sicher und den benötigten Strom bekommt man eigentlich fast überall. Ein elektrischer Kompressor benötigt auch einen Stromanschluss. Wenn man aber den Aufbau eines Elektrowerkzeuges mit dem eines Druckluftwerkzeuges vergleicht, kann man den Vorteil sehr gut erkennen, denn die Elektrowerkzeuge benötigen zu dem Motor noch beispielsweise eine elektronische Drehzahlregulierung, den Schutz gegen Feuchtigkeit, eine intakte Isolierung und auch regelmäßige Überprüfungen. Der Aufwand ist also recht groß und auch an die Reparaturkosten für die Elektrowerkzeuge muss man denken. Die Druckluftwerkzeuge dagegen sind einfach aufgebaut und können mit der durch Öl versetzte Druckluft geschmiert werden. Der Wartungsaufwand ist daher merkbar geringer.

Druckluft Kompressor auch für die Heimwerkstatt

Druckluft, die man bei einem Druckluft Kompressor einsetzt, kann in einer Heimwerkstatt viele Arbeiten erleichtern und manchmal sogar erst möglich machen. Das Gerät kann so als Druckluftnagler, Luftbefüller oder Reinigungsgerät eingesetzt werden. So kann ein Kompressor auch für Hobby-Handwerker eine sinnvolle und hilfreiche Sache sein.

Wie ein Kompressor funktioniert

Als Kompressor bezeichnet man Maschinen, die zum Komprimieren von Gasen verwendet werden. Im Prinzip ähnlich wie eine Luftpumpe. Ein Kompressor verkleinert die Luft im Volumen und erzeugt auf diese Weise Druck. Wenn dann die verdichtete Luft abgegeben wird, wird Energie freigesetzt. Die kann dann beispielsweise für Werkzeuge genutzt werden, wenn diese an einen Kompressor angeschlossen sind. Die Energie, die durch die Kompression entstanden ist, wird dann in einem Druckluftbehälter (der sogenannte Kessel), gespeichert. Umso mehr Volumen der Kessel besitzt, umso mehr Druckluft kann er aufnehmen. Dann muss der Kompressor seltener aktiv laufen.

Kompressoren im Innenausbau oder auf Baustellen

Gerade auf einer Baustelle sind Kompressoren besonders gut geeignet. Sie können dort viele Arbeiten deutlich erleichtern. Beim Innenausbau von Häusern können Druckluftwerkzeuge nützlich zum Beispiel beim Schrauben, Nageln oder Klammern sein. Mit der entsprechenden Luftleistung können auch Schleifarbeiten umgesetzt werden und bei Arbeiten wie Wanddurchbrüche oder die Bearbeitung von steinigen Böden helfen Meißelhämmer mit leistungsstarken Kompressoren.

Einsatz von Kompressoren zu Reinigungszwecken

Mit der Druckluft eines Kompressors können auch gut Reinigungsarbeiten erledigt werden. Sie sind somit eine Alternative zum mühsamen Putzen mit der Hand. Mit der Hilfe eines Hochdruckreinigers können beispielsweise Mauerwerke und gepflasterte Flächen von festsitzendem Schmutz befreit werden. Ebenso aber beispielsweise auch sehr stark verschmutzte Gartenmöbel. Denn auch diese Geräte arbeiten mit einem Kompressor. Mit einer recht handlichen Ausblaspistole kann man im Haushalt eine Tastatur und andere, eher schwer zugängliche Stellen (Rippen von Heizkörpern) von Staub und anderen Ablagerungen befreien. Die Sandstrahler kommen dagegen meist beim Lösen von hartnäckigen Belägen (Farbe oder Rost) zum Einsatz.

Was bei der Anschaffung von Kompressoren beachtet werden sollte

Wer einen Kompressor anschaffen möchte, der sollte vorher überlegen, wozu er benötigt wird. Je nachdem sind dann unterschiedliche Größen und unterschiedliche Fassungsvermögen möglich. Je größer der Druckluftbehälter ist, desto höher ist auch die Leistung des Kompressors. Wie hoch der Luftbedarf sein soll, richtet sich nach dem benötigten Betriebsdruck in bar. Denn einige Luftdruckwerkzeuge brauchen recht viel Druck. Ein Schlagschrauber benötigt zum Beispiel ca. 6 bar. Wer ohne große Unterbrechungen arbeiten möchte, sollte sich besser einen größeren Kompressor besorgen. Dagegen sind Kompressoren mit kleinen Kesseln meist mobiler.