Wenn man plant, Elektroarbeiten zuhause selbst durchzuführen

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Man kann vom Grundsatz her sagen, dass das Arbeiten an elektrischen Anlagen natürlich gefährlich ist und es im schlimmsten Fall zu einem elektrischen Schlag kommt, der durchaus tödlich enden kann. Von daher sollten generell nur richtig ausgebildete Fachkräfte Elektroarbeiten durchführen.

Aber man kann auch sagen, wenn es um Elektroinstallationsarbeiten bei einem Neu- oder Umbau geht, dass es ein paar Tätigkeiten gibt, die man als Heimwerker selbst erledigen kann. Zu solchen Arbeiten zählen zum Beispiel:

· Die Planung
· Das Stemmen von Schlitzen (geht mit einem Bohrhammer)
· Das Setzen von Unterputzdosen
· Das Verlegen von Rohren sowie Leitungen
· Das Setzen von Unterverteilern und Zählerschränken (die Befestigung und das Einmauern)
· Das Einziehen von Kabeln und Drähten (in Leerrohre)

Eine fachlich ausgebildete Person sollte immer die Kontrolle über alles haben

Auch wenn diese genannten Arbeiten von Laien durchgeführt werden können, sollten diese jedoch immer von einer fachlich ausgebildeten Person kontrolliert sowie überwacht werden. Außerdem sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Arbeiten immer nur stromlos durchgeführt werden.

Zeit für die Planung nehmen

Bevor es an die handwerkliche Arbeit geht, sollte zuerst eine gut durchdachte Planung für das geplante Projekt stattfinden. Dafür werden sicherlich viele Details zu beachten sein. Es ist unbedingt anzuraten, diese Planungen mit einem Fachmann zusammen vorzunehmen. Vor allem dann, wenn es um die Arbeiten in einem Neubau geht. Dann sollte gemeinsam besprochen werden, welche vorbereitenden Arbeiten selbst durchgeführt werden können und welche man unbedingt den Fachleuten überlassen sollte. Wenn es sich zum Beispiel um einen Neubau handelt, muss alles schon vor dem ersten Spatenstich geplant sein.

Wenn Schlitze gestemmt werden müssen

Wenn es darum geht, dass die Schlitze gestemmt und die Unterputzdosen gesetzt werden müssen, wird dafür ein sogenannter Dosenbohrer und eine Schlitzfräse oder ein Bohrhammer benötigt. Da diese Arbeiten recht einfach sind, können sie von jedem, der handwerklich begabt ist, selbst erledigt werden. Man muss vor allem die richtige Größe der Schlitze einzuschätzen können und sehr genau – auf die richtige Höhe/Position – die Unterputzdosen und Abzweigkästen achten.

Wenn es um das Einbauen des Zählerschranks und das setzten des Unterverteilers in das Mauerwerk geht, muss auf die Anweisung des Fachmanns/Fachbetriebs geachtet werden.

Hohlwanddosen und Unterputzdosen setzen

Für Hohlwände oder Holzständerwände findet man spezielle Schalter- sowie Abzweigdosen. Diese werden Hohlwanddosen genannt. Eine Hohlwanddose, wie beispielsweise die Primo Hohlwanddose, dient also dazu (der Name selbst lässt es eigentlich schon vermuten), dass man Schalter oder Steckdosen in Wände mit sich dahinter befindenden Hohlräumen einbauen kann. Wenn mehrere Hohlwanddosen neben oder übereinander installiert werden sollen, kann man entsprechende Stege in den Dosen einsetzen. Hohlwanddosen gibt es ebenso in winddichter Ausführung. Diese benötigt man in Ausbau- oder Holzhäusern.

Wie man beim Setzen der Hohlwanddose vorgeht

Das nötige Loch muss hier mit einem speziellen Hohlwanddosenbohrer gebohrt werden. Dazu zeichnet man ein Kreuz an die Wände für die Dosenmitte (immer die Richthöhen dabei beachten) mit Hilfe einer Wasserwaage. Dann wird vorsichtig herausgebohrt. Die Hohlwanddose wird mittels Schraubkrallen, die sich seitlich an der Dose befinden, befestigt.

Unterputzdosen setzen

Wenn man Unterputzdosen setzen möchte, sollte man dafür einen Schnellmörtel verwenden. Es hat den Vorteil, dass man durch die verlängerte Abbindezeit des Mörtels viele Dosen auf einmal setzen kann. Bevor es an das Setzen der Dosen geht, sollten diese genau angezeichnet werden. Man kann dafür mit Hilfe einer Wasserwaage ein großes Kreuz mit Bleistift (das Kreuz ist die Mitte der UP-Dose) für die Dosenrichthöhe an der Wand markieren. Das dient zur besseren und genaueren Orientierung und macht das Setzen der Dosen leichter.

Wie man beim Setzen der Unterputzdosen vorgeht

Mit einem Dosenbohrer das nötige Loch bohren und prüfen, ob die Dose reinpasst. Vielleicht muss mit einem Meißel nachgearbeitet werden. Dann mit einem Pinsel das Dosenloch im Mauerwerk leicht einnässen. Bei den Unterputzdosen sollten die benötigten Kabeleinführungen ausgebrochen werden. Mit einem Spachtel die nötige Menge Mörtel in das Loch streichen. Im Anschluss wird die Dose auf die genaue Höhe (Bleistift-Markierung) eingesetzt und mit der Wasserwaage gegebenenfalls korrigiert. Die Dose sollten dabei ungefähr 1cm aus der Wand schauen (Putzhöhe). Auch hier kann man sicherheitshalber noch einmal nachmessen und eventuell korrigieren. Der Mörtel muss dann aushärten.

Rohre oder Kabel verlegen

Wenn Leitungen und Rohre verlegt werden sollen, ist die Einweisung eines Facharbeiters sehr wichtig. Man muss bei der Durchführung unbedingt scharfe Bögen oder scharfe Kanten vermeiden. Außerdem gibt es Bereiche, wo keine Kabel- bzw. Rohrverlegungen stattfinden dürfen.

Das Verschließen der Schlitze

Wenn alle Arbeiten soweit abgeschlossen sind, können die Unterputz-Schalterdosen mit einem Deckel verschlossen und die Schlitze mit den Leitungen punktuell und besonders an den Doseneinführungen mit Mörtel verputzt werden.