Solardächer – wann zahlt sich die Investition aus?

Solardach (Photovoltaikanlage)
Fotolia.de #223969250 | Urheber: U. J. Alexander
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Zunehmend mehr Verbraucher setzen auf Solarenergie um ihren Strombedarf ganz oder anteilig selber zu erzeugen. Aufgrund stetig steigender Stromkosten und einer immer weiteren Verknappung fossiler Rohstoffe, ist die Nutzung einer Solaranlage eine sinnvolle Investition in die Zukunft. Eine solche Anlage zahlt sich in den überwiegenden Fällen aus. Um herauszufinden wann sich die Investitionskosten amortisiert haben und die Anlage schwarze Zahlen schreibt, geht dem Bau einer entsprechenden Anlage daher eine Wirtschaftlichkeitsberechnung voran.

Welche Faktoren haben Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit?

Privatpersonen, die über die Nutzung einer Solaranlage nachdenken müssen nicht zwangsläufig eine Wirtschaftlichkeitsberechnung durchführen. Über kurz oder lang zahlt sich eine Solaranlage immer aus. Eine Berechnung der Wirtschaftlichkeit ist jedoch für Unternehmen, aber auch für Privatpersonen, die in eine Solaranlage als eine Art Kapitalanlage investieren wollen unabdingbar.
Eine solche Berechnung ist eine komplexe Aufgabe, bei der zahlreiche Faktoren berücksichtigt werden müssen:

  • Anschaffungskosten                                                                                                                                                                                                                             Die Anschaffungskosten einer Solaranlage richten sich nach der Größe der Anlage sowie den verbauten Komponenten. In den letzten Jahren sind die Anschaffungskosten stark gesunken. Musste man 2006 noch etwa 5000 Euro pro Kilowatt/Peak Leistung investieren, sind es heute nur noch knapp 1500 Euro pro Kilowatt/Peak Leistung.
  • Eingesetzte Komponenten
    Die Qualität der eingesetzten Komponenten hat ebenfalls Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit. Je hochwertiger die Qualität, desto eine längere Betriebsdauer ist in der Regel möglich. Die Anschaffungskosten werden zu einem großen Teil auch von den Komponenten bestimmt.
  • Betriebskosten
    Die Betriebskosten fallen bei Solaranlagen sehr gering aus. Im Schnitt kann man hier mit zwischen 1 und 2 Prozent des Anschaffungspreises rechnen.
  • Vergütung für eingespeisten Strom
    Die Vergütung, welche man für die Einspeisung des Stroms in das öffentliche Netz erhält, sinkt seit Jahren. Es ist daher zu empfehlen, möglichst viel Strom selber zu Nutzen um bestmöglich von der Solaranlage zu profitieren.
  • Einsparungen durch Eigenverbrauch
    Das Einsparpotential ist durch die Nutzung des selbst erzeugten Stroms am größten. Die Nutzung oder auch Speicherung für einen späteren Verbrauch macht unabhängig vom Energieversorger und somit von steigenden Strompreisen.
  • Leistung der Solaranlage
    Die Leistung der Solaranlage wird durch den Wirkungsgrad der Solarzellen bestimmt. Besonders bei kleineren Dachflächen sollten leistungsstarke Module verbaut werden, um möglichst effizient Solarenergie zu erzeugen.
  • Laufzeit und Kredithöhe
    Sofern die Solaranlage gänzlich aus Eigenmitteln finanziert wird, kann dieser Punkt selbstverständlich ignoriert werden. Andernfalls müssen die Zinsen des Kredits mit in die Berechnung aufgenommen werden. Wenn die Solaranlage hingegen mittels Kredit finanziert werden soll, bietet es sich an Fördermöglichkeiten, etwa spezielle Solarkredite oder das Solarförderprogramm der KfW zu nutzen, um die Kreditkosten so gering wie möglich zu halten.
  • Standort, Dachneigung und Ausrichtung
    Selbstverständlich hat der Standort einen großen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage. Je nach Region sind die Sonneneinstrahlung und die Sonnenstunden unterschiedlich und somit sehr variable Faktoren.
    Die Neigung und Ausrichtung des Daches haben selbstverständlich Auswirkungen auf den Ertrag der Solaranlage. Eine optimale Dachneigung beträgt 90° zum Sonnenstand. In Norddeutschland ist zudem eine etwas steilere Dachneigung besser, in Süddeutschland eine etwas flachere, denn je näher der Standort sich am Äquator befindet, desto höher ist der Sonnenstand.

Wann ist eine Solaranlage lohnenswert?

Unter Berücksichtigung aller relevanten Faktoren lässt sich nun berechnen, ob und wann eine Solaranlage sich „rechnet“. In der Regel wird eine Investition in eine Solaranlage dann als wirtschaftlich bezeichnet, wenn sich innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren mehr Einnahmen erzielen lassen als Kosten verursacht werden. Aufgrund der variablen Faktoren (Stromkosten, Sonnenstunden etc.) ist eine solche Wirtschaftlichkeitsberechnung einer Solaranlage aber immer eine grobe Schätzung. Es lohnt sich die Berechnung daher mit unterschiedlichen Kenngrößen durchzurechnen.

Dachfläche Vermieten als Alternative

Eine weitere Möglichkeit von Solarenergie zu profitieren, ist das Vermieten einer Dachfläche. Ein entsprechendes Unternehmen wird dann eine Solaranlage auf dem Dach errichten und sich um den Betrieb und die Wartung dieser Anlage kümmern. Auf den Besitzer der Dachfläche kommen dabei keinerlei Kosten zu. Wer also geeignete Dachflächen zur Verfügung stellt, kann langfristig von Mieteinnahmen profitieren. Eine Wirtschaftlichkeitsrechnung ist hier nicht nötig, das Vermieten einer Dachfläche rentiert sich von Beginn an. Weiterführende Informationen zu diesem Thema findet man hier: solardachmiete.de

Eine Solaranlage stellt erst einmal eine relativ hohe Investition dar, die sich erst auf lange Sicht rentiert. Im Schnitt haben sich Solaranlagen nach etwa 10 Jahren ausgezahlt und schreiben schwarze Zahlen. Angesichts der steigenden Strompreise lohnt sich eine Solaranlage jedoch in den meisten Fällen, denn je höher die Kosten für Netzstrom, desto mehr Rendite lässt sich durch den Betrieb einer Solaranlage erzielen. Durch eine Berechnung der Wirtschaftlichkeit lässt sich schon im Vorhinein abschätzen welche Kosten entstehen und wann genau sich die Investition amortisiert hat. Dies ermöglicht eine bestmögliche Planung.