Schutz vor Feinstaub in der Wohnung

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Der Umstand, dass Innenstädte, Verkehrsknotenpunkte und Industriegebiete stark mit Feinstaub belastet sind, ist inzwischen in der öffentlichen Wahrnehmung angekommen. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft haben sich darauf eingestellt. Mit Filteranlagen, Katalysatoren und Elektrofahrzeugen wird versucht, der Luftverschmutzung Herr zu werden.

Die Belastung der Raumluft dagegen findet bisher noch wenig Beachtung. Dabei sind es gerade die Innenräume, die aufgrund schlechter Lüftungsverhältnisse, veralteter Heizungsanlagen und Zigarettenrauch besonders stark mit Schadstoffen belastet sind. Daher suchen immer mehr Menschen vor Feinstaub Schutz, um die Gesundheit und die ihrer Angehörigen vor schweren Krankheiten zu schützen.

Was ist dabei zu beachten?

Feinstaub ist die Ursache vieler Erkrankungen der Atemwege! (link)

Was wird unter Feinstaub verstanden?

Mit bloßem Auge ist Feinstaub, der auch unter der Bezeichnung Aerosole bekannt ist, nicht zu erkennen. Es handelt sich dabei um Partikel, deren Durchmesser 10 Mikrometer, also 0,01 Millimeter, nicht überschreitet.

Es existieren drei Klassen, die sich vom englischen Begriff für Feinstaub, “particulate matter”, ableiten:

  • PM 10: Partikel wie Pollen, Schimmelsporen oder feiner Hausstaub mit einem Durchmesser von bis zu 10 Mikrometern.
  • PM 2,5: Diese Partikel erreichen eine Größe von 2,5 Mikrometer. Sie setzen sich aus Verbrennungsrückständen und Asbeststaub zusammen. Auch die meisten Bakterien sind Bestandteil dieser Art von Feinstaub.
  • PM 1: Ultrafeinstaub sind Partikel mit einem Durchmesser von weniger als einem Mikrometer. Dabei handelt es sich unter anderem um Ruß, wie er aus dem Auspuff eines Dieselfahrzeuges kommt, oder um Viren.

Welche Krankheiten kann Feinstaub verursachen?

Größere Partikel setzen sich in den oberen Atemwegen fest. Dort können sie durch Husten oder Niesen wieder aus dem Rachenraum entfernt werden. Das Gefährliche bei Feinstaub, also Partikel mit den kleinsten Korngrößen, ist dagegen die Tatsache, dass er tief in die Lunge eindringt und bis in die feinsten Verästelungen gelangt. Dort setzt er sich fest und lässt sich nicht mehr entfernen.

Je intensiver ein Mensch Feinstaub ausgesetzt ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine der folgenden Krankheiten ausbricht:

  • Bronchitis
  • Asthma
  • Lungenkrebs
  • Vergiftungserscheinungen
  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Thrombose
  • Kopfschmerzen
  • Unruhe
  • Erschöpfungssymptome

Wie gelangt Feinstaub in die Wohnräume?

Ein großer Teil des Feinstaubs gelangt über die Außenwelt in die Innenräume. Undichte Fenster und Türen sind beliebte Einfalltore für die kleinen Schmutzpartikel, die aus Autoabgasen, Straßen- und Reifenabrieb sowie Industrieabgasen bestehen oder von der Landwirtschaft produziert werden. Zudem tragen die Bewohner in ihrer Kleidung und mit dem Schuhwerk Feinstaub in die eigenen vier Wände. In der Wohnung weht kein Wind, der die Partikel verweht oder verdünnt. So können sie sich in hohen Konzentrationen ansammeln.

Feinstaubbildung in Innenräumen

Innerhalb des Wohnbereichs sind es dann die Bewohner selbst, die heftig Staub aufwirbeln. Sobald die Menschen aktiv sind, bewegen sich die Partikel und gelangen in die Nähe der Atmungsorgane. Auch Klimaanlagen und Lüftungsanlagen verbreiten Aerosole, im schlimmsten Falle über ganze Stockwerke hinweg.

Große Emittenten von Feinstaub werden in Heizsystemen verortet, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden. In Raucherhaushalten ist die Feinstaubbelastung besonders ausgeprägt. Die Küche mit den Wärmequellen Herd und Ofen trägt ihren Teil dazu bei, dass die Luftqualität zu wünschen übrig lässt. Zudem sind viele Bürogeräte wie Laserdrucker und -kopierer für eine hohe Feinstaubkonzentration in Innenräumen verantwortlich.

Wie kann man sich vor Feinstaub schützen?

Feinstaub ist in deutschen Wohnungen eine allgegenwärtige Belastung. Trotzdem gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich davor zu schützen:

  • Regelmäßiges Stoßlüften
  • Technologien zur Feinstaub-Neutralisation und Luft-Ionisierer in Einsatz bringen
  • FFP-Masken, wie sie in der Pandemie große Bekanntheit erlangten, überziehen
  • Haushaltsprodukte verwenden, die wenige bis gar keine chemischen Inhaltsstoffe besitzen
  • Den Gasherd durch einen Elektroherd ersetzen
  • Regelmäßig gründlich Staub wischen
  • Luftreiniger installieren
  • Die Verwendung von Duftkerzen und giftigen Farben vermeiden oder durch natürliche Produkte ersetzen
  • Heizsysteme, die auf fossilen Brennstoffen basieren, entfernen und durch moderne Technologien wie Wärmepumpen oder Sonnenkollektoren austauschen
  • Kleidung im Freien gut ausbürsten
  • Verzicht auf den Kamin, eine Raumtemperatur von etwa 20° Celsius ist in jedem Falle ausreichend
  • Den alten Laserdrucker durch ein modernes Modell mit Filter austauschen

Zudem lassen sich durch allgemeine Änderungen im Verhalten große Mengen von Schadstoffen vermeiden, die letztlich in die Wohnung gelangen:

  • Regionale Produkte nutzen, für deren Transport weniger Schadstoffe anfallen
  • Urlaubsziele in der Nähe wählen, um lange Flugreisen zu vermeiden
  • So oft wie möglich das Auto stehen lassen

Mehr Informationen über Feinstaub und Maßnahmen

[Ziel-URL: https://www.memon.eu/umwelteinfluesse/feinstaub/]