Schlafzimmermöbel selber bauen: Inspiration für individuelle Betten

Das Internet ist inzwischen voll mit Anleitungen zum Bauen von Schlafzimmermöbeln. Diejenigen, die sich noch nicht sicher sind, ob die Do-it-yourself-Variante das Richtige ist, finden in diesem Ratgeber Anregungen und Tipps rund um das selbst gemachte Bett.

Massivholz als langlebiges Material

Betten nehmen großen Einfluss auf den Schlafkomfort. Obwohl eine hochwertige und bedarfsgerechte Matratze für die Erholung besonders wichtig ist, muss auch das Bettgestell gewissen Ansprüchen gerecht werden. Während eine hohe Stabilität und die saubere Verarbeitung der einzelnen Komponenten dazu beitragen, dass der Schlafplatz später nicht quietscht, ist ausreichend Bodenfreiheit in Verbindung mit einem Lattenrost wichtig für die kontinuierliche Belüftung der Matratze.

Wohngesunde und gleichzeitig solide Materialien wie Massivholz eignen sich für den Bau ideal. Holz lässt sich gut verarbeiten und trägt mit seinen Eigenschaften zu einem angenehmen Schlafklima bei. Das unbehandelte Naturmaterial wirkt feuchtigkeitsregulierend und einige Sorten verleihen dem Schlafzimmer sogar einen angenehmen Duft. Zirbenholz ist beispielsweise für seinen wohltuenden Geruch bekannt, der dem ätherischen Öl Pinosylvin zu verdanken ist.

Massivholzbetten von hoher Qualität zeichnen sich durch einen stabilen Aufbau und eine hohe Langlebigkeit aus. Hinzu kommt, dass aufgrund des natürlich gewachsenen Materials von unterschiedlichsten Baumarten charakteristische Optiken möglich sind. Nussbaumholz ist beispielsweise wesentlich dunkler als Zirbenholz. Wer noch keine Vorstellung von der stilistischen Vielfalt hat, kann sich von der Auswahl an Massivholzbetten von allnatura inspirieren lassen. Das Produktarrangement im Onlineshop des nachhaltig orientierten Unternehmens zeigt Modelle mit unterschiedlichen Größen, Holzvarianten und Designs.

Vorbereitung ist das A und O

Grundsätzlich erfordert der Eigenbau von Betten eine gute Vorbereitung. Vor dem Start der Arbeiten müssen unter anderem zahlreiche Entscheidungen getroffen werden:

  • Maße: Ein Bett kann verschiedene Abmessungen aufweisen. Weil die Matratzengrößen einheitlichen Standards unterliegen, muss das Bettgestell entsprechend geplant werden. Gängige Größen sind 90 x 200, 140 x 200 und 200 x 200 Zentimeter.

  • Art: Welche Arten von Betten gibt es? Die Auswahl reicht vom kompakten Einzelbett mit Bettkasten über Schwebebetten und Futonbetten bis hin zu Doppelbetten mit Kopfteil, Komforthöhe und Überlänge. Wird das Bett selbst gebaut, sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

  • Holz: Für den Bau von Holzbetten kann Weich- und Hartholz Verwendung finden. Weiche Sorten wie Fichte oder Kiefer lassen sich besser verarbeiten, was für unerfahrene Heimwerker vorteilhaft ist. Harte Hölzer wie Buche sind stattdessen weniger empfindlich.

  • Verbindungen: Beim Verbinden von Einzelteilen können Steckverbindungen oder Schrauben verwendet werden. Beide Lösungen bringen Vor- und Nachteile mit sich.

Arbeitsaufwand und Werkzeug

Der Bettenbau lässt sich erleichtern, in dem die Holzteile von Profis auf das gewünschte Maß gebracht werden. Schreiner und Baumärkte können dahingehend weiterhelfen. Durch das Auslagern dieser Vorarbeiten lässt sich der Aufwand und der Bedarf an Werkzeugen reduzieren. Verständliche Anleitungen beziehungsweise Pläne und Tipps für selbst gemachte Betten hier in der Liste:

Platz und Zubehör zum Werkeln

Der Bau von Betten erfordert Platz. Wer in einem Innenraum aktiv wird, sollte empfindliche Böden sorgfältig schützen und abdecken. Auch die Einrichtung muss womöglich abgedeckt werden, um Schutz vor Schleifstaub, Kratzern und Co. zu bieten. Ist der Arbeitsplatz vorbereitet, braucht es diverse Hilfsmittel. Abhängig davon, welche Vorbereitungen von Experten erledigt werden, sind folgende Werkzeuge und Utensilien ratsam:

  • Bleistift, Maßstab

  • Stichsäge

  • Schleifpapier / Schleifklotz für glatte Oberflächen

  • Schutzmaske zum Schutz der Lunge vor Schleifstaub

  • Bohrmaschine und Schrauben, Muttern, Unterlegscheiben oder Steckverbindungen (Dübel)

  • Akkuschrauber für komfortables Verschrauben

  • Hammer

  • Wachs, Öl oder Holzfarbe für den Oberflächenschutz

Wie Holz bei Bedarf richtig geschliffen wird, erklärt der Baustoffhandel Kemmler im Online-Ratgeber.

Tipp: Welche Betten quietschen nicht? Das Quietschen von Betten hängt nicht zwangsläufig von der Art der Möbelstücke ab. Vielmehr spielen die Verarbeitung und die Verbindungen eine große Rolle. Besonders häufig entstehen Störgeräusche bei verschraubten Betten. Lösen sich die Schraubverbindungen kommt es zu Reibungspunkten. Oft hilft es, wenn Verbindungsstellen mit Kernseife oder Kerzenwachs geschmiert und Schrauben regelmäßig nachgezogen werden.

Bilder: Tan Danh / Erik Mclean /pexels.com