Schadstoffe und Wohngifte in den eigenen vier Wänden analysieren und ausfindig machen

Bild von ErikaWittlieb auf Pixabay

Die Umwelt in der wir uns im Freien aufhalten, ist durch eine hohe Anzahl an unterschiedlichen Schadstoffen mittlerweile stark belastet. Besonders in Ballungsgebieten mit einem hohen Verkehrsaufkommen ist allein die Feinstaubbelastung um ein Vielfaches höher als beispielsweise auf dem Land. Dort wiederum verstecken sich dann ganz andere Gifte in der Umwelt durch Düngungen von Feldern und im Trinkwasser beispielsweise. Industrie und Wirtschaft in der näheren Umgebung des Wohnortes selbst und dann zu guter Letzt ihr Übriges hinzu. Doch, was verbirgt sich innerhalb unserer Wohnung an Schadstoffen? Sind wir in unseren eigenen vier Wänden überhaupt noch sicher vor Wohngiften und wo genau verstecken sie sich im Einzelnen?

Die Farbe an der Wand

Mittlerweile hat sich im Sektor Farbgestaltung und auch deren Zusammensetzungen in den vergangenen Jahren so einiges getan. Denn die atmungsaktiven Farben und auch die wasserlöslichen Farben sind es, die heutzutage hauptsächlich genutzt werden. Doch noch immer gibt es reichlich Farben, die nur bei offenen Fenstern und Türen in Innenbereichen genutzt werden können. Aus dem einfachen Grund, weil ihre Ausdünstungen für unsere Atemwege höchst gefährlich und stark ätzend sein können. Besonders dichte und zähflüssige Lacke für Heizkörper, Fensterrahmen und bei anderen Lackierungen für Türen und Rahmen, sind am häufigsten davon betroffen. Ihre Zusammensetzungen sind für unsere Lungen und Bronchien nicht gerade gut und, wer diese Farben nutzt bei geschlossenen Fenstern und Türen, läuft Gefahr sich Stück für Stück zu vergiften. Da die Ausdünstung dieser Farben einen sehr langen Zeitraum in Anspruch nehmen, klagen viele Betroffene oftmals über Kopf- und Halsschmerzen und andere Leiden, wenn sie sich einen gewissen Zeitraum in diesen Räumen aufhalten. Nur die wenigsten denken dabei daran, dass dies an der Ausdünstung der Farbe liegt. Also ist es demnach besser, immer entweder Farben auszusuchen, die atmungsaktiv und gesund sind zu nutzen oder einen längeren Zeitraum einzuplanen, bevor man tatsächlich dann einziehen möchte.

Asbest darf nicht sein

Dass asbesthaltige Rohstoffe und Werkstoffe bei Baumaterialien höchst krebserregend sein können und definitiv die Gesundheit gefährden, wurde schon vor langer Zeit erkannt und besonders in Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden wurden Deckenplatten und Verkleidungen jeglicher Art, die als Bestandteil Asbest in sich trugen vollständig verbannt und abgebaut. Doch noch immer können Bestandteile des Asbestes in verschiedenen Baumaterialien schlummern. Bei Baumaßnahmen innerhalb eines Hauses oder einer Wohnung grundlegend darauf achten, dass im Material selbst kein Asbest vorhanden ist. Wohngifte können sich wie diese prima in allen Ecken der eigenen vier Wände unbemerkt über Jahrzehnte hinweg verbergen, ohne, dass wir sie wahrnehmen, geschweige denn überhaupt bei diversen Erkrankungen diese sogar darauf zurückführen können. Weiteres Wissenswertes über die Probleme durch Wohngifte sollten auf jeden Fall aufgegriffen und erfolgreich angegangen werden, damit ein gesundes Wohnen in den eigenen vier Wänden möglich ist.

Dämmmaterialien – gesundheitsgefährdend?

Noch immer werden als Dämmmaterialien in der Regel oftmals mit Schadstoffen belastete Materialien und Baustoffe verwendet. Doch auch Alternativen sind mittlerweile als Dämmmaterialien auf dem Markt, die aus Naturprodukten zum Teil sind. Glaswolle oder auch Steinwolle so wie auch Mineralwolle finden immer mehr Einsatz zur Dämmung in allen Bereichen des Hauses. Die Glaswolle beispielsweise besteht in der Regel zu 70 Prozent aus Altglas, Soda und Quarzsand. Nach der Behandlung des Stoffs ist die Glaswolle unentbehrlich zur Dämmung, da sie niemals an ihrer ursprünglichen Struktur verliert und keine thermische Ausdehnung hervorbringt. Als Matte und Unterlage ist das Material prima komprimierbar und selbst beim Transport allein lässt sich die Wolle sehr gut verstauen und transportieren, da sie zudem auch ein sehr geringes Eigengewicht aufweist. Der Hauptgrund allerdings, warum diese Mineralwollen genutzt werden beim Hausbau und bei Dämmarbeiten ist, dass sie nicht brennbar ist. Sie ist weder anfällig für Schimmelbildung, noch verrottet sie leicht. Fäulnisbildung hat hierbei keine Chance und auch Vögel oder Nager finden die Wolle als Unterschlupf nicht gerade anziehend. Vorsicht sollte man allerdings dennoch walten lassen, wenn das Material verarbeitet wird. Juckreiz und Hautirritationen können durch die winzigen Mikropartikel der Faser entstehen und sich im Laufe der Zeit sogar verschlimmern. Die Staubbelastung beim Verarbeiten ist nicht gerade gering und für Schleimhäute, Lunge und Bronchien sollte ein Atemschutz oder Mundschutz getragen werden. Das Schneiden und Zersägen der Wolle sollte also immer mit der richtigen Schutzausrüstung vorgenommen werden. Grundlegend ist die Verarbeitung der Glaswolle an sich sehr gefährlich für die Gesundheit und nicht das Produkt als solches, wenn es denn einmal fertig angebracht ist. Die unsichtbaren aber atembaren Fasern in Mineralwolle-Dämmstoffen können wie alle anderen Arten von Fasern krebserregend sein. Zu hohe Konzentrationen in der Atemluft selbst und dazu die unsachgemäße Anwendung bei der Verarbeitung erst macht diese Wolle so gefährlich für uns.

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