Reinigung eines Transformators – es gilt Folgendes zu beachten

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Damit Transformatoren funktionstüchtig bleiben, müssen sie ab und zu gereinigt werden. Denn nur eine regelmäßige Reinigung von Ablagerungen und Staub kann garantieren, dass es nicht zu Schäden oder gar einem Ausfall kommt. Je mehr Verschmutzungen sich auf dem Transformator ablagern, desto höher ist das Risiko einer gefährlichen Wärmeentwicklung. Sogar Brände können nicht ausgeschlossen werden.

Natürlich wollen wir nicht, dass Ihnen das bei Ihrem Transformator passiert. Aus diesem Grund zeigen wir Ihnen in diesem Artikel, was Sie bei der Reinigung eines Transformators beachten müssen. In einigen Fällen reicht eine Reinigung jedoch nicht mehr aus und Sie sollten sich um einen Neukauf kümmern. Dafür wenden Sie sich am besten an einen renommierten Transformatorenhersteller. Schließlich wollen Sie mit Sicherheit die bestmögliche Qualität.

Nassreinigung als bewährte Reinigungsmethode

Es gibt einige Methoden zur Reinigung eines Transformators. Am besten ist aber unumstritten die Nassreinigung. Die Reinigungsmethode eignet sich sowohl für Gießharz- als auch Öltransformatoren. Bei dem Verfahren kommen hauptsächlich Reinigungsmittel zum Einsatz, die auf Kohlenwasserstoff basieren. Diese haben den Vorteil, dass die Trocknung beinahe überflüssig ist. Der Transformator kann also kurze Zeit nach der Reinigung wieder angemacht werden und ist voll betriebsbereit.

Eine Nassreinigung hat jedoch noch weitere Vorteile. Ein grundlegender Vorteil ist, dass sich auf diese Weise auch der Schmutz aus engen Ritzen und Spalten lösen lässt. Er wird einfach oberflächenschonend herausgespült. Auf diese Weise lassen sich sogar hartnäckige Verschmutzungen lösen. Derartige Verschmutzen kommen unter anderem in der Getränkeindustrie vor. In solchen Fällen führt ohnehin nichts um eine Nassreinigung herum. Nassreinigungen werden von unterschiedlichen Unternehmen angeboten. Sie können sie im Prinzip aber auch selber durchführen. Allerdings müssen Sie darauf achten, dass Sie keine Fehler machen, um den Transformator nicht zu beschädigen. Sofern Sie sich an unsere Anleitung halten, dürfte jedoch nichts schiefgehen. Gehen Sie sie am besten einfach Schritt für Schritt durch.

Anleitung zur Nassreinigung von Transformatoren

Zu Beginn müssen Sie erst einmal grobe Verunreinigungen entfernen. Und zwar nicht nur direkt beim Transformator, sondern auch in seiner unmittelbaren Umgebung. Sie sollten also auch dafür sorgen, dass Boden und Wände abgefegt werden. Saugen Sie dafür am besten einfach jeglichen losen Schmutz auf. Dadurch verhindern Sie, dass Flüssigkeit in den Boden des Transformators eindringt. Außerdem wird dadurch die Endreinigung erleichtert. Anschließend tragen sie einen Oxidlöser auf ölverschmierte Kessel- und stromführende Metallteile auf. Dieser muss circa 15 Minuten einwirken. Der Oxidlöser dient dem Entfernen von Staub, Fetten sowie Sulfidschichten. Doch auch Metallabrieb lässt sich damit zuverlässig entfernen.

Sobald Sie diese Arbeit erledigt haben, wischen Sie die Oberflächen der Kabelanschlüsse, Isolatoren und Stromschienen nach. Das dient vor allem der Reinigung von Oxidschichten. Achten Sie allerdings darauf, dass Sie nur einen fusselfreien Schwamm nutzen. Anschließend sprühen Sie einen Elektro-Vorreiniger auf die übrigen Flächen. Damit ist die Arbeit eigentlich fast erledigt. Nun kommt noch ein Hochdruckreiniger zum Einsatz. Der Druck sollte 180 bar betragen. So entfernen Sie nicht nur verbliebene Verunreinigungen und Restfeuchtigkeit, sondern auch den Vorreiniger. Abschließend müssen Sie nur noch kurz warten, bis alles vollständig getrocknet ist. Bei einer Nassreinigung braucht das aber nicht lange.