Rund um PVC Bodenfliesen und deren Verlegung

Bild von Michael Gaida auf Pixabay

Heterogene Bodenbeläge aus PVC setzen sich aus einer gefüllten Unter- und einer Nutzschicht zusammen. Die dünnere Oberschicht enthält einen PVC-Anteil von 40 bis 60 Prozent. Der untere Teil ist zu 20 bis 40 Prozent mit Füllstoffen angereichert. Eine besonders dicke und abriebfeste Oberschicht erhöht die Nutzungsdauer. Weiterhin enthalten PVC-Bodenbeläge 3 bis 10 Prozent Pigmente, Stabilisatoren und Additive sowie 10 bis 20 Prozent Weichmacher. Im Gegensatz dazu bestehen homogene PVC-Produkte komplett aus den gleichen Materialien, nämlich aus Weich-PVC, Füllstoffen und Farben.

Verschiedene Arten von PVC-Bodenbelägen

Im Grunde lassen sich Kunststoffböden wie folgt einteilen:

  • heterogene PVC-Beläge
  • homogene PVC-Beläge
  • Verbundbeläge (mit zusätzlicher Trägerschicht versehene heterogene Beläge)
  • CV-Beläge (geschäumte Produkte, die über eine strukturierte Oberfläche verfügen)

Besonderheiten von PVC-Bodenbelägen

Die vielfältige Produktpalette an PVC-Bodenbelägen führt zu ihrer großen Beliebtheit und verschiedensten Einsatzmöglichkeiten. Sie gelten sowohl als leicht verlegbar als auch antistatisch, trittsicher und wasserfest. Darüber hinaus sind diese langlebig, widerstandsfähig gegen Korrosion und kostengünstig. Weiterhin verfügt PVC über eine hohe chemische und mechanische Beständigkeit sowie ein gutes Abriebverhalten. Die Bodenbeläge lassen sich zudem wiederaufbereiten, sodass sie zur Verarbeitung neuer Produkte genutzt werden können.

PVC-Bodenbeläge: Nutzbar in zahlreichen Bereichen

Alle elastischen Beläge werden in Beanspruchungsklassen nach DIN EN ISO 10874 eingestuft. Unterschieden wird bei der Herstellung außerdem nach dem Einsatzbereich wie Industrie, Gewerbe und Wohnen. Verstärkt kommen PVC-Bodenbeläge aufgrund ihrer hohen Strapazierfähigkeit in Lagerhallen und Fabriken zum Einsatz, die schweren Lasten ausgesetzt sind. Immer öfter verlegt man sie auch in Wohnbereichen, besonders in der Küche oder dem Bad. Vorteilhaft im Haushalt ist, dass herunterfallende Gegenstände weich abgefangen werden. Darüber hinaus lassen sich Schäden am Boden leicht preiswert ausbessern. Empfehlenswert ist PVC auch für Allergiker. Seine besonderen hygienischen Eigenschaften prädestiniert es beispielsweise für Krankenhäuser und Labore. Da sich die Böden durch Aufbiegen an der Wand nahtlos zu einer Art Wanne formen lassen, können sich weder Keime noch Schmutz in hohem Maß ansiedeln.

Oberflächenschutz für den PVC-Boden

Es gibt zahlreiche Produkte auf dem Markt, die mit einem sogenannten Oberflächenfinish im Angebot stehen. Dieses erhöht laut Herstellern die Haltbarkeit eines PVC-Bodens. Zum einen werden Beschichtungen aus unverdünntem Polyurethan (PUR) herangezogen. Zum anderen finden sich wasserbasierte Überzüge aus PUR, die unter Zuhilfenahme von Wärme oder UV-Licht ausgehärtet werden. Der synthetisch hergestellte Kunststoff ist für seine gute Beständigkeit gegen Witterungseinflüsse, Chemikalien und Lösungsmittel bekannt. Wird PVC mit Polyurethan behandelt, hält er auch langen Nässeperioden stand und verfügt über Resistenz gegen Absatz- und Schuhverstrichungen.

Flexi-Tile-Produkte

Online stehen viele Informationen über die verschiedenen Modelle und ihre Einsatzmöglichkeiten bereit. Immer mehr Verbreitung finden Flexi-Tile-Produkte, die die Umweltbelastung verringern, strapazierfähig und einfach verlegbar sind. Sie eignen sich bestens für Industrie-, Messe-, Gewerbe-, Werkstatt- und Garagenböden. Flexi-Tile stellt eine kostensparende Alternative unter anderem zur Epoxidharzbeschichtung dar, die zum Beispiel bei OSB Spanplatten zur Witterungsbeständigkeit eingesetzt wird. Durch das fortschrittliche Klicksystem, wobei die einzelnen PVC-Fliesen ineinandergreifen, lassen sich die Bodenplatten sehr einfach verlegen. Spezielle Werkzeuge sind ebenso wenig erforderlich wie in den meisten Fällen eine Verklebung.

Wie gestaltet sich das Verlegen von PVC-Fliesen?

Im Prinzip verläuft das Verlegen von PVC-Fliesen ähnlich wie bei Keramikfliesen. Wer die Besonderheiten ersterer berücksichtigt, wird ein sauberes und fachgerechtes Ergebnis erreichen. Gleich, ob die zu verlegenden Produkte selbstklebend oder nicht sind, von Wichtigkeit ist, dass der Untergrund sauber und trocken ist. Darüber hinaus sollten Unebenheiten mit handelsüblicher Ausgleichs- oder Nivelliermasse ausgeglichen werden. Wichtig ist, dass diese vollständig ausgehärtet ist, bevor man mit der Verlegung beginnt.

Im nächsten Schritt ist die Raummitte zu bestimmen, denn mit der Verlegungsarbeit wird immer mittig begonnen. Am besten nutzt man eine Schnur von den jeweils gegenüberliegenden Ecken, deren Schnitt- auch der Mittelpunkt ist. Hat man diesen herausgefunden, werden entweder vier Fliesen oder eine lose mittig verlegt. Die Variante, die möglicherweise eine vollständige letzte Reihe ohne Zuschneiden ermöglicht, sollte bevorzugt werden.

Sind die PVC-Fliesen zum Verkleben, wird ein spezieller Klebstoff genutzt, der meist aus zwei Komponenten angerührt wird. Danach trägt man ihn auf den Boden auf und kämmt Stege mit der Zahntraufel hinein. Nun legt man die Teile sorgfältig Stoß an Stoß, drückt sie an und rollt mit einem Roller die Fliesen gleichmäßig in den Kleber. Wer sich für die selbstklebende Version entschieden hat, braucht anstatt der Aufbringung des Klebers nur den Schutz abzuziehen. Bei der letzten Reihe sollte man eine Dehnungsfuge von etwa 1mm einplanen. Mit einer Sockelleiste lässt sie sich später leicht abdecken.

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