Hansdampf in allen Gassen – der Dampfreiniger

Ein Dampfreiniger ist nicht nur im Haushalt, sondern auch für Heimwerker ein vielseitiges Werkzeug. Doch es ist auch Vorsicht geboten mit dem Tausendsassa, denn es ist heißer Dampf, der hier zum Einsatz kommt. Und dieser kann auch Schaden anrichten. Wer bei der Anwendung ein paar Dinge beachtet und das richtige Zubehör benutzt, muss sich hinterher nicht ärgern, weil etwas kaputt gegangen ist. Für Heimwerker ist der Dampfreiniger ein praktischer kleiner Helfer, wenn es darum geht Tapeten zu entfernen. Doch das Gerät kann noch viel mehr.

Schnelle Sauberkeit am und im Auto

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Manchmal hilft es einfach nichts – und es ist wieder mal Zeit, ein wenig Ordnung und sauber zu machen. Das Auto steht dabei regelmäßig auf der Liste der Heimwerker. Dabei vernachlässigen viele, wie empfindlich Felgen sein können. Sie bekommen hässliche Flecken von den ansonsten sehr nützlichen Reinigungsmitteln. Da hilft meistens nur noch der Hochdruckreiniger in der Waschstraße. Zu Hause dauert es oft viele Stunden, bis die Felgen wieder in neuem Glanz erstrahlen. Hier ist ein Dampfreiniger eine wirklich große Hilfe, vor allem wenn er über eine Punktstrahldüse verfügt. Dann dauert die Felgenreinigung nur wenige Minuten.

Auch im Fahrzeuginnenraum muss meistens ein Profi ran. Gerade im Fußraum sitzt oft sehr hartnäckiger Schmutz, insbesondere die Plastikteile lassen sich nur sehr schwer reinigen. Mit dem Lappen ist langes Schrubben angesagt, damit es einigermaßen gut aussieht. Hier können spezielle Lappen helfen, die besonders für diesen Einsatz konzipiert sind. Der Dampfreiniger macht diese Teile ebenfalls schonend sauber, wenn sich die Dampfstufe regulieren lässt. Damit die Plastikteile keinen Schaden nehmen, ist eine Reinigung auf sehr niedriger Stufe notwendig.

Mit Dampf in die kleinsten Ritzen

Am Haus sind Außentüren, Fenster und auch das Garagentor konstant der Witterung ausgesetzt. Mit der Zeit kommt es zu starken Verschmutzungen. Insbesondere in den Rillen setzt sich der Schmutz fest. Dort ist er nur sehr schwer wieder zu entfernen. Gerade bei den Fenstern ist es wichtig, die Rillen frei von Schmutz zu halten. Sie haben integrierte Ablaufrinnen, damit das Wasser ablaufen kann und nicht im Rahmen stehen bleibt. Diese Stellen gründlich zu reinigen, ist meistens eine echte Herausforderung, da aggressive Reinigungsmittel mehr schaden als nutzen. Sie können Dichtungen angreifen und unbrauchbar machen. Mit einem Dampfreiniger ist der Dreck in den Ablaufrinnen schnell beseitigt. Das gilt auch für die Außentür. Dafür ist lediglich eine Punktstrahldüse notwendig.

Beim Garagentor stellt sich das gleiche Problem, doch sind die Abmessungen etwas anders, sodass hier ein größeres Gerät, das mehr als einen Liter Wasser fasst, sinnvoll ist. Ein Verlängerungsstück für die Punktstrahldüse kann die Arbeit wesentlich erleichtern. Damit sind auch die oberen Ecken leicht erreichbar. Vorsicht ist geboten, wenn es sich um ein altes Holz-Garagen-Tor handelt. Durch Hitze und Druck kann sich die Farbe vom Holz lösen. Das Tor wird dann zwar super sauber, allerdings ist anschließend ein neuer Anstrich notwendig.

Fugen wieder wie neu – ohne aufwendiges Schrubben oder Schleifen

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Die Fugen im Badezimmer sind für viele ein großes Ärgernis. Mit der Zeit verfärbt der Schmutz die hellen Fugen. Hier helfen meistens nur noch eine Bürste und kräftiges Schrubben. Diese Arbeit kann der Dampfreiniger wesentlich erleichtern, allerdings nicht erst, wenn alles schon so richtig verkrustet ist. Dann hilft nur noch erneuern. Auch bei leichtem Schimmelbefall ist der Dampfreiniger eine große Hilfe. Starker Schimmelbefall beseitigt allerdings auch der beste Dampfreiniger nicht. Wichtig ist in diesem Bereich, die Fugen anschließend sehr gut trocknen zu lassen.

Auch die Armaturen im Bad lassen sich schnell und einfach reinigen. Häufig haben sie kleine Rillen, in denen sich mit der Zeit sehr viel Schmutz ansammelt. Am Abfluss entstehen durch Kalk und Zahncreme oft auch hässliche Verfärbungen, die sich mit Dampf leicht beseitigen lassen. Dabei sind die sonst üblichen aggressiven Reinigungsmittel nicht notwendig. Sie greifen nur unnötigerweise die Oberflächenstruktur des Waschbeckens, die Verchromung an den Armaturen und auch die Gesundheit an. Mit der Punktstrahldüse lässt sich der Schmutz einfach wegspülen.

Ein weiteres großes Ärgernis – die Dunstabzugshaube

Bei der Dunstabzugshaube ist es regelmäßig notwendig, die Filter zu reinigen oder auszutauschen. Bei dieser Gelegenheit findet meistens auch eine große Reinigung dieser Geräte statt. Gerade die schwer zugänglichen Stellen, die nicht so regelmäßig sauber gemacht werden, brauchen hier eine Spezialbehandlung, die oft langwierig ist. Der Dampfreiniger kann hier sehr hilfreich sein. Mit der Punktstrahldüse lösen sich auch hartnäckige Fettverschmutzungen sehr leicht. Mit der Handdüse und einem Mikrofasertuch werden auch größere Edelstahlflächen wieder hygienisch sauber.

Vorsicht bei verschiedenen Materialien

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Der Dampfreiniger ist wirklich ein kleiner Tausendsassa, der in Haushalt und Werkstatt einen festen Platz haben sollte. Er ist allerdings nicht für den Universaleinsatz geeignet. Bei falscher Handhabung kann es zu Schäden kommen, die sich nicht so leicht reparieren lassen.

Holz- oder Laminatböden sind so ein Fall. Sie reagieren sehr empfindlich auf Wasser und Feuchtigkeit. Im schlimmsten Fall können sich sogar Verklebungen lösen. Wenn der Dampfreiniger hier zum Einsatz kommt, sollte er auf der niedrigsten Stufe eingestellt sein und die Bodendüse sollte gleich mit zwei oder drei Tüchern überzogen sein, damit die Feuchtigkeit schnell aufgesaugt wird.

Bei anderen Bodenbelägen, wie Teppich oder Linoleum, ist nicht minder Vorsicht geboten. Auch hier kann der heiße Dampf Verklebungen lösen oder zu Wellenschlag im Bodenbelag führen. Hier ist ebenfalls eine sorgsame Behandlung wichtig. Diese Bodenbeläge vertragen normalerweise etwas mehr Wasser, doch die Hitze ist schädlich.