Professionelle Ergebnisse mit Lackierpistolen

 Bild von Capri23auto auf Pixabay

Es gibt zahlreiche Anwendungsfälle, bei denen eine gleichmäßige Lackierung der Oberfläche besonders wichtig ist. Größere Flächen können wesentlich gleichmäßiger mit einer Lackierpistole lackiert werden, als mit einem Pinsel oder einer Rolle. Mit einer Lackierpistole lassen sich sowohl Lacke als auch Dispersionsfarben gleichmäßig auf ein Werkstück auftragen. Je nach Verwendungszweck werden auch die Bezeichnungen Sprühpistole, Spritzpistole, Farbspritzpistole oder Farbpistole benutzt. Nicht zu verwechseln hingegen sind Lackierpistolen mit Airbrushpistolen. Diese sind meist wesentlich kleiner und kommen bei künstlerischen Arbeiten zum Einsatz.

Funktionsprinzip

Das verwendete Material (Lacke oder Farben) kann mit der Lackierpistole auf das jeweilige Werkstück aufgetragen werden. Dies geschieht mittels Druckluft aus einem Kompressor oder einer Pumpe. Die Farbe bzw. der Lack wird bei diesem Vorgang durch einen Druckunterschied in kleine Partikel zerstäubt. Diese Partikel lagern sich beim Auftragen auf dem zu bearbeitenden Werkstück ab und lassen einen gleichmäßigen Oberflächenfilm entstehen. Im Gegensatz zum Auftragen des Materials mittels Pinsel oder Farbrollen wird so eine deutlich effizientere Arbeitsweise möglich. Zudem ist der Farbauftrag gleichmäßiger und die Verwendung einer Lackierpistole wesentlich effizienter. Die Weise wie der Druckunterschied erzeugt wird und die Farbe bzw. die Lacke auf die Oberfläche gelangen kann dabei auf unterschiedliche Arten erfolgen.

Welche Lackierpistole?

Lackierpistolen gibt es in unterschiedlichen Varianten und Ausführungen. Einfache Modelle für den gelegentlichen Betrieb sind bereits ab 30 Euro zu haben. Wer jedoch regelmäßig Lackierarbeiten durchführen möchte, ist mit Geräten in der mittleren Preiskategorie gut beraten. Beim Kauf einer Lackierpistole sollte man einige Dinge beachten. Um möglichst flexibel mit der Pistole arbeiten zu können, empfiehlt es sich darauf zu achten, dass verschiedene Düsenaufsätze verwendet werden können. Weiterhin ist es empfehlenswert, wenn sich das Gerät möglichst einfach auseinandernehmen und reinigen lässt. Einen Vergleich verschiedener am Markt erhältlicher Modelle findet man beispielsweise auf https://www.lackierpistole.org/ im Netz. Weiterhin ist vor allem das Zubehör entscheidend für ein sicheres Arbeiten mit einer Lackierpistole.

Passendes Zubehör:

  • Atemschutzmaske
  • Schleifpapier und Nassschleifpapier
  • Grundierung
  • Farbe
  • Klarlack
  • Silikonentferner
  • Polierpaste
  • Lappen

Weiterhin ist für den Betrieb einer Lackierpistole ein Kompressor notwendig, mit welchem der nötige Druck aufgebaut wird.

Was gilt es beim Lackieren mit der Lackierpistole zu beachten?

Um ein möglichst gutes Endergebnis zu erzielen, müssen einige Aspekte beachtet werden. Zunächst einmal sollten die zu lackierenden Oberflächen gründlich gereinigt werden. Mit einem Lappen und Silikonentferner kann das Material gründlich gesäubert werden. Danach werden die Oberflächen mit Schleifpapier abgeschliffen bis sie matt sind. Anschließend kann die Grundierung in zwei oder drei, bei Bedarf auch mehreren Schichten aufgetragen werden. Anschließend sollten die Materialien einige Stunden trocknen. Nach dem Trocknungsprozess kann es mit dem Nassschleifpapier an den Feinschliff gehen. Der Feinschliff ist erst dann komplett, wenn die Oberfläche komplett glatt ist. Sobald dies der Fall ist, sollte die Fläche nochmals mit Silikonreiniger gründlich gesäubert und vom Staub befreit werden, bevor es an das eigentliche Lackieren geht.

Die Farbe oder der Lack kann jetzt mit der Lackierpistole in mehreren Schichten auf die Oberfläche aufgetragen werden. Dabei empfiehlt sich ein Abstand zum Werkstück von etwa 20 cm, um einen möglichst gleichmäßigen Auftrag zu erhalten. Beim Lackieren selbst ist darauf zu achten, dass die Pistole in gleichmäßigen bahnen über die Oberfläche bewegt wird. Zwischen den einzelnen Schichten sollten einige Minuten Pause eingelegt werden. Wenn der Lackiervorgang beendet ist, sollte das Material einige Stunden trocknen. Nach diesem Trocknungsvorgang kann die Oberfläche noch ein mal mit feinem Nassschleifpapier geglättet und mit Silikonreiniger gesäubert werden. Ganz am Ende empfiehlt es sich, eine schützende Klarlack-Schicht über die Farbe aufzutragen, die als Versiegelung dient.

Tipps und Hinweise

  • Beim Lackieren sollte darauf geachtet werden, dass die Umgebungstemperatur nicht zu kalt ist. Nur dann kann der Lack auch ordentlich einziehen.
  • Eine weitestgehend staubfreie Umgebung erleichtert das Lackieren ungemein. So wird auch sichergestellt, dass sich kein Staub auf die lackierten Oberflächen absetzen kann.
  • Ohne das Tragen einer Atemschutzmaske sollte auch im freien nicht mit einer Lackierpistole gearbeitet werden.
  • Die Geschwindigkeit, mit welcher die Pistole über das Werkstück geführt wird, entscheidet neben der Einstellung der Pistole maßgeblich über den Farbauftrag. Je langsamer die Pistole bewegt wird, desto mehr Lack wird aufgetragen und umgekehrt.
  • Je glatter die zu lackierende Oberfläche ist, desto besser fällt das Endergebnis aus.
  • Übung macht den Meister. Gerade wenn zum ersten Mal mit einer Lackierpistole gearbeitet wird, ist es ratsam sich zunächst an einer Oberfläche zu versuchen, bei der ein paar Fehler nicht stören. Erst mit etwas Übung sollte man sich an richtige Projekte wagen.

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