Kalender für Hand- und Heimwerker: Organisationstools für Bau, Sanierung und Instandhaltung

Als leidenschaftlicher Hand- und Heimwerker gibt es immer etwas zu tun. Einige Arbeiten fallen regelmäßig an, andere spontan. Damit keine wichtigen Termine in Haus und Garten mehr übersehen werden, gibt es spezielle Kalender zu kaufen.

Klassischer Handwerker-Kalender: Das macht ihn aus

Der klassische Handwerker-Kalender wurde speziell für Handwerksbetriebe gestaltet. Darin können der Meister und sein Team alle wichtigen Termine planen. Auf den ersten Blick sehen die Handwerker-Kalender genauso aus wie herkömmliche Terminplaner. Allerdings verbergen sich im Inneren einige zusätzliche Kategorien und Seiten.

Damit können folgende Arbeiten geplant werden:

  • Wartung
  • Reparatur
  • Inspektion
  • Sanierung

Wartung

Eine regelmäßige Wartung ist bei vielen Maschinen und Anlagen notwendig, um ihre Sicherheit zu gewährleisten. Außerdem wird durch die Überprüfung garantiert, dass ein Gerät im perfekten Zustand läuft. Dadurch kommt es zu weniger Schäden, Un- und Ausfällen. Der Fachmann unterscheidet 5 verschiedene Arten von Wartungen:

  • Korrigierende
  • Vorausschauende
  • Vorbeugende
  • Bedingte vorbeugende
  • Systematisch vorbeugende

Handwerker übernehmen die Wartung entweder in den Intervallen, die der jeweilige Hersteller des Gerätes vorgibt oder entsprechend den eigenen Erfahrungswerten. Damit keine Termine für die Wartung übersehen werden, trägt der Zuständige sich die Daten in seinen Handwerker-Kalender ein.

Reparatur

Bei Reparaturen werden vom Handwerker Schäden und Mängel beseitigt. Eine Reparatur ist für gewöhnlich nicht über einen langen Zeitraum im Voraus zu planen. Normalerweise fallen Schäden kurzfristig an und sollten schnellstmöglich behoben werden. Der Handwerker kann sich in seinem Kalender nicht nur die Termine eintragen, sondern in der Reparaturliste zudem notieren, welche Werkzeuge und anderen Utensilien er zum Einsatz mitbringen muss. Natürlich ist zudem Platz für weitere Informationen beispielsweise zur Anfahrt, dem Preis etc. Sowohl Wartung als auch Reparatur fallen unter den Überbegriff der Instandhaltung. Dazu gibt es eine entsprechende DIN-Vorschrift, die DIN 31051.

Inspektion

Manche Anlagen müssen regelmäßig besucht und überprüft werden. Dabei wird der Ist-Zustand kontrolliert. Außerdem werden sich mögliche Abnutzungen angesehen und deren Ursache geklärt. Auf Basis der Inspektion können weitere Instandhaltungsmaßnahmen angestoßen werden. Die Inspektionstermine sind normalerweise lange im Voraus bekannt und können langfristig im Handwerker-Kalender geplant werden.

Sanierung

Sanierungen erfordern normalerweise umfangreiche Maßnahmen, weil dabei ein Schaden oder mehrere Schäden behoben werden müssen. Im Gegensatz zur Renovierung handelt es sich nicht nur um einen kosmetischen Eingriff, der das Aussehen der Immobilie verbessern soll. Sanierungen sind in der Regel umfangreicher als eine Reparatur und nehmen auch mehr Zeit in Anspruch. Im Handwerker-Kalender liegt für Sanierungen ebenfalls eine eigene Liste bei.

Nicht nur die professionellen Handwerker profitieren von einem Handwerker-Kalender. Auch für private Haushalte, in denen viel Technik verbaut wurde, kann sich ein Handwerker-Kalender lohnen. Alternativ lassen sich die Termine im kleineren Umfang aber zudem im normalen Hausgebrauchs-Planer vermerken.

Handwerker-Kalender: Digital oder analog?

Handwerker-Kalender gibt es in zwei Kategorien: analog oder digital.

Analoge Kalender werden mit der Hand geführt. Sie lassen sich unabhängig von der Stromzufuhr und dem Internet nutzen. Es braucht kein Ladegerät und auch Hacker haben keinen Zugriff auf das Adressbuch und die Daten. Ist ein Handwerker international im Einsatz, dann funktioniert der handschriftliche Kalender egal, wo er sich gerade befindet.

Dagegen hat natürlich auch das digitale Modell seine Vorteile. Die Termine lassen sich mit anderen Menschen teilen. Handwerker können von verschiedenen Geräten auf den Kalender zugreifen. Zusätzliche Hilfsmittel stellen die Funktionen dar, die verbaut sind. So besitzen eigentlich alle digitalen Handwerker-Kalender eine Erinnerungsfunktion. Die Möglichkeit Serientermine zu erstellen, spart jede Menge Zeit ein. Falls das Smartphone mit dem Handwerker-Kalender verloren oder kaputt geht, lassen sich die Aufzeichnungen normalerweise wieder herstellen. Ist ein analoger Kalender weg, dann sind die Inhalte oftmals für immer verloren.

Das Unternehmen Craftboxx hat zwischenzeitlich eine eigene Planer-App speziell für Handwerker herausgebracht. Die Applikation verfügt die gewohnten Kalender-Funktionen, wie sie beispielsweise auch bei Google oder Outlook vorhanden sind. Zusätzlich kann man die Termine aber mit Aufträgen verbinden und dabei auch gleich die notwendigen Dokumente hinterlegen. Die Stammdaten der Kunden können ebenfalls direkt mit dem Auftrag verknüpft werden. Die App kann bereits ab 9,50 Euro pro Monat genutzt werden.

Ob ein Handwerker lieber einen digitalen oder analogen Kalender pflegt, ist Typ-Sache. Beide Optionen bringen ihre Vor- und Nachteile mit sich.

Wer sich für einen Kalender aus Papier entscheidet, der sollte auf einen robusten, schmutz- und wasserabweisenden Einband und eine praktische Größe achten. Viele Handwerker-Kalender sind im Format A6 gehalten. Damit sind sie zwar gut lesbar, aber passen dennoch in jede Tasche.

Fotokalender zur Erinnerung an das Bauprojekt

Weniger für die Zukunftsplanung als mehr für die Rückschau auf Bau, Renovierung oder Sanierung dienen Fotokalender. Es existieren verschiedene Anbieter, bei denen Kunden ihre eigenen Kalender selbst kreieren können. Mit den Fotokalendern Marke Eigenbau kann der Heimwerker nicht nur seinen Erfolg Revue passieren lassen, er kann ihn auch Freunden, Verwandten und Kollegen stolz präsentieren.

Die Bilder der Bauabschnitte

Damit ein eindrucksvoller Fotokalender des Hausbaus, der Badsanierung oder der Treppenhaus-Renovierung entsteht, braucht es Bilder. Aufnahmen in ordentlicher Qualität sind das A und O. Von Fotokalender.com stammt der Tipp, die Kamera immer an derselben Stelle zu platzieren. Am besten wird der Standort markiert, sodass an unterschiedlichen Tagen die Aufnahmen aus der exakt gleichen Perspektive gelingen. Dadurch entsteht ein perfekter Vorher-Nachher-Effekt.

Es ist außerdem darauf zu achten, dass die Lichtverhältnisse ausreichend sind. Die Profis raten dazu, Tageslicht zu verwenden. Denn der Einsatz von Lampen in der Fotografie sollte beherrscht werden. Nur so gelingen attraktive Schnappschüsse.

Aufbau und Beschriftung der Kalenderseiten

Damit das Bauprojekt auf dem Fotokalender auch gut zur Geltung kommt, sollten die Fotos in chronologischer Reihenfolge eingefügt werden. Beim Hausbau ist zunächst ein Bild des freien Feldes empfehlenswert. Die letzte Kalenderseite ziert dann ein Schnappschuss des fertigen Hauses am Einzugstag. Die 10 dazwischenliegenden Blätter werden mit prägnanten Fotos der Zwischenschritte gefüllt. Wichtig ist, dass die Unterschiede zwischen den einzelnen Bildern auf den ersten Blick erkennbar sind. Nur so gelingt ein echter Wow-Effekt.

Anfangs sind die einzelnen Bauphasen noch in Erinnerung. Doch was ist, wenn der Bauherr in 20 Jahren auf den Hausbau zurückblickt? Dann ist oft nicht mehr klar, in welchem Monat die Fenster eingebaut oder das Dach gedeckt wurden. Deshalb ist es sinnvoll, die einzelnen Bilder im Fotokalender mit einem Datum zu versehen. Wer möchte, der kann zusätzlich noch die wichtigsten Highlights des Monats oder Bauabschnitts mit einem kleinen Text hinzufügen.

Ein solcher Fotokalender ist eine wunderbare Erinnerung an das Bauprojekt, auf das man selbst Jahrzehnte später gerne zurückblickt.