Anleitung und Rezept: Terra preta selbst herstellen

Die Terra preta (schwarze Erde) wurde ursprünglich in Südamerika von den Indios erfunden und eingesetzt, um unfruchtbare Böden fruchtbar zu machen. Man sagt sogar, dass die von den Indios im Amazonasgebiet verwendete Terra preta noch viele Jahrhunderte nach der Ausbringung eine reiche Ernte bringt.
Des weiteren wird dieser besonderen Erde nachgesagt, dass die Pflanzen resistenter gegenüber Schädlingen werden.


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Zudem soll die schwarze Erde vor Erosion bzw. dem Auswaschen von Nährstoffen aus dem Boden schützen, da die Nährstoffe in der verwendeten Holzkohle gebunden sind. Das original Rezept der Terra preta kennt niemand. Doch es gibt einige Rezepte bzw. Mixturen, die der Terra preta der Indios sehr nahe kommen. Im Prinzip ist das Terra preta selbst herstellen gar nicht so schwierig. Die Zutaten für die Rezepturen sind im Fachhandel erhältlich. Im Folgenden werden einige Rezepte vorgestellt, wie man Terra preta selber machen kann.

Terra Preta selber herstellen für die Landwirtschaft

Man kann die schwarze Erde mit Hilfe von Holzkohle, Gülle und EM (effektive Mikroorganismen herstellen). Zur Herstellung der Terra preta benötigt man ca. 10 % Holzkohle. Wichtig ist, dass die verwendete Holzkohle schadstofffrei ist, da die Schadstoffe ansonsten in den Boden gelangen und dort lange Zeit gebunden werden. Auf 1000L Gülle kommen ca. 80 L Holzkohle. Die Holzkohle wird in die Gülle eingerührt. Dazu werden noch EM (effektive Mikroorganismen) gegeben, die aus einer Mischung aus Pilzen, Bakterien und Hefen bestehen. Die Mikroorganismen sorgen dafür, dass die Nährstoffe an die Holzkohle gebunden werden. Die EM sind im Fachhandel erhältlich. Bei mehrmaligen Aufbringen der Terra preta wird eine fruchtbare Schicht aufgebaut, bei der die Nährstoffe nicht ausgeschwemmt werden, da diese in der Holzkohle gebunden sind.


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Terra preta für den Garten herstellen

Hobbygärtner werden wahrscheinlich nicht im Besitz von Gülle sein. Trotzdem kann man Terra preta selber herstellen. Anstelle der Gülle kann man auch zerkleinerte Küchenabfälle verwenden, die man mit ca. 10% Holzkohle vermischt. Dieser Mischung setzt man etwas Steinmehl hinzu, so dass diese mit Mineralstoffen angereichert wird. Des weiteren benötigt man noch EM (effektive Mikroorganismen), die gewährleisten, dass die Nährstoffe von der Holzkohle gebunden werden. Diese Mischung wird nun ca. 14 Tage unter Luftabschluss gelagert, damit die Fermentation einsetzt. Anschließend bringt man die Terra preta in die Gartenerde aus und bedeckt diese mit gewöhnlicher Gartenerde. Die noch frische Terra preta sollte ca. ein halbes Jahr lang vor Regen geschützt werden, Dazu kann man die betreffende Stelle im Garten mit Folie abdecken.

Alle Angaben ohne Gewähr! Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Mischung bzw. Mischungsverhältnisse der Terra preta übernommen!

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