KfW-Effizienzhäuser: Förderungen clever nutzen

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Bildnachweis:  Fotolia.com #81654750 | Urheber: Romolo Tavani

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert besonders energieeffiziente Neubauten, die bestimmten Standards entsprechen. Insgesamt gibt es drei förderwürdige Typen von KfW-Effizienzhäusern: das KfW-Effizienzhaus 55, 40 und 40 Plus. Hier erfahren Sie,

  • welche Charakteristika ein KfW-Effizienzhaus aufweist,
  • wo die Vor- und Nachteile der energieeffizienten Häuser liegen,
  • welche Typen von KfW-Effizienzhäusern en détail unterschieden werden und
  • welche Fördermaßnahmen die KfW bereitstellt.

Was zeichnet ein KfW-Effizienzhaus aus?

KfW-Effizienzhäuser verbrauchen besonders wenig Energie. Als Maßstab für die Energieeffizienz eines KfW-Hauses werden dabei zwei Punkte herangezogen: der Jahresprimärenergiebedarf und der Transmissionswärmeverlust.

1.Jahresprimärenergiebedarf: Der Jahresprimärenergiebedarf eines Hauses gibt an, wie hoch der jahresdurchschnittliche Energieaufwand für Warmwasserbereitung, Heizen und Lüften ist.

2.Transmissionswärmeverlust: Der Transmissionsverlust umfasst die Energiemenge, die in einem beheizten Haus nach außen entweicht. Die Qualität der Isolierung bestimmt die Höhe des Transmissionsverlusts.

Je niedriger Jahresprimärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust ausfallen, desto höher ist die Energieeffizienz eines Gebäudes. KfW-Häuser müssen für beide Kennzahlen bestimmte, von der Energieeinsparverordnung (EnEV) festgeschriebene Werte einhalten.

Förderwürdige Effizienzhaus-Standards auf einen Blick

Mit den KfW-Effizienzhäusern 55, 40 und 40 Plus unterscheidet die KfW insgesamt drei förderwürdige Effizienzhaus-Standards, die sich aus den Kennzahlen Jahresprimärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust ergeben. Die angegebenen Zahlen verweisen dabei auf den prozentualen Energieverbrauch im Vergleich zu einem KfW-Effizienzhaus 100, sprich einem Neubau, der die Höchstwerte der EnEv einhält.

KfW-Effizienzhaus 55

Um als KfW-Effizienzhaus 55 zu gelten, darf ein Neubau maximal 55 Prozent des von der EnEv festgelegten Jahresprimärenergiebedarfs benötigen. Der Transmissionsverlust darf maximal 70 Prozent des vorgeschriebenen Werts erreichen.

KfW-Effizienzhaus 40

Das KfW-Effizienzhaus 40 muss deutlich höhere Standards erfüllen als das KfW-Effizienzhaus 55. Es darf maximal 40 Prozent des festgeschriebenen Energiebedarfs und 55 Prozent des Transmissionsverlusts aufweisen.

KfW-Effizienzhaus 40 Plus

Für das KfW-Effizienzhaus 40 Plus gibt es die höchste Fördersumme. Hinsichtlich Energiebedarf und Transmissionswärmeverlust muss es dieselben Anforderungen wie das KfW-Effizienzhaus 40 erfüllen. Darüber hinaus müssen KfW-Effizienzhäuser 40 Plus über ein Energiespeichersystem sowie eine Anlage zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien verfügen. Zudem müssen Stromverbrauch und Stromerzeugung visualisiert werden können.

Vor- und Nachteile von KfW-Effizienzhäusern

Ein KfW-Effizienzhaus hat gewichtige Vorteile:

  • Der niedrige Energiebedarf schont die Umwelt.
  • Die geringen Energiekosten eines KfW-Effizienzhauses bergen langfristig ein hohes Sparpotenzial.
  • Es winken lukrative Förderungen durch die KfW.

Dennoch geht der Bau eines KfW-Effizienzhauses auch mit zwei Nachteilen einher, die nicht aus dem Blick verloren werden sollten. So können die Investitionskosten in den Bau eines entsprechenden KfW-Effizienzhauses deutlich höher ausfallen als bei einem vergleichbaren Neubau. Zudem begünstigt die gute Dämmung von KfW-Effizienzhäusern die Schimmelbildung, was regelmäßiges Stoßlüften unabdingbar macht.

Diese Fördermöglichkeiten können Sie nutzen

Für den Bau eines KfW-Effizienzhauses lockt die KfW mit attraktiven Tilgungszuschüssen. Die Höhe des Tilgungszuschusses richtet sich nach dem jeweiligen Effizienzhaus-Standards. Sie staffelt sich folgendermaßen:

  • KfW-Effizienzhaus 55: 5.000 Euro
  • KfW-Effizienzhaus 40: 10.000 Euro
  • KfW-Effizienzhaus 40 Plus: 15.000 Euro

Darüber hinaus gewährt die KfW für einen Neubau unabhängig vom Effizienzhaus-Standard ein zinsverbilligtes Darlehen von 100.000 Euro pro Wohneinheit. Wird das KfW-Effizienzhaus selbst genutzt, kommt ein zinsverbilligter Kredit von 50.000 Euro hinzu.

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