Hecken schneiden – wie geht das?

 

Hecke Weg

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Abbildung 1: Eine schön geschnittene Hecke sorgt auf dem eigenen Grundstück für eine schöne Optik und einen sehr gepflegten Eindruck. Doch wie funktioniert ein guter Heckenschnitt?

In Deutschland existieren circa eine Million Kleingärten, die nach Abgaben des Bundesverbands Deutscher Gartenfreunde 0,25 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche einnehmen. Viele der Kleingärten werden durch eine Hecke voneinander abgetrennt. Und die Pächter der einzelnen Parzellen geben sich in aller Regel sehr viel Mühe mit der Pflege ihrer Hecken. Sie sind aber nicht die Einzigen, denen das Aussehen von Hecken am Herzen liegt.

Immobilienbesitzer mit eigenem Garten nutzen das Grün der Hecke einerseits als Sichtschutz. Auf der anderen Seite ist die Hecke aber auch ein ästhetisches Element der Gartengestaltung. Wann schneidet man die Hecke am besten? Und wie wird eine Hecke im Gartenjahr geschnitten? Fragen, vor denen jeder „Beginner“ einmal steht. Unverzichtbar für das Hecke schneiden ist aber eines – die Heckenschere. Letztere wird heute in verschiedenen Ausführungen angeboten. Mittlerweile lässt sich mit der richtigen Heckenschere sogar ein Formschnitt realisieren, der den Gartennachbarn neidisch werden lässt.

Hecken schneiden – der beste Zeitpunkt

Sofort mit den ersten Sonnenstrahlen loslegen? Oder mit dem Schnitt  der Hecke lieber noch etwas warten? Wer noch nicht lange Gartenbesitzer ist, tut sich mit dem Hecke schneiden in vielen Bereichen eher schwer. Auch die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt lässt sich gar nicht so leicht beantworten.

Generell gibt es mehrere Zeiträume, in denen man zur Heckenschere greifen sollte. Die erste Faustregel lautet allerdings: Sieht die Hecke unansehnlich aus, darf geschnitten werden. Diese Aussage sollte allerdings vorsichtig hingenommen werden. Gerade in der Brutzeit heimischer Vögel ist zu prüfen, ob die Hecke bewohnt ist oder nicht. Wichtig: Diese Tatsache ist auch in § 29 Abs. 3 NatSchG festgehalten.

Generell gelten folgende Schnitte als Richtschnur:

  • Pflanzschnitt: Bei Neuanlage, die Hecke wird hier sehr stark – je nach Pflanzart um die Hälfte bis zwei Drittel – zurückgeschnitten.
  • Frühlingsschnitt: Im Frühjahr wird die Hecke vor dem Austrieb geschnitten. Dies gilt nicht für Pflanzen, die bereits jetzt die Knospen ihrer Blüten anlegen, da deren Austrieb so verhindert wird. Das Schneiden erfolgt dann nach der Blüte.
  • Sommerschnitt: Etwa ab dem Monat Juni, es wird nur der Neuaustrieb beseitigt – solange sicher ist, dass Brutpaare nicht gestört werden.
  • Herbst-/Winterschnitt: Starkes Zurückschneiden der Hecke an frostfreien Tagen. Letzteres ist zu beachten, da bei Temperaturen die Pflanzen sehr schnell Schaden nehmen können.

Tipp: Beim Schnitt wird nicht gerade nach oben gearbeitet. Um eine gleichmäßige Leichtausbeute aller Triebe zu ermöglichen, wird die Hecke am besten leicht trapezförmig geschnitten.

Equipment für den richtigen Heckenschnitt

Wer als Gartenbesitzer seine Hecke schneiden will, braucht natürlich die richtige Heckenschere. Welche Merkmale rücken an dieser Stelle in den Mittelpunkt? Das wahrscheinlich wichtigste Gerät ist die Heckenschere. Letztere wird heute im Handel als Handheckenschere oder motorgetriebenes Gartengerät angeboten.

Wer lieber flexibel arbeitet, kann sich an dieser Stelle für eine Benzin-Heckenschere entscheiden. Alternativ sind Heckenscheren mit Elektroantrieb ebenfalls im Handel zu haben. Die moderne Heckenschere ähnelt der Handheckenschere allerdings überhaupt nicht mehr. Letztere besteht aus zwei Schneiden, die gegeneinander bewegt werden und erinnert zumindest entfernt an die klassische Schere.

Motorheckenscheren bestehen hingegen aus einem langen Mähbalken. Der Vorteil: Motorheckenscheren erreichen ein hohes Arbeitstempo und erlauben einen relativ genauen Schnitt der Hecken – an den Seiten wie auch im oberseitigen Heckenschnitt. Hier lassen sich verschiedene Modelle genauer anschauen, um letztlich die passende Heckenschere für den eigenen Garten zu  finden.

Tipp: An den Seiten wird die Heckenschere bogenförmig beim Schnitt bewegt, auf der Oberseite in etwa waagerecht.

Wie die Hecke im Detail geschnitten wird, hängt stark von den örtlichen Gegebenheiten ab. Mittelhohe Hecken können mit den Motorheckenscheren in aller Regel problemlos bearbeitet werden. Etwas komplexer wird der Schnitt bei:

  • hohen Hecken
  • dem Heckenschnitt über die Distanz
  • dem Formschnitt
  • Hier ist es mitunter nötig, zusätzliches Equipment einzusetzen – wie eine Leiter oder spezielle Distanz-Heckenschneider.

Hecke schneiden

Abbildung 2: Mit der richtigen Heckenschere und dem entsprechenden Know-how wird der Heckenschnitt letztlich zum Kinderspiel – auch der richtige Zeitpunkt spielt eine wichtige Rolle!

Fazit: Eine Hecke bedeutet ganzjährig Pflege

Akkurat geschnittene Hecken sind für viele Gartenbesitzer ein Aushängeschild. Bevor es allerdings soweit ist, braucht es meist Ausdauer, Zeit, Pflege und das richtige Equipment. Heute bietet der Handel nicht mehr nur die klassische Handheckenschere an. Wer sich die Mühe macht und nach einer Heckenschere sucht, wird in Baumärkten schnell fündig. Inzwischen werden Elektro- und Benzinheckenscheren angeboten. Dazu gibt es verschiedene Hilfsmittel, welche das Arbeiten erleichtern sollen. Aber: Die Heckenschere allein macht noch keinen Heckenschnitt. Es kommt auch darauf an, die Geräte optimal einzusetzen. Und zu wissen, zu welchem Zeitpunkt die Pflanzen wie weit zurückgeschnitten werden. Beispielsweise vertragen Koniferen starken Rückschnitt eher schlecht. Wer eine Hecke in seinem Garten schneiden will, braucht letztlich nur etwas Geduld und das passende Know-how.

Bilder:

Abbildung 1: @ Antranias (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Abbildung 2: @ Antranias (CC0-Lizenz) / pixabay.com

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