Gestaltung des Gartenwegs mit Granitstein

 

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Ein Garten lässt viel Spielraum bei der Gestaltung. Ob Nutzgarten oder ein kleines prachtvolles Paradies, ein Weg in und durch den Garten gehört definitiv zur Gartengestaltung dazu. Damit der Weg optisch zum Garten passt und möglichst lange hält, sollte bei der Materialauswahl auf die Ausgestaltung und die Umsetzung des Weges geachtet werden.

Kleine Granitkunde

Granitgesteine sind relativ grobkristalline magmatische Tiefengesteine, die einen hohen Anteil an Quarz, Feldspaten und Glimmer aufweisen. Durch die Art der Entstehung in Zusammenwirkung mit heißem Magma erhält Granit seine besondere Härte und Stabilität. Er wird nicht nur im Innenbereich von Häusern verwendet, sondern häufig auch im Außenbereich. Er ist witterungsbeständig und je nach Verarbeitung der Oberfläche auch rutschfest.

Je nach Verarbeitungsform werden die Oberflächen des Natursteins mit unterschiedlichen Methoden behandelt, wodurch Aussehen und Eigenschaften des Materials mit beeinflusst werden. Eine gebrochene Oberfläche besitzt eine gröbere Oberfläche und wirkt dadurch viel natürlicher. Auch die Rutschfestigkeit ist bei einer gröberen Oberfläche sehr viel besser.

Je glatter die Oberfläche, desto höher ist die Rutschgefahr bei Nässe. Auf der anderen Seite, lassen sich hier einfacher auch größere Platten verlegen. Richtig polierter Granit wird allerdings nur im Innenbereich, als Arbeitsfläche in der Küche oder als Tischplatte, verwendet.

Farbspektrum

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Besonders beliebt ist Granit wegen seines breiten Farbspektrums. So kann das Material ganz nach eigenem Gutdünken in der gewünschten Farbe ausgewählt werden. Insgesamt ergeben sich durch den variierenden Anteil der verschiedenen Mineralien über 200 verschieden Granit-Sorten.

Granit-Kosten

Genau wie das breite erhältliche Farbspektrum des Granits, variiert auch dessen Preis. Abhängig von Abbaugebiet und Qualität der Verarbeitung variieren die Preise zwischen wenigen Euro pro Quadratmeter bis zu über 1000 Euro pro Quadratmeter.

Wer einen hochwertigen Gartenweg möchte, sollte vor allem bei der Qualität der Verarbeitung nicht zu sehr sparen. Richtig verlegt, hält so ein Weg aus Granit ein Leben lang. Ärgerlicher ist es da, wenn am Material gespart wurde, und die Platten nach einigen Jahren reißen. Somit kann es sinnvoll sein, sich finanziell besserzustellen, um langfristig Kosten zu sparen. Dennoch sollte sich bei der exakten Auswahl des Natursteins auch an dem eigenen Budget orientiert werden. Richtig teure Granitsorten, wie aus Vermont (USA), bleiben da oftmals etwas für besonders eingefleischte Granitfans.

Die Umsetzung

Je nach Art der Verarbeitungen sind kleinere und große Wegplatten erhältlich, die fast fugenlos aneinandergesetzt werden können. Welche Plattenform und -größe jedoch zu bevorzugen ist, ist vor allem von der der restlichen Gartengestaltung und dem eigen Geschmack abhängig zu machen.

Optimalerweise werden die Platten miteinander verfugt, damit eine einheitliche, ebene Fläche entsteht, die nicht direkt durch Gräser und andere Pflanze wieder zuwächst. Der Weg ist dadurch auch wesentlich besser zu Pflegen und in Stand zu halten, als wenn einzelne Steinplatten den Weg markieren.

Je kleiner die Platten sind, desto größer darf auch die Verfugung sein. Damit der Weg jedoch stabil ist und sich später nicht einzelne Platten lockern oder Risse entstehen, muss zuvor ein ebener, fester Untergrund erstellt werden.

Schritt 1: Die Planung

Der Gartenweg sollte nicht einfach drauflos gelegt werden, sondern gut durchdacht sein. Zunächst ist zu schauen, welche Bereiche im Garten durch den Weg gut erreichbar sein sollen. Führt der Weg zu einer Terrasse oder einem Grillplatz im Garten? Gibt es noch andere Ziele, die über den Weg erreicht werden sollen? Die Planung des Weges sollte dabei möglichst den direktesten Weg entlang führen, so dass später keine kleinen Trampelpfade auf der Wiese durch irgendwelche Abkürzungen zwischen  dem Weg und dem eigentlichen Ziel entstehen.

Um einen ersten Eindruck von der geplanten Wegführung zu bekommen hilft es, den Weg abzustecken. Dabei sollte direkt die gewünschte Wegbreite mit berücksichtigt werden. Außerdem ist es ratsam den abgesteckten Weg abzugehen. Rechte Winkel in der Wegführung sind zu vermeiden, da diese später zu einer Abkürzung über die Wiese verleiten. Lassen sich solche rechten Winkel nicht vermeiden, können Trampelpfade auch verhindert werden, indem an diesen Stellen kleine Büsche oder Pflanzenkübel hingestellt werden.

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Außerdem sollte direkt von Anfang überlegt werden, ob der Gartenweg über eine Beleuchtung verfügen soll. Denn die nötigen Kabel und Anschlüsse müssen schon beim Aushub des Weges berücksichtigt werden. Nachträglich Stromkabel zu verlegen und eine Beleuchtung anzubringen ist oftmals deutlich aufwendiger.

Schritt 2: Der Untergrund

Wurde der Weg abgesteckt und für gut befunden, kann sich an die Ausgestaltung des Fundaments gemacht werden. Werden Granitplatten verlegt, muss der Erdboden zunächst bis zur Frostgrenze ausgehoben und mit Kies aufgefüllt werden. Dieser wird im Anschluss durch eine Rüttelplatte ordentlich verdichtet. Alternativ können die Platten auch auf einem Betonfundament aufgebracht werden. Dazu muss die Erde nicht so tief ausgehoben werden. Hier reicht ein Aushub von etwa 15 – 20 Zentimetern. Die zu gießende Betonplatte sollte mindestens 10 Zentimetern dick sein. Nach dem Austrocknen muss auf der Betonplatte noch ein Dichtschlamm aufgebracht werden. Die Mörtelschicht unter den Granitplatten sollte zwischen drei und fünf Zentimeter betragen.

Werden kleinere Granitplatten aufgebracht, die später verfugt sind, gelten ähnliche Grundregeln für das Fundament. Sollen jedoch Pflastersteine aus Granit verwendet werden, muss das oben beschriebene frostsichere Kiesbett erstellt werden. Auf den verdichteten Kies wird im Anschluss noch spezieller Verlegesand aufgebracht. Dieser sollte etwa 5 Zentimeter betragen. In diesem Verlegesand werden die Pflastersteine gleichmäßig eingebracht und festgeklopft.   

Schritt 3: Die Steinplatten

Gerade bei größeren Steinplatten muss auf einen graden Untergrund geachtet werden. Am besten wird dabei eine Wasserwaage zur Hand genommen. Eine leichte, durchgängige Steigung von zwei Prozent ist dabei von Vorteil, da so später Regenwasser gut abfließen kann und es zu keiner Pfützenbildung auf dem Gehweg kommt. Bei Natursteinen ist eine Verfugung mit Trasszement vorteilhaft, der er eine verringerte Porenbildung aufweist und es zu keiner Fleckenbildung auf den Steinen kommt.

Werden für den Weg hingegen Kopfsteinpflaster verwendet, müssen diese nach dem Einklopfen mit speziellen Sand oder Kies verfugt werden. Um eine stabilere Verfugung zu erreichen, wir der eingebachte Sand beziehungsweise Kies nach dem Ausbringen in den Fugen angefeuchtet, was eine bessere Verdichtung zur Folge hat. Der überschüssige Sand kann einfach von dem Pflaster entfernt werden. Sollten einige Fugen im Anschluss noch zu tief sein, muss der Vorgang eventuell wiederholt werden, bis eine zufriedenstellende Verfugung erreicht wird.

Bildquelle:

Pixabay.com, ©Hans CC0-Lizenz

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