Bevor die Tapete kommt: der Putz an den Wänden

Bild von Wolfgang Eckert auf Pixabay

Bei der Sanierung, Renovierung oder dem Bau einer neuen Immobilie ist das Verputzen der Wände ein elementarer Arbeitsschritt. Das Verputzen der Wände dient nicht nur dazu, das Mauerwerk zu glätten. Erst mit dem richtigen Putz an der Wand können die gewünschte Tapete von Bauhaus, die Wandfarbe vom Fachhändler oder die Fliesen vom Baufachhandel die Wände verschönern.
Putz erfüllt viele wichtige Funktionen während einer Bauphase. Bei der Auswahl der passenden Putzart ist auf den Verwendungszweck zu achten. Welche Arten von Putz gibt es? Und welche Funktion erfüllt die jeweilige Art? Dieser Ratgeber klärt auf.

Was ist Putz?

Sogenannter Putzmörtel besteht aus einem Gebinde von verschiedenen Stoffen. In fast allen Produktarten bilden Sand und Wasser die Hauptinhaltsstoffe. Je nach Art der Nutzung gesellen sich zu diesen beiden Stoffen weitere mineralische oder nichtmineralische Stoffe. Dabei handelt es sich oft um Zement, Kalk, Lehm oder auch Gips.
Um die besondere Eigenschaft von speziellen Putzarten zu erreichen, sind zusätzliche Inhaltsstoffe dem Gebinde hinzugefügt. Diese Inhaltsstoffe wirken sich positiv auf die Aufnahme von Feuchtigkeit, der Luftdurchlässigkeit oder der Haftung an der Wand auf. Bestimmte Füllstoffe sind wirksam gegen Schimmelbildung oder für die Strukurgebung.

Putz für den Innenbereich

An Putzmörtel im Innenbereich werden bei gewöhnlicher Nutzung nur wenig Anforderungen gestellt. Meist dient der Putz dazu, das blanke Mauerwerk abzudichten und die Grundlage für das spätere Streichen oder Tapezieren zu bilden.
Gewöhnlich kommt innerhalb der Immobilie Gipsputz zum Einsatz. Er besteht primär aus Gips und mineralischen Inhaltsstoffen. Sie beugen der Bildung von Schimmel vor. In feuchten Räumen – etwa beim Ausbau des Kellers – ist Gipsputz nicht einzusetzen. Auch darf dieser Putz nicht mit allen Farben bestrichen werden.
Für eine höhere Beanspruchung eignet sich Kalkzementputz. Er ist druck- und abriebfest und für feuchte Räume besser geeignet. Für das Badezimmer ist dieser Putz ideal, wenn anschließend Fliesen geklebt werden. Für einen offenliegenden Putz in der Nasszelle mit einer Duschkabine von Reuter ist Tadelakt geeignet. Der mineralische Putz ist nach der Verarbeitung wasserfest.

Putz gegen die Feuchtigkeit

Bestimmte Putzarten haben aufgrund ihrer Zusammensetzung eine besondere Funktion. Das gilt beispielsweise für Sanierputz. Diese Putzart wird primär bei feuchten Wänden eingesetzt und dient zum Schutz von angegriffenem Mauerwerk. Problematisch bei feuchten Wänden ist das Zusammenspiel von Wasser und Salz. Die Salze im Mauerwerk oder aus dem eindringenden Wasser setzen sich an der Oberfläche ab.
Sanierputz bekämpft sowohl das Problem der Feuchtigkeit wie auch der Bildung von Salzkristallen. Der Putz bildet beim Aushärten große Poren, die Salzkristalle aufnehmen und isolieren. Dank der hohen Durchlässigkeit wird die Feuchtigkeit vom Sanierputz aufgenommen und abgegeben.

Putzarten für den Außenbereich

Für den Einsatz an der äußeren Fassade bieten sich verschiedene Putzarten an. Sie alle haben die Grundeigenschaft, Feuchtigkeit vor dem Eindringen in das Mauerwerk zu hindern. Der Putz für den Außenbereich muss besonders widerstandsfähig sein und eine durchgehende Schutzhülle für das Mauerwerk bilden.
Folgende Produkte eignen sich als Dämmputz und Wärmedämmputz an der Fassade:
• Mineralischer Putz mit gutem Schutz gegen Schimmel
• Buntsteinputz für den Einsatz an Fundamenten und Sockel
• Silikatputz mit hoher elastischer Eigenschaft

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