Dach eindecken: Planung, Kosten und Gestaltungsmöglichkeiten

Bild von Igor Ovsyannykov auf Pixabay
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Ob beim Neubau oder einer Sanierung – das Dach bleibt ein unverzichtbarer Bestandteil der eigenen vier Wände. Bei der Umsetzung eines neuen Daches haben Bauherren zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten und sollten sich daher gründlich informieren, bevor sie sich für eine Variante entscheiden. Grundsätzlich ist eine Dacheindeckung nur von Fachbetrieben durchzuführen, auch begabte Heimwerker sollten diese Arbeit besser Profis überlassen. Was sollte man im Zusammenhang mit der Planung eines neuen Dachs allgemein beachten?

Grundsätzliches

Bei einem Neubau stellt sich die Frage nicht, Bestandsgebäude sollten aber etwa alle 50 bis 60 Jahre eine Erneuerung des Dachs erhalten. Unter Umständen, abhängig von der Lage und anderen Faktoren, kann es auch schon früher nötig sein. Zudem bietet es sich unabhängig vom Alter des Dachs an, bei etwaigen Um- oder Ausbauten des Dachbodens den Zustand des Dachs überprüfen zu lassen. Bei der Planung müssen die individuellen Besonderheiten des Daches berücksichtigt werden, denn nicht alle Materialien eignen sich für jede Dachart und jedes Dachformat. Die gängigsten Materialien für die Dach Eindeckung sind folgende:

Dachziegel

Herkömmliche Dachziegel aus Ton wurden schon von den alten Römern zum Eindecken ihrer Dächer verwendet und eignen sich aufgrund ihrer Materialeigenschaften noch immer bestens für diesen Zweck. Sie sind lange haltbar, ein reines Naturprodukt und bieten einen sehr hohen Sicherheitsfaktor. Darüber hinaus gibt es eine große Palette an unterschiedlichen Formen und Farben. Pro Quadratmeter kann man hier etwa 25 bis 50 Euro veranschlagen.

Dachsteine

Dachsteine aus Beton eignen sich besonders gut für kleinere Dachformate, etwa von Erkern oder Türmen. Zwar gibt es nur eine sehr begrenzte Auswahl an Farben, dafür sind Dachsteine mit etwa 10 Euro pro Quadratmeter besonders kostengünstig.

Schiefer

In einigen Regionen Deutschlands prägen Schieferdächer das Stadtbild. Die sehr robusten und beständigen Schieferplatten eignen sich vor allem aufgrund der langen Lebensdauer für die Dacheindeckung. Aufgrund des hohen Gewichts von Schieferplatten ist dies aber nicht bei allen Dacharten möglich. Darüber hinaus sind Schieferdächer mit etwa 90 Euro pro Quadratmeter relativ teuer.

Faserzement

Faserzement, auch als Eternit bekannt, ist ein Verbundwerkstoff, der in den letzten Jahren zunehmend öfter für Dacheindeckungen genutzt wird. Faserzementplatten sind einfach zu verlegen, langlebig, feuerfest und bieten eine gute Wärmedämmung. Bei einer Dach Eindeckung mit Faserzement werden etwa 30 bis 50 Euro fällig.

Zink, Kupfer, Aluminium

Zink und Kupfer sind zwar recht teuer, dennoch eignen sie sich aufgrund ihrer Materialeigenschaften gut, um bestimmte Details des Daches zu bedecken. Aluminium wird zudem oft bei Flachdächern eingesetzt, was pro Quadratmeter mit bis zu 180 Euro zu Buche schlagen kann.

Zusätzliche Materialien und Kosten

Weiterhin werden selbstverständlich zusätzliche Materialien für die Dacheindeckung benötigt, etwa Unterspannbahnen, Dachrandprofile oder Dampfbremsen. Um möglichst kostengünstig einzukaufen, lohnt es sich auch online nach Dachdecker Einkauf zu suchen. Die tatsächlichen Kosten eines Daches sind von zahlreichen Faktoren abhängig, neben der Größe der Dachfläche und der Dachflächenform vor allem auch die Gebäudehöhe. Wenn zusätzliche Schutzmaßnahmen erforderlich sind, schlägt sich das auch auf die Kosten aus. Neben den reinen Materialkosten müssen auch die Kosten für die Verlegung mit einkalkuliert werden.