Brandschutz – nicht nur für Unternehmen und Behörden ein wichtiger Aspekt

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Die Brandgefahr in privaten Haushalten wird von vielen Menschen unterschätzt, obwohl die statistischen Zahlen eine ausreichende Beachtung des Themas anmahnen. In Deutschland erleiden im Durchschnitt rund 6.000 Personen Brandverletzungen mit Langzeitschäden und ca. 400 Menschen sterben infolge eines Brandes.

Dabei stehen verschiedene Brandschutzmaßnahmen zur Verfügung, die zu einer deutlichen Reduzierung dieser Zahlen beitragen können. Mitunter dem baulichen Brandschutz und dem abwehrenden Brandschutz sollte eine größere Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Der bauliche Brandschutz – der Grundstein für mehr Sicherheit


Dem baulichen Brandschutz werden sämtliche Maßnahmen zugeschrieben, die bereits bei der Errichtung eines Gebäudes ergriffen werden, um einen guten Brandschutz zu gewährleisten. Ziel ist es, Brandübertragung, Brandausbreitung und Brandentstehung auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Zugleich sollen die Rettungsmöglichkeiten maximiert werden, um Menschen und Tiere vor gesundheitlichen Schäden zu schützen.
Baulicher Brandschutz ist ein Teilbereich des vorbeugenden Brandschutzes und mit einer eigenen Normenkette sowie speziellen Regelungen behaftet. Während die DIN EN 13501 allgemeine europaweite Regelungen trifft, ist die DIN EN 1995-1-2 als besondere Norm für den Holzbau anzusehen. Die jeweiligen Landesbauordnungen definieren die Anforderungen an den baulichen Brandschutz und basieren auf den Regelungen der Musterbauordnung. Unter anderem schwer entflammbare Baustoffe, besonders tragfähige Bauelemente sowie Rettungs- und Fluchtwege sollen dem Schutz von Leib und Leben dienen. Bei der Errichtung oder Sanierung eines Hauses sollten diese Aspekte berücksichtigt und im Sinne der eigenen Gesundheit auch umgesetzt werden.

Weitere Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes


Bereits eine ausreichende Beachtung des baulichen Brandschutzes reduziert die Brandwahrscheinlichkeit auf ein niedriges Niveau. Doch können defekte Elektronikgeräte, ein unachtsamer Umgang mit Kerzen,
ein beschädigter Heizkamin und auch Naturgewalten dennoch zu verheerenden Bränden führen. Laut verschiedenen statistischen Erhebungen sind elektronische Defekte die häufigste Brandursache. Bereits mit einfachen Mitteln, die mit keinen weiteren Kosten verbunden sind, kann dieser Hauptursache entgegengewirkt werden. Bei Nichtverwendung sollten sämtliche elektronischen Geräte stets vom Stromnetz getrennt werden. Hierbei empfiehlt sich der Einsatz von TÜV-geprüften Mehrfachsteckdosen mit Kippschalter. Es sollte stets auf die maximal zulässige Belastung von Mehrfachsteckdosen geachtet werden, um einer Brandentstehung durch Überlastung vorzubeugen. Installationen und Reparaturarbeiten an der Elektronik sollten im Idealfall von einem Fachbetrieb durchgeführt werden. Darüber hinaus empfiehlt sich die Installation von Rauchmeldern, Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, Feuerlöschern und/oder Sprinkleranlagen.

Der abwehrende Brandschutz – die schnelle Beseitigung des Brandes als Ziel


Während der vorbeugende Brandschutz auf die Vermeidung eines Brandes abzielt, dient der abwehrende Brandschutz vorrangig der Bekämpfung eines Brandes. Hierbei sind in erster Linie die Maßnahmen der Feuerwehr zu nennen. Beim abwehrenden Brandschutz geht es allerdings nicht nur um das Löschen, sondern auch um das Verhindern einer Verbreitung des Feuers auf andere Gebäudekomplexe. Bereits Hilfsmittel wie Taschenlampen, die im Kellerbereich an exponierter Stelle für einen Brandfall vorgehalten werden, stellen eine leichte Form des abwehrenden Brandschutzes dar. Bei dem abwehrenden Brandschutz kommen unterschiedliche Produkte zum Einsatz, die bei der Bekämpfung des Brandes und bei der Rettung von Menschen unterstützen. Exemplarisch sind Brandfluchthauben zu nennen, die den gesamten Kopf umschließen und mehrere lebensrettende Funktionen innehalten. Ein Brand ist regelmäßig mit einer starken Rauchentwicklung verbunden. Der Rauch geht nicht nur mit
einer bedrohlichen Sauerstoffunterversorgung, sondern auch mit gesundheitsschädlichen Vergiftungen einher. Eine Brandfluchthaube ist mit einem speziellen Luftfilter ausgestattet und verhindert das Eindringen von giftigen Substanzen. Damit dient sie in erster Linie der Rettung von Menschen.