Beton kleben – worauf ist beim Verkleben von Baustoffen zu achten?

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Beton ist ein Baustoff, der sich durch Robustheit und Witterungsbeständigkeit auszeichnet und bei verschiedenen Bauvorhaben zum Einsatz kommt. Der richtige Umgang mit diesem Werkstoff zählt daher zu den Fertigkeiten, die jeder Heimwerker und Hausbauer beherrschen sollte.

Diese Aspekte sind beim Betonkleben zu berücksichtigen


Aufgrund seiner spezifischen Eigenschaften zählt Beton zu den vielfältig einsetzbaren Baustoffen, der sowohl optische, statische und bauphysikalische Anforderungen erfüllt. Der Werkstoff, der aus mehreren Komponenten besteht, ermöglicht unterschiedliche
Gestaltungsmöglichkeit in der Oberflächenausbildung. Beton zu kleben kann jedoch auch für geübte Heimwerker eine Herausforderung darstellen. Beim Kleben von Baumaterialien ist einiges zu beachten. Daher ist es empfehlenswert, sich zuvor über Klebstoffe und deren Anwendung zu informieren. Nützliche Tipps findet man in Ratgebern und spezifischen Klebeanleitungen. So ist es wichtig zu wissen, dass Bodenbeläge wie Holz, Betonböden und Keramikfliesen mit Beton verklebt werden können. Außerdem können auch Wandverkleidungen an Betonwänden mithilfe geeigneter Klebstoffe angebracht werden. Das Verkleben von Beton muss vor allem beim Abdichten von Betonflächen sorgfältig durchgeführt werden. Beim Beton kleben ist die Wahl des Klebers entscheidend. Der Klebstoff muss zum Material, mit dem Beton verklebt werden soll sowie zum Zweck der Anwendung passen. Grundsätzlich können verschiedene Klebstoffe zum Betonkleben in Betracht gezogen werden. Bei Abdichtungsarbeiten wie etwa beim Abdichten des Balkons, der Terrasse sowie von Regenrinnen und anderen Gebäudeteilen aus Beton werden meist chemische Klebstoffe auf Silikonbasis verwendet. Da dieser Stoff eine gewisse Elastizität aufweist, reagieren die Fugen flexibel auf unterschiedliche Witterungsbedingungen, während die Bauteile gleichzeitig vollständig abgedichtet sind. Silikonklebstoffe sind mittels Kartusche einfach anzuwenden. Als ebenso praktisch gelten chemische Klebstoffe auf Acrylbasis, die zum Versiegeln genutzt werden und das Gebäude vor eindringender Feuchtigkeit schützen.

Die Betonoberfläche vorbereiten


Wenn großflächige Betonoberflächen mit Holzdielen verklebt werden sollen, kommen häufig sogenannte Zwei-Komponenten-Kleber zum Einsatz. Diese Klebstoffe, die meist auf Epoxidharz basieren, sind speziell für die Anwendung auf großen Flächen vorgesehen. Zu den Einsatzgebieten von Epoxidharz-Klebstoffen zählen Arbeiten wie das Auffüllen und Verspachteln verschiedener Oberflächen, die Instandsetzung von Schäden an Betonflächen sowie Reparaturen von Beton- und Zementmörtelschichten und das Verschließen von Löchern und Rissen. Bevor mit dem Verkleben von Beton begonnen wird, muss zunächst die Betonoberfläche vorbereitet werden. Dabei kann es notwendig sein, die Oberfläche anzurauen. Mittlerweile wird in Wohngebäuden häufig Magerbeton verbaut, dessen
Zementanteile wesentlich geringer sind als bei herkömmlichem Beton. Dadurch ist Magerbeton weniger druckfest als Betonmischungen mit höherem Zementanteil. Auch dieser Aspekt sollte beim Kleben von Beton berücksichtigt werden. Wichtig ist außerdem, beim Verkleben auf eine saubere Oberfläche zu achten. Ein Klebstoff zum Beton kleben muss genau nach Anweisung des Herstellers (Anleitung beachten!) aufgetragen werden, damit sichergestellt ist, dass die verschiedenen Werkstoffe richtig miteinander verklebt sind. Abhängig vom Kleber muss eine bestimmte Zeitspanne zum Trocknen eingeplant werden. Um ganz sicherzugehen, dass die verklebte Fläche stabil und belastbar ist, kann die in der Verpackungsanleitung angegebene Trocknungsphase auch überschritten und länger gewartet werden. Wenn Gewindestangen, Anker und Schwerlastdübel in Beton befestigt und fixiert werden sollen, ist ein Klebstoff, der punktuell und stark klebt, sinnvoll. Bei diesen Arbeiten kommen häufig Kraftkleber, die sich durch eine hohe Endfestigkeit auszeichnen, zum Einsatz.