Aluminium kleben: Anleitung und Tipps

Aluminium kleben
Aluminium kleben Bild von Michael Kauer auf Pixabay

Aluminium ist ein Werkstoff der sich relativ einfach kleben lässt. Wenn sie Aluminium mit anderen Werkstoffen wie z.B. Holz verkleben wollen, so könne Sie dies in den meisten Fällen mit herkömmlichen Montageklebern bewerkstelligen. Diese Verklebungen sind in vielen Fällen sehr stabil und äußerst belastbar. Wichtig ist, das das andere Werkstück eine saugende Oberfläche besitzt, damit Sie Aluminium kleben können.

Aluminium auf Aluminium kleben

Für den Fall, dass Sie Aluminium auf Aluminium kleben wollen, sollten Sie die folgenden Punkte beachten:

  • In jedem Fall sollten Sie einen speziellen Kleber zum Verkleben von Metall verwenden.
  • Aluminium ist zwar leicht zu bearbeiten, da dieser Werkstoff relativ weich ist. Dennoch bildet sich auf der Oberfläche eine Oxidschicht, welche beim Aluminium Kleben Probleme bereiten kann.
  • Die unsichtbare Oxidschicht ist spröde. Der Klebstoff haftet zwar auf der Oxidschicht, doch die Oxidschicht haftet nicht sehr fest auf der Aluminiumoberfläche. D.h. beim Aluminium auch Aluminium Kleben ist diese Oxidschicht der Schwachpunkt.
  • Beim Verkleben von Aluminium behält das Werkstück seine ursprüngliche Optik und Festigkeit, was bei einem Verschweißen der Aluminiumwerkstücke nicht der Fall ist. Bei Verwendung des richtigen Klebstoffes kann die Verbindung sogar haltbarer als das Alu Schweißen sein.
  • Zum Verkleben von Aluminiumwerkstücken eignen sich spezielle 2-Komponentenkleber oder Konstruktionskleber.
  • Beim Kleben von Alu sollten die Klebeverbindungen nicht auf Zug beansprucht werden, da eine Zugbelastung die Klebestellen sehr stark beansprucht. Daher sollte die Klebeverbindung nur auf Schub belastet werden.
  • Ein Verkleben von Aluminiumwerkstücken ist deshalb bei Steckverbindungen und Überlappverbindungen zu empfehlen.
  • Die Klebefläche der Werkstücke sollte mindestens das 10 fache der Materialstärke betragen. D.h. ein Aluwerkstück mit einer Materialstärke von 1 mm  sollte daher mindestens mit 10 mm Klebefläche überlappen. Hinweis: Sie sollten die Werkstückflächen vor dem Verkleben mit Schleifpapier anschleifen, damit die Klebefläche vergrößert wird und die Klebeverbindung einen optimalen Halt erhält.

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Die Oberfläche für das Aluminium Kleben vorbereiten:

Das Aluminiumwerkstück reinigen

Vor dem Verkleben des Aluminium sollten Sie die Oberfläche gründlich reinigen und entfetten. Dazu können Sie Fettlöser wie z.B. Aceton verwenden. Nach dem Reinigen sollten Sie das Aluminiumwerkstück nicht mit den bloßen Händen berühren.

Die Oxidschicht mechanisch entfernen

Mit Schleifpapier können Sie die Oxidschicht auf der Aluminiumoberfläche entfernen. Die Oberfläche muss danach sorgfältig von dem Schleifstaub gereinigt werden. Hinweis: grobes Schleifpapier mit einer 120iger Körnung ist optimal zum Schleifen, da durch die grobe Körnung die Klebeoberfläche vergrößert wird. Hinweis: Das Verkleben der Aluminium – Werkstücke sollte kurz nach dem Entfernen der Oxidschicht erfolgen, da sich diese sehr schnell wieder bildet. Das Verkleben sollten Sie innerhalb von 10 Minuten nach dem Entfernen der Oxidschicht durchführen.

Den richtigen Klebstoff zum Aluminium Kleben auswählen

Alu auf Alu kleben

Zum Alu auf Alu Kleben sollten Sie einen 2-Komponentenkleber auf Epoxid-Basis , Acrylat-Basis oder einen Polyurethan-Klebstoff verwenden. Die Auswahl des Klebstoffes sollten Sie von der Materialbeanspruchung und von der Verarbeitungszeit abhängig machen.

Aluminium mit einem Nichtmetall oder einem anderen Metall verkleben

Für den Fall, dass Sie Aluminium mit einem Nichtmetall oder einem anderen Metall verkleben wollen, sollten Sie einen Montagekleber verwenden. Den Montagekleber sollten Sie dabei vollflächig auftragen, damit eine optimale Haftung gewährleistet ist. Zudem ersparen Sie sich bei einem vollflächigem Auftrag des Klebstoffes das Abdichten der Klebestelle. Insbesondere wenn die Verklebung klimatisch beansprucht wird, ist eine absolut dichte Klebestelle unerlässlich, da es ansonsten zu einer Feuchtigkeitsunterwanderung kommt, die zum Ablösen des Klebstoffes führt.


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Klimatisch stark beanspruchtes Aluminium kleben

Es ist durchaus möglich auch klimatisch stark beanspruchte Alu-Werkstücke zu verkleben. Allerdings bedarf es in so einem Fall einer Vorbehandlung der Aluminiumoberfläche.

1. Beschichtung mit Eloxal

Das Aluminium-Werkstück sollte mit Eloxal beschichtet sein. Die Eloxalbeschichtung sollte eine Stärke von ca. 20 µm haben, damit diese ausreichend witterungsbeständig ist. Hinweis: Je frischer die Eloxalschicht ist, desto besser lassen sich die Aluwerkstücke miteinander verkleben, da sich die Eloxalschicht im Laufe der Zeit verändert. Eloxalbeschichtetes Alu können Sie recht gut mit Epoxid-Klebstoff oder Polyurethanklebstoffen verkleben.

2. Beizpassivierung

Eine Beizpassivierung kann die Aluminiumoberfläche ebenfalls vor Oxidation schützen. Nach der Beizpassivierung können Sie die Aluwerkstücke mit einem Epoxidkleber verkleben. Die Klebeverbindung ist in der Regel sehr witterungsbeständig.

3. Beschichtung mit Titan-Zirkon

Eine Beschichtung mit Titan-Zirkon schützt die Aluminiumoberfläche ebenfalls recht gut. Nach dem Beschichten der Alu-Oberfläche können Sie die Werkstücke mit Metallkleber oder Epoxid-Klebstoff verkleben.

Diese Fehler sollten Sie beim Aluminium kleben vermeiden:

  • In keinem Fall sollten Sie Aluminiumwerkstücke ohne entsprechende Vorbehandlung der Oberfläche verkleben.
  • Warten Sie nach vorbehandlung der Oberfläche nicht zu lange mit dem Verkleben der Werkstüche ab, da sich ansonsten wieder eine Oxidschicht bildet.
  • Verwenden Sie keine Billigklebstoffe. Beim Alu auf Alu kleben sollten Sie nur hochwertigen Klebstoff auf Epoxid-Basis , Acrylat-Basis oder einen Polyurethan-Klebstoff verwenden.
  • Verkleben Sie keine Aluwerkstücke mit zu geriger Oberflächengröße.
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