Akku-Geräte bei Gartenarbeiten richtig einsetzen

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Praktisch und sicher: Akku statt Kabel oder Benzin

Bei vielen Arbeiten in Haus und Garten haben tragbare Geräte mit Akku viele Vorteile gegenüber kabelgebundenen Geräten. Gerade bei einem größeren Garten ist es selbst mit Verlängerungskabeln sehr umständlich in die hinteren Ecken zu kommen.

Ob Akku-Rasenmäher, Akku-Vertikutierer oder Akku-Heckenschere mit den mobilen Elektrogeräten sind die Arbeiten im Garten wesentlich schneller erledigt. Neben den praktischen Vorteilen gibt es auch einen Zugewinn in Sachen Sicherheit. Kabel sind nun einmal klassische Stolperfallen und somit eine Gefahrenquelle. Beim Arbeiten auf Leitern kommt noch die Sturzgefahr hinzu. Im Fall der Heckenschere besteht außerdem die Gefahr, dass man irrtümlich ins Kabel schneidet und dabei einen Stromschlag erleidet, der im schlimmsten Fall tödlich enden kann. Das Schneiden der Hecke mit einem akkubetriebenen Gerät ist daher deutlich sicherer. Auch im Vergleich zu benzinbetriebenen Gartengeräten ergeben sich signifikante Vorteile: Die Akku-Geräte sind deutlich leiser. Zudem ist das Hantieren und Lagern von Benzin nicht ganz ungefährlich.

Kritikpunkt Gewinnung der Rohstoffe

Während die Stromgewinnung hierzulande sich von Kohle und Kernkraft verabschiedet und auf erneuerbare Energieträger umsteigt, sehen viele Menschen auch Kritikpunkte hinsichtlich der intensiven Verwendung von Akkus in Haus und Garten. Die meisten Geräte arbeiten heute genau wie Elektroautos mit Lithiumionen-Batterien, die auch Kobalt enthalten. Der Nachteil ist, dass der Abbau dieser Rohstoffe – zumindest derzeit – in puncto Nachhaltigkeit diverse Defizite aufweisen. Zur Gewinnung von Lithium wird extrem viel Wasser benötigt, was für die Menschen vor Ort zu einer Verknappung führt. Kobalt wird größtenteils im Kongo mit Hilfe von Kinderarbeit abgebaut, was ebenfalls kritisch zu bewerten ist. Allerdings gibt es verschiedene Forschungsansätze von Batterietechnologien mit alternativen Komponenten, die zum Teil auch eine längere Lebensdauer versprechen. Beim Recycling der Akkus gibt es ebenfalls neue Ideen, so dass zu erwarten ist, dass der Verbrauch der Ressourcen nicht weiter ansteigen wird.

Lebenszeit des Akkus verlängern

Mit ein paar Tricks ist es möglich, die Lebenszeit des Akkus zu verlängern, was sich vorteilhaft auf den Geldbeutel auswirkt und auch den schädlichen Abbau der Rohstoffe zumindest etwas verzögert. Es ist normal, dass die Akkus im Laufe der Zeit etwas in ihrer Leistungsfähigkeit nachlassen. Tatsache ist aber, dass der Verschleiß besonders hoch ist, wenn sie Extremtemperaturen ausgesetzt sind. Daher sollte man es vermeiden, die Akkus unter dem Gefrierpunkt oder über 45 Grad Celsius aufzubewahren. Im Winter sollte man sie daher nicht in der unbeheizten Garage belassen oder im Sommer in der prallen Sonne liegen lassen. Darüber hinaus sollte man den Akku nicht tiefentladen und auch nicht voll aufladen, um den Prozess der Alterung nicht zu beschleunigen. Daher wird auch empfohlen, den Stromspeicher nicht über Nacht an der Steckdose hängenzulassen. Ideal ist ein Ladestatus zwischen 20 und 80 Prozent. Intelligente Ladestationen sind in der Lage, das Laden rechtzeitig zu beenden. Wichtig ist es zudem, das richtige Ladekabel zu verwenden. Bei preisgünstigen Universal-Ladekabeln passen die Buchsen häufig nicht exakt, so dass der Ladevorgang immer wieder unterbricht, was ebenfalls zum Verschleiß beiträgt. Beim professionellen Einsatz sind Ersatzakkus notwendig. Natürlich sollten auch diese bei geeigneten Temperaturen gelagert und fachgerecht geladen werden.