Welcher Kamin ist der richtige?

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Ein Kamin in den eigenen vier Wänden ist nicht nur zur Weihnachtszeit ein echter Gewinn. Er sorgt für eine andersartige, wohlige Wärme als die herkömmlichen Heizmethoden. Daher erfreut er sich bei Eigenheimbesitzern und Mietern großer Beliebtheit.

Doch vor dem Kauf sind einige Dinge zu beachten. Denn nicht jeder Kamin kann einfach so installiert werden.

Bild: Feuerstellen wie Kamine spenden Wärme, fügen sich optisch perfekt ins Wohnzimmer ein und kreieren so ein gemütliches Ambiente.

Bildquelle: Bild von JamesDeMers auf Pixabay

Welche Voraussetzungen müssen für den Einbau gegeben sein?

Die Auswahl von verschiedenen Öfen und Kaminen ist groß. Jedes Modell hat seine individuellen Anforderungen an Installation, Umgebung und räumliche Gegebenheiten. Zunächst sollte geprüft werden, ob bereits ein Schornstein existiert oder einer installiert werden muss. Nicht selten, muss eine Schornstein Wanddurchführung von Experten am Haus eingebaut werden.

Die weiteren Punkte betreffen eher individuelle Präferenzen. Welcher Raum soll beheizt werden? Soll der Kamin die Heizung ersetzen?

Darauf aufbauend kann der Brennstoff entschieden werden. Man hat die Auswahl zwischen Holz, Pellets, Gas oder Öl. Je 10-15m³ Raumluft sollte 1 KW Wärme gewonnen werden, um eine angenehme Temperatur zu erhalten.

Modelle gibt es in verschiedenen Größen, Formen und Farben – genau das richtige für das eigene zu Hause. Zur Auswahl stehen unter anderem Speckstein, Naturstein, Keramik, Stahl und feuerfeste Kacheln. Kamine können auch gezielt als Blickfang eingesetzt werden, beispielsweise als Raumteiler mit Durchblick, Einzelfeuerstätte in der Mitte des Raumes oder klassisches Wand-/Eck-Modell.

Der Klassiker: Kaminofen

Der klassische Holz Kaminofen (auch Schwedenofen genannt) ist mit Abstand am weitesten verbreitet und die ideale Lösung, um die Heizung zu ersetzen. Mit gespaltenem Brennholz aus Buche, Birke oder Laubholz wird es im Haus kuschelig warm. Dieses sollte zuvor ca. 2 Jahre gut belüftet und trocken gelagert werden, um eine große Rauchbildung zu vermeiden.

So wird der Raum in kürzester Zeit erwärmt. Der Blick durch das große Glasfenster auf das lodernde Feuer beruhigt. Allerdings müssen Kaminöfen auch regelmäßig von Asche und die Ofenscheiben von Ruß befreit werden.

Vor dem Ofen verhindert eine spezielle Glasscheibe die Beschädigung des Bodens. Offene Kaminfeuer ohne eingebaute Filter sind ab 2024 aufgrund der erhöhten Feinstaubemission verboten.

Der Traditionelle: Kachelofen

Er ist leider immer weniger vorzufinden – die Rede ist vom Kachelofen. Manch einer kennt dieses Modell mit dem hohen Wärmespeicher noch vom Besuch bei den Großeltern. Die Erinnerung an die, durch die Strahlungswärme, gemütliche Sitzbank verblasst nicht. Gemäß dem Prinzip der natürlichen Konvektion wird die Energie in Form von Wärme über das Lüftungsgitter an den Raum abgegeben.

Moderne Gestaltungsmöglichkeiten gemäß aktueller gesetzlicher Vorgaben lassen das Flair wieder aufleben. Diese heimelige Atmosphäre ist wirklich einzigartig. Ein großes Plus: Der Kachelofen ist als einer der wenigen Kamine in der Lage mehrere Räume zu beheizen.!

Der Moderne: Pelletofen

Pelletofen fügen sich optimal in moderne Wohnräume ein, denn sie benötigen kein großes Ofenrohr. Auch der Innenraum ist verkleinert, denn die Holzpellets nehmen nicht sehr viel Platz weg. Sie werden ohne lose Rinde und Erdreste direkt aus Abfallholz der Industrie gefertigt. Damit sind sie besonders nachhaltig und es entsteht weniger Asche.

Ein weiterer Umweltaspekt sind die geringen Emissionen, verbunden mit einer hohen Heizleistung von bis zu 63h. Kleinere Pelletöfen eignen sich besonders im Wintergarten.

Der Pelletofen denkt mit – integrierte Vorratsbehälter sorgen gepaart mit der automatischen Ermittlung der optimalen Luftmenge für eine stundenlange Betriebszeit, ohne lästiges nachlegen. Einige Modelle können sogar per App gesteuert werden!

Der Unkomplizierte: Gas Kamin

Holz hacken und lagern ist nicht für jedermann praktikabel. Daher erfreut sich der Gas Kamin zunehmender Beliebtheit. Sein offenes, platzsparendes Design macht ihn zu einem absoluten Hingucker. Darüber hinaus ist er mit nur einem Knopfdruck besonders einfach zu bedienen.

Das angeschlossene Gas sorgt für eine schadstoffarme, lokale Wärmequelle. Die Heizleistung kann durch verschiedene Brenner individuell reguliert werden.

Bei größeren Räumen ist er als dauerhafte Wärmequelle nicht geeignet, jedoch kann man bestimmte Kamine an die Zentralheizung anschließen und so für eine zusätzliche Nutzung sorgen.
Den Gas Kamin sollte man nicht mit dem Ethanol Kamin verwechseln. Letztere dienen ausschließlich einem dekorativen Zweck und haben keinerlei nennenswerte Heizleistung.

Umweltschutz und Feinstaubbelastung sind zu omnipräsenten Themen geworden. Bei der Kaufentscheidung ist demnach auch auf die aktuellen Bestimmungen des Bundes-Immissionsschutzgesetzes zu achten. Zur eigenen Sicherheit lohnt sich die Investition in ein CO² Warngerät. So wird man gewarnt, wenn die Kohlenstoffdioxid-Konzentration im Raum zu hoch wird und kann frühzeitig durch Lüften entgegenwirken.