Was tun, wenn Ihr Auto nicht anspringt?

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Batterie-Ermüdungen gehören bundesweit zu den häufigsten Pannenursachen. Wird es draußen kälter, entladen sich herkömmliche Autobatterien schneller als im Sommer. Die Folge: Betroffene Fahrzeuge springen schlecht oder oftmals gar nicht an. Zeigen sich die ersten Anzeichen, ist zeitnahes Handeln gefragt, um nicht vom plötzlichen Liegenbleiben überrascht zu werden. Zwar ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sich Startphasen eher im Winter verlängern, doch aktuelle Statistiken widerlegen diese These nun in großen Teilen. Demnach kommt es verstärkt in den wärmeren Monaten zu Batterieproblemen. Hierfür gibt es einen plausiblen Grund, der mit der genutzten Elektronik im Fahrzeuginneren zu tun hat. Musste eine 12V-Autobatterie früher den Startvorgang, die Beleuchtung, Lüftung, Heizung und das Radio versorgen, hängen heutzutage deutlich mehr Endverbraucher daran. Klimaanlage, Sensoren, Schließanlage, elektrische Fensterheber, Sicherheits- und Kontrollsysteme, Bordcomputer und andere Techniken erhöhen den Verbrauch. Es bedarf also eines größeren Batteriespeichers, der über eine starke Lichtmaschine permanent wieder aufgefüllt wird. Fällt die Spannung unter 12V, springt das Auto nicht mehr an.

Manchmal ist Fremdhilfe gefragt

Lässt sich das Auto, auch nach mehreren Versuchen, nicht starten, ist man auf Fremdhilfe angewiesen. Benötigt werden also ein Spenderfahrzeug sowie ein ausreichend dimensioniertes Starthilfekabel. Doch nicht immer sind andere Menschen im Zeitraum des Geschehens zugegen; und manche sogar nicht gewillt, zu helfen. Zu groß ist die Unwissenheit, welche Vorkehrungen für eine gelingende Starthilfe gewährleistet werden müssen. Auskünfte darüber sind in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs zu finden. Wer überstürzt handelt, riskiert nicht nur Schäden am Auto, sondern spielt auch mit seiner Gesundheit. Die Spannung einer Autobatterie reicht bereits aus, schwere Verbrennungen zu verursachen und einen Herz-Kreislauf-Kollaps auszulösen. Zunächst gilt es, die Starthilfekabel auf Beschädigungen zu prüfen. Liegen keine vor, müssen die beiden roten Pluspole miteinander verbunden werden. Anschließend wird der Minuspol des Spenderfahrzeugs mit der Masse des Empfänger-PKW verbunden. Befestigungsziel sollte hierbei ein Karosseriebauteil sein. Steht die Verbindung, soll zunächst der Spenderwagen gestartet werden, ehe das liegengebliebene Fahrzeug an der Reihe ist.

Startprobleme? Jetzt helfe ich mir selbst!

Das Unterfangen gestaltet sich umso schwieriger, wenn das defekte Auto an einer stark befahrenen Straße oder ungünstig in einer Parklücke steht. Nicht immer ist es möglich, ein Spenderfahrzeug neben dem Motorraum zu platzieren. Starthilfe ist nicht nur im Winter ein Problem und kann das ganze Jahr über auftreten. Moderne Ladegeräte versprechen Soforthilfe im Handtaschenformat. Ausgestattet mit einem kleinen Akku, wird an Ort und Stelle kein Anschluss an das Stromnetz mehr benötigt. Die kompakten Sets sind darauf ausgelegt, dass sie der Batterie beim Startvorgang genügend Energie liefern und der Motor anspringt. Danach heißt es, den Motor laufen zu lassen, damit er die Batterie wieder von selbst auflädt. Ganz ohne Pannendienst und Fremdhilfe ist es auf diesem Wege möglich, eine schwache Autobatterie erfolgreich zu überbrücken.

Autobatterie besser nicht vom Netz nehmen

Von Tipps, eine ermüdete Batterie abzuklemmen und zuhause aufzuladen, ist heutzutage dringend abzuraten. Hierbei muss nicht nur das Radio neu programmiert bzw. per Code freigeschaltet werden, sondern auch andere elektronische Verbraucher; nachdem der Kreislauf unterbrochen war. Ist eine Batterie endgültig kaputt und spricht nicht auf Starthilfe an, empfiehlt sich der Gang zur Werkstatt oder das Hinzuziehen eines Pannendienstes.

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