Sicherer Umgang mit Feuerstellen im Garten

Fotolia.de #226456213 | Urheber: Marc Bode
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Eine Feuerstelle auf dem eigenen Grundstück klingt für so manchen Gartenbesitzer verlockend. Lodernde Flammen, das Knacken und Knistern des Holzes sowie eine wohlige Wärme, die dem Garten auch im Winter eine behagliche Atmosphäre verleiht und zum gemütlichen Lagerfeuer einlädt.
Feuer übt schon seit Jahrtausenden einen immensen Einfluss auf den Menschen und seine Lebensweise aus. Lange Zeit war es zudem ein überlebensnotwendiges Element für ihn. Noch heute löst es einen gewissen Reiz aus, ruft sowohl Faszination als auch Respekt hervor.
Doch was gilt es zu berücksichtigen im Umgang mit einem offenen Feuer? Wie müssen der Garten und die Feuerstelle gesichert werden, damit es nicht zu Unfällen kommt? Und gibt es eventuell alternative Möglichkeiten, die weniger Risiken mit sich bringen?

Rechtliche Vorgaben

Wer eine Feuerstelle im Garten anlegen möchte, sollte sich zunächst mit den Richtlinien vertraut machen, die dafür in der jeweiligen Gemeinde Gültigkeit haben. Obwohl sich solche Regelungen von Ort zu Ort unterscheiden, ist in den allermeisten Fällen tatsächlich eine Genehmigung für offenes Feuer erforderlich. Diese kann man beim zuständigen Ordnungsamt einholen. Feuer in einer Feuerschale oder -korb mit weniger als einem Meter Durchmesser bedürfen hingegen keiner besonderen Anmeldung. Man ist dennoch verpflichtet, sich an die Vorschriften der Landes- sowie Bundes-Immissionsschutzgesetze zu halten.

Regeln beachten und Gefahren minimieren

Genauso gelten für das Anzünden und Abbrennen im Garten bestimmte Regeln, an die man sich zu halten hat. Bei Verstößen dagegen können hohe Geldstrafen drohen. Daher müssen folgende Vorgaben beherzigt werden:

  • Nasses Holz, frische Zweige oder Laub darf man nicht verbrennen, da sich dabei sehr viel Qualm bildet. Die Belästigung der Nachbarn wäre damit vorprogrammiert. Stattdessen sollte man lieber trockenes, naturbelassenes Holz verwenden.
  • Das Wetter spielt ebenfalls eine wichtige Rolle: So darf bei starkem Wind kein Feuer entfacht werden, da dieser nicht nur die Rauchentwicklung sondern auch den Funkenflug begünstigen würde. Bei extremer Trockenheit und Waldbrandgefahr sind offene Feuer gleichermaßen verboten.
    Abfälle, Sperrholz und verunreinigtes Holz haben beim Abbrennen nichts verloren. Das Benutzen von Brandbeschleunigern oder Benzin ist ebenso strengstens untersagt, da mit diesen Mitteln das Verletzungsrisiko erheblich steigt.
  • Man sollte eine Umrandung um die Stelle herum errichten, beispielsweise aus Steinen oder Sand. Zudem wird ein Abstand von circa 50 Metern zu Gebäuden und brennbaren Materialien empfohlen.
  • Am wichtigsten ist es, das Feuer ständig im Auge zu behalten und Löschmittel wie Feuerlöscher oder Wassereimer in greifbarer Nähe bereit zu stellen.

Alternativen zu offenem Feuer im Garten

Wem das Installieren einer Feuerstelle zu viel Aufwand und die Brandgefahr im Garten zu groß ist, der kann auf andere Möglichkeiten zurückgreifen, um dort eine gemütliche Atmosphäre zu erzeugen. Schließlich ist die fehlende Wärme draußen der Hauptgrund, warum viele Gartenbesitzer sich im Herbst oder spätestens zum ersten Wintereinbruch ins Haus zurückziehen. Dabei bietet sich abgesehen von Feuerschalen und -körben die Option an, elektrische Heizstrahler oder gasbetriebene Heizpilze zu erwerben und im Freien aufzustellen. Deren Vorteil gegenüber offenen Feuern liegt zum einen vor allem in ihrer Mobilität. Zum anderen erwärmen sie sich relativ schnell und es bereitet einem nicht so große Umstände, sie aufzubauen oder abzusichern. Ein Gas-Heizpilz liefert dabei eine höhere Heizleistung als ein Elektrostrahler. Außerdem benötigt man für ihn keinerlei Kabelanschluss oder Steckdosen. Allerdings sollten auch hier einige Vorkehrungen getroffen werden, um größtmöglichen Schutz im Garten zu gewährleisten. Dazu gehören unter anderem:

  • ein stabiler Standort im Freien
  • Möglichkeiten zur durchgehenden Beaufsichtigung des Gerätes
  • der nötige Sicherheitsabstand zu Gefahrenquellen