Neuen wetterfesten Terrassenboden ganz einfach verlegen

(Quelle: https://www.pexels.com/de-de/foto/regentropfen-1529360/)

Bei dem Gestalten von Außenbereichen kommt es darauf an, die Materialien und Flächen wetterfest zu machen. Damit Regen und Frost nicht zu Schäden und unschönen Folgen führen, muss man beim Bau einer Terrasse vorsorgen. Ein wichtiger Teil ist das Entwässern der Terrassenfläche und die Isolierung vom Untergrund. Beides lässt sich mit Stelzlagern ganz leicht erreichen.  

Stelzlager schützen vor Staunässe und Frostschäden

Stelzlager sind Füße, die unter der Stein- oder Fliesenfläche angebracht werden. Dadurch entsteht ein Abstand zwischen dem Terrassenboden und seinem Untergrund. Im Winter ist das Steinwerk deshalb vor Bodenfrost geschützt. 

Da die Füße sich verstellen lassen, eignen sie sich außerdem, um eine Drainage zu erstellen, die Regen- und Putzwasser ableitet. Besonders raffiniert sind Stelzlager mit nivellierenden Köpfen, die sich selbst an den passenden Winkel anpassen, damit die Fliese trotz wechselhaftem Untergrund eben liegt. Tipp: Auf https://www.my-harry.de/ findet man höhenverstellbare Stelzlager für Terrassendielen und Platten und hilfreiche Anleitungen zur Verlegung.

Welche Terrassenböden kann man auf Stelzlagern verlegen?

Stelzlager können Platten aus Beton, Granit und Keramik tragen. Sie sollten dafür allerdings mindestens 2 cm stark sein und eine Kantenlänge von 40 bis 50 cm haben, da sie sonst zwischen den gesetzten Stelzen instabil werden.

Für Balkone oder Terrassen, die Holz- oder WPC-Beläge nutzen, kann man auch Stelzlager benutzen. Bei diesen wird allerdings nicht die Diele selbst, sondern die Tragebalken, die mit dem Boden verschraubt werden, befestigt.

Vorteile und Nachteile von Stelzlagern

Vorteile

Nachteile

laienfreundlich

Akustik klingt hohl

vergleichsweise kostengünstig

genaue Planung von Anzahl und Position

können Unebenheiten ausgleichen

Fliesen können bei starkem Stoß brechen

wasser- und frostsicher

nicht für nachgebende Böden geeignet

Hohlraum kann für Kabel o. ä. genutzt werden

 

 

In 3 Schritten zum neuen Terrassenboden

Stelzlager sind leicht zu verlegen und benötigen kein besonderes Werkzeug, das man sich als Laie erst anschaffen muss. Die folgenden drei Schritte sollten dabei bedacht werden.

Verlegeplan erstellen

Die Planung ist für das Verlegen von Stelzlagern besonders wichtig. Zwar nimmt man keinen Schaden, wenn man sich verplant, aber die Arbeit ist gestört, wenn man mittendrin feststellt, dass einem die Stelzlager fehlen, um weitermachen zu können. Am besten macht man sich gleich zu Beginn einen visuellen Plan. Darin hält man fest, wo die Platten und die nötigen Lager liegen sollen. Bei großen Platten legt man sie nicht nur an den Kanten, sondern auch in der Mitte der Fliese.

Man muss auch bedenken, wie sich der Höhenaufbau der neuen Terrasse gestaltet und wie Einstiege und Treppen gelegt werden müssen, um die Fläche nutzbar zu machen. Stelzlager fügen mindestens 6 cm Höhe zu der 2 cm starken Fliese hinzu. Das muss bei der Planung bedacht werden.

Stelzlager ausrichten

Hat man den visuellen Plan gezeichnet, kann man die Stelzlager dort platzieren, wo sie laut Plan hingehören. Es lohnt sich dabei möglichst genau zu sein. Mit einer Wasserwaage kann man die Höhe und Winkel zwischen den benachbarten Stelzlagern überprüfen. Wer starke Höhenunterschiede in seinem Untergrund hat, sollte Richtschnüre ziehen. An den gespannten Hilfslinien kann man die Ausrichtung und Höhe der Stelzlager orientieren.

Stelzlager haben kleine Kunststoff-Stege, die vorgeben, wo die Kante einer Fliese aufliegen soll. Auch diese kann man beim Auslegen der Lager bereits aneinander orientieren. Danach sollte man die Lager, vor allem bei unebenem Untergrund, mit Dübeln im Boden sichern.

Terrassenboden verlegen

Wenn die Vorarbeit geleistet ist, hat man das Schlimmste bereits hinter sich. Jetzt geht es darum, die Platten zu verlegen. Dank der Markierungen ist es nicht schwer, die Platten korrekt anzuordnen. Durch die Stege wird auch der Abstand der Platten zueinander und damit die Fugenbreite vorgegeben, durch die später das Wasser ablaufen kann.

Beim Verlegen des Bodens muss man ebenfalls ordentlich arbeiten. Wenn man jetzt bei einzelnen Platten nachlässig ist, rächt sich das am Ende. Während man die Platten verlegt, hat man noch Zugriff auf die Stelzlager, auf denen sie platziert sind. So kann man dabei darauf achten, dass die Fläche plan ist und die Lager gegebenenfalls durch ihre Gewinde in der Höhe verstellen. Auch hier arbeitet man am besten mit Wasserwaage und Richtschnur.

Am Ende muss man, wenn man gut geplant hat, nur wenige Platten kürzen, um einen glatten Abschluss zu finden. Für den Randabschluss kann man Setzstufen-Anschluss-Clips nutzen. Das sind kleine Metallhalterungen, die die Seitenplatten festhalten. Eine andere Option ist eine Randabschluss-Verkleidung, die passgenau an Stelzlagern befestigt mit der letzten Fliesenreihe abschließt.