Mehr Sicherheit im Haus mit diesen Tipps

Deutschland gehört zu den wohl sichersten Ländern der Welt. Einwohner und Touristen fühlen sich in den deutschen Regionen sehr wohl und haben keine Angst, allein vor die Tür zu gehen. Dies zeigt sich auch an Statistiken: War die Kriminalitätsrate in unserer Bundesrepublik nach dem Fall des Eisernen Vorhangs sehr hoch, sanken die Delikte in den letzten Jahren immer weiter ab. Im Jahr 2021 wurde eine Reduktion von 27 Prozent im Vergleich zu 1993 festgestellt.

Nichtsdestotrotz kommt es auch in den deutschen Gefilden zu Straftaten. Diebstahl- und Raubdelikte befinden sich aktuell an der Spitze der Kriminaldelikte. Vergangenes Jahr wurden 54.236 Fälle bei der Polizei gemeldet. Einige Versuche konnten erfolgreich unterbunden werden, dennoch ist es 2021 zu einem Schaden von rund 180 Millionen Euro gekommen. Diese Zahlen und Fakten zeigen deutlich, dass Überfälle und Einbrüche in den eigenen vier Wänden zwar unwahrscheinlich sind, aber sich im Bereich des Möglichen bewegen.

Wer das eigene Hab und gut schützen möchte und sich vor einem psychischen und womöglich physischen Trauma bewahren will, sollte die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen einleiten.

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Technische Helfer verwenden

Möchte man sich vor Überfällen schützen, sollte man das eigene Haus einbruchssicher machen. Leider gibt es keine Garantie, dass die Kriminellen keine Möglichkeit finden, um sich Zugang zu verschaffen. Mit den richtigen Hilfsmitteln kann man allerdings dafür sorgen, dass der Einstieg ins Eigenheim so schwer wie möglich gestaltet wird.

In einer Untersuchung, die von der nordrhein-westfälischen Polizei geleitet wurde, kamen die Beamten zu dem Schluss, dass fast die Hälfte der Einbrecher die Flinte ins Korn wirft, wenn die Versuche nicht nach spätestens fünf Minuten zum gewünschten Ergebnis führen. Und dank der technischen, mechanischen und digitalen Möglichkeiten, können die unliebsamen Gäste heutzutage mit Leichtigkeit abgewiesen werden. Tatsächlich scheitert nahezu jeder zweite Einbruchsversuch an den umfassenden Sicherheitseinrichtungen der Bewohner:

Alarmanlage installieren

Die Alarmanlage ist kein Gerät, das einen Einbruch aktiv unterbindet. Sie stellt ein Mittel dar, dass zur Abschreckung dient. Machen sich Einbrecher an den Fenstern zu schaffen oder werden über die zugehörigen Kameras verdächtige Bewegungen erfasst, meldet die Alarmanlage die Gefahr. Ein schriller Laut ertönt, welcher die Besitzer warnen und die Einbrecher in die Flucht schlagen soll. Mittlerweile gibt es jedoch eine Vielzahl von Alarmanlagen, die alle auf unterschiedliche Weise funktionieren und Alarm schlagen.

Die Anlage reduziert die Zeit, die dem Kriminellen im Haus bleibt und sendet automatisch ein Notrufsignal an die Polizei. Oftmals reicht es bereits aus, über ein solches System zu verfügen. Bemerken die Einbrecher die Installation, lassen sie von ihren Versuchen ab und suchen das Weite. Die Alarmanlage ist eine lohnende Anschaffung, welche die Sicherheit des Hauses erhöhen kann. Dennoch ist es wichtig, Vorkehrungen zu treffen, welche das Eindringen des Kriminellen erschweren.

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Lichtschranken verwenden

Einbrüche werden im Normalfall in der Nacht verübt. Im Schutze der Dunkelheit fallen die verbrecherischen Tätigkeiten weniger auf und die Einbrecher haben mehr Zeit, den fremden Wohnraum zu betreten. Ein gutes Mittel, um die Diebe von ihrem Vorhaben abzuhalten, ist für Helligkeit zu sorgen. Mit Leuchtschranken und Lichtern mit integrierten Bewegungsmeldern wird das Grundstück um das Eigenheim hell erleuchtet. Die Kriminellen erhalten einen ordentlichen Schreck und machen sich in der Regel schnellstens vom Acker.

Kameras einsetzen

Seit jeher werden Überwachungssysteme im Außen- und Innenbereich von öffentlichen Gebäuden, Unternehmen und der Gastronomie eingesetzt, um die Machenschaften der Besucher im Auge zu behalten. Kameras rentierten sich allerdings auch für Privatpersonen, die sich gegen Diebstahl wappnen möchten. Wichtig ist, die Kameras so zu platzieren, dass sie eine möglichst große Fläche erfassen. Richten Sie die Linsen auf den Eingangsbereich und auf Fenster, Terrassen und Balkone, die leicht als Zugang genutzt werden können. Es sollte zudem darauf geachtet werden, die Kameras so anzubringen, dass sie nicht zerstört werden können.

Schlosssystem installieren

Die deutschen Haustüren gelten weltweit als sehr robust und einbruchssicher. Dennoch empfiehlt es sich, ein spezielles Sicherheitsschloss zu installieren. Herkömmliche Schließmechanismen halten den routinierten Fingern der Einbrecher nicht lange stand und geben schnell den Geist auf. Ein Sicherheitszylinder sorgt für die extra Portion an Schutz und kann Besitzern und der Polizei wertvolle Zeit verschaffen.

Verhaltensregeln bei Abwesenheit

Neben dem Sicherheitsequipment gibt es ebenfalls Verhaltensregeln, die dazu beitragen können, einen Einbruch zu verhindern. Denn die beste Ausstattung bringt nichts, wenn die Hausbesitzer keine Vorsicht walten lassen. Besonders zur Urlaubszeit oder an Weihnachten sind Verbrecher auf der Jagd nach einfachen Zielen. Es werden Häuser herausgesucht, die einen verlassenen Eindruck machen, um in aller Ruhe die Wertgegenstände zu stehlen.

Hält man sich an einige grundlegende Verhaltensregeln, kann das Eindringen von fremden Personen in das eigene Hab und Gut abgewendet werden:

Lichtquellen verwenden

Ist man für mehrere Tage oder sogar Wochen im Urlaub, kann das Licht nicht dauerhaft angeschaltet bleiben – das ist klar. Neben einer hohen Stromrechnung schadet man nämlich auch der Umwelt. Es gibt jedoch eine clevere Lösung: Zeitschaltuhren, die das Licht zu einer bestimmten Uhrzeit einschalten. Auf diese Art und Weise wird der Eindruck erweckt, dass das Haus bewohnt ist. Einige Zeitschaltuhren können sogar vom Smartphone oder Tablett aus bedient werden.

Eingänge verriegeln

Sobald man das Haus verlässt, sollte man alle Eingänge einbruchssicher verriegeln. Fenster und Türen sollten verschlossen sein und auch die Türen von Balkon und Terrasse müssen überprüft werden.

Bei längerer Abwesenheit bietet es sich an, die Rollläden zu schließen. Sie bilden eine zusätzliche Barriere, die das Glas der Fenster schützt und den Einbrechern dementsprechend weitere Steine in den Weg legen.

Social Media Posts vermeiden

Im digitalen Zeitalter sind Instagram, Facebook und Co. die gängigsten Kommunikationsmittel. Die Netzwerke werden genutzt, um mit Freunden in Kontakt zu treten und eigene Bilder und Videos mit den Followern zu teilen. Doch Vorsicht! Es wird davon abgeraten, Urlaubsfotos in Echtzeit zu veröffentlichen. Dadurch ist es Kriminellen nämlich möglich, die Abwesenheiten der Hausbewohner zu überprüfen und zum richtigen Zeitpunkt zuzuschlagen.

Nachbarn um Hilfe bitten

Ein eindeutiges Indiz für Einbrecher ist zudem ein gefüllter oder sogar überquellender Briefkasten. Durch diesen ist es den Kriminellen möglich, die Abwesenheit der Bewohner zu entdecken und das Eigenheim zum Ziel diebischer Aktivitäten zu machen. Hat man ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn, sollte man diese um Hilfe bitten. Während des Urlaubs können sie den Briefkasten regelmäßig leeren und zudem ein wachsames Auge auf Haus und Garten haben. Einen besseren Einbruchsschutz gibt es kaum.