Trockenbauwand selber bauen: Anleitung und Kosten

Trockenbauwand Trockenbau Wand
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Eine Trockenbauwand ist eine echte Alternative zu einer gemauerten Steinwand. Sowohl die Kosten als auch der Zeitaufwand zur Erstellung der Trockenbauwand liegen in der Regel weit unter denen einer gemauerten Steinmauer. Zudem lässt sich eine Trockenbauwand  auch mit relativ wenig handwerklichem Geschick erstellen, was man von einer gemauerten Wand nicht gerade behaupten kann.

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Sie benötigen keine teuren Spezialwerkzeuge, um eine Leichtbauwand aufzubauen. Auch das viel geringere Gewicht der Trockenbauwand ist gerade bei Dachbodenausbau von Vorteil, da die Tragbalken der obersten Geschoßdecke oft keine all zu großen Gewichte zulassen. Bauanleitung für eine Trockenbauwand: Vor Baubeginn sollten Sie zuerst das benötigte Werkzeug zusammenstellen.

Eine Trockenbauwand selber bauen

An Werkzeug wird benötigt:

  • Ein Cuttermesser zum  Schneiden der Gipskartonplatten,
  • eine Säge zum Sägen der Holzrahmenprofile;
  • bei Verwendung von Metallprofilen für die Rahmenkonstruktion eine starke Metallschere,
  • einen Akkuschrauber zum Verschrauben der Profile und Gipskartonplatten,
  • eine Bohrmaschine zum Verschrauben der Rahmenkonstruktion,
  • eine Wasserwaage,
  • ein Meterstab,
  • bei Verwendung von Holzrahmen, ein Fräser zum Ausfräsen der Kabelkanäle
  • eine 72 mm Lochsäge zum Aussägen der Steckdosen.
  • Trockenbauschleifer
  • Farbwalze
  • Malerquast

Dieses Material wird für die Trockenbauwand benötigt:

  • Holzständerwerk oder Alu Profile
  • Schalldämmmaterial
  • Gipskartonplatten
  • Gipskartonspachtelmasse
  • Gipskartonschrauben
  • Schleifpapier
  • Tiefengrund
  • Dispersionsfarbe

Die richtigen Trockenbauwand Profile auswählen:

Zum Bau von Trockenbauwänden eignen sich sowohl Holz bzw. Holzlatten, ein vorgefertigtes Holzständerwerk oder Alu-Profile. Im folgenden werden die Vorteile und Nachteile der einzelnen Ständerwerke erläutert:

Holzlatten:

Herkömmliche Holzlatten wurden früher hauptsächlich im Trockenbau eingesetzt. Der Vorteil ist, dass sich die Holzlatten sehr einfach sägen, bohren und schrauben lassen. Der Nachteil von Holz – Latten im Trockenbau ist, dass diese häufig nicht absolut gerade sind. Somit können Unebenheiten in der Wand auftreten. In Feuchträumen ist Holz zum Bau einer Trockenbauwand nicht zu empfehlen, da sich das Holz bei Feuchtigkeitseinwirkung verzieht.

Holzständerwerk:

Im Fachhandel werden auch vorgefertigte Holzständerwerke zum herstellen von Trockenbauwänden angeboten. Dieses Holz Ständerwerke verfügen über eingefräste Nuten, so dass die Holz – Rahmenteile über Winkel miteinander verbunden werden können. Allerdings sind die Kosten für diese Holzständerwerke relativ hoch. Sie sollten mit Kosten von ca. 4 Euro pro lfm. kalkulieren. Für Feuchträume sind diese Holzständerwerke eher nicht zu empfehlen, da diese sich bei Feuchtigkeitseinwirkung ebenfalls verziehen können.

Alu Trockenbauwand Profile:

Alu Trockenbauwand Profile werden derzeit am häufigsten eingesetzt. Die Profile lassen sich sehr schnell montieren. Zudem eignen sich Alu Trockenbauwandprofile hervorragend zum Einsatz in Feuchträumen, da sich diese nicht verziehen können. Der einzige Nachteil der Alu Trockenbau Profile ist  die etwas gewöhnungsbedürftige Verarbeitung. Beim Schrauben der Profile benötigen Sie an Anfang etwas Übung, da die Schrauben häufig an dem sehr glatten Aluminium abgleiten. Beim Bau einer Trockenbauwand kommen CW Profile, UA Profile und UW Profile zum Einsatz.


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Die Trockenbauwand selber bauen

Trockenbauwand selber bauen
Trockenbauwand selber bauen

1. Den Untergrund für die Leichtbauwand vorbereiten

Als erstes beginnen Sie mit der Vorbereitung des Untergrundes für die Trockenbauwand. Teppich, Laminat oder Klickparkett müssen an der Stelle an der die Leichtbauwand stehen soll entfernt werden.

2. Die Rahmenkonstruktion aufstellen

Dann beginnen Sie mit dem Aufbau der Rahmenkonstruktion. Sie können sowohl Holz als auch spezielle Alu Trockenbaumetallprofile für die Rahmenkonstruktion verwenden. Alle Rahmenteile die mit Bauteilen des Gebäudes in Berührung kommen müssen mit selbstklebenden Filzsteifen gedämmt werden, um Schallbrücken zu vermeiden und die Schallschutz – Erfordernisse zu gewährleisten.

Zuerst werden die Längsrahmenteile am Boden mit Dübeln verschraubt (Achtung wenn eine Fußbodenheizung vorhanden ist dürfen die Rahmenteile nicht am Boden verschraubt werden, da die Gefahr besteht, dass die Heizschleifen angebohrt werden könnten. In diesem Fall müssen die am Boden liegenden Rahmenteile für die Trockenbauwand mit speziellem Kleber verklebt werden.) Dann bringen Sie  die waagrechten Deckenprofile und die senkrechten Wandprofile an. Bei Verwendung von Einmann – Gipskartonplatten, die die Maße 2600x600mm besitzen, wird nun alle 60 cm ein Längsträger verschraubt.

Hinweis bei der Verwendung von Alu Trockenbauwand Profilen:

Als Erstes werden die waagrechten UW-Profile angebracht. Erst wenn Sie die UW Profile verschraubt haben, können Sie die senkrechten CW Profile aufstellen. Für den Fall, dass eine Türe in der Trockenbauwand vorgesehen ist, so schieben Sie an der Betreffenden Stelle Türsturzprofile ein. Schneiden Sie dazu das Türsturzprofil mit einer Blechschere an beiden Enden  ein. Anschließend biegen Sie die Enden rechtwinklig ab. Jetzt können Sie das Türsturzprofil zwischen den Türständerprofilen in der benötigten Höhe befestigt werden.


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3. Kabeldurchlässe ausfräsen und Kabelrohre verlegen

Nun werden eventuelle Kabeldurchlässe in die Holzträger gefräßt, bei Verwendung von Metallprofilen sind die  Durchlässe häufig schon ausgestanzt. Die Kabel können in Rohrleitungen verlegt werden, damit man bei einem schadhaften Kabel später nicht die ganze Trockenbauwand öffnen muss.

4. Die Gipskartonplatten anbringen

Nun werden die Gipskartonplatten nacheinander auf einer Seite der Trockenbauwand mit speziellen Trockenbauschrauben an die Rahmenkonstruktion angeschraubt. Es sollte ca. alle 25 cm eine Schraube eingeschraubt werden. Von der anderen Seite der Leichtbauwand kann man jetzt die Schallschutzisolierung einbringen. Bei der Schallisolierung handelt es sich um spezielle Mineralwollmatten, die in der Regel eine Stärke von 60mm haben. Anschließend wird auch die andere Seite der Trockenbauwand mit Gipskartonplatten verkleidet.

5. Die Löcher für die Steckdosen Bohren

Als nächstes werden die Löcher für die Steckdosen mit einer Lochsäge gebohrt. Geeignete Lochsägen für Bohrmaschinen sind in jedem Baumarkt erhältlich. Achten Sie beim Aussägen der Löcher mir der Lochsäge darauf, dass Sie die Bohrmaschine absolut rechtwinklig halten.


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6. Die Fugen zwischen den Gipskartonplatten verspachteln

Die Fugen zwischen die einzelnen Gipskartonplatten werden mit einem speziellen Fugenband versehen, um Spannungsrisse zu vermeiden, und dann mit Trockenbauspachtel verspachtelt. Nach dem Aushärten wird die überschüssige Spachtelmasse auf der Trockenbauwand mit einem Trockenbauschleifer verschliffen.

7. Die Trockenbauwand grundieren und streichen

Bevor Sie die Leichtbauwand streichen können, sollten Sie diese mit einem Tiefengrund grundieren. Der Tiefengrund verringert die Saugfähigkeit der Gipskartonplatten und gewährleistet eine optimale Haftung der Farbe. Den Tiefengrund können Sie mit einem Malerquast auftragen. Nach dem Trocknen des Tiefengrundes tragen Sie die Dispersionsfarbe mit einer Farbwalze auf. Hinweis: In der Regel sind mindestens 2 Anstriche erforderlich, um eine optimale Farbdeckung zu gewährleisten.

Trockenbauwand Kosten

Die nachfolgende Preisliste gibt die Kosten für eine Trockenbauwand incl. 19% MwSt. an. Die in der Preisliste angegebenen Preise sind Durchschnittspreise und können regional unterschiedlich sein.

Trockenbauwand Material

Preise

Holzlatten1,70-2,00 Euro pro lfm.
Holzständerwerk3,50-4,00 Euro pro lfm.
CW Profile1,20-1,4,00 Euro pro lfm.
UW Profile1,40-1,60 Euro pro lfm.
Türsturzprofile6,50-7,50 Euro pro lfm.
UA Profile4,50-5,50 Euro pro lfm.
Gipskartonplatten3,50-4,50 Euro pro m²
Trockenbauschrauben10-12 Euro für 1000 Stück
Schallschutzdämmung / Akustikplatten 50 mm stark1,70-2,00 Euro pro m²
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