Wohnraumgestaltung: Korkfußboden verlegen

Korkfussboden wird aus der Rinde der Korkeiche hergestellt. Das Naturmaterial Kork schafft eine angenehme, wohnliche und strapazierfähige Bodenoberfläche. Auch die Trittschalldämmung und die Wärmedämmung wird durch den Korkfussboden verbessert. Korkböden werden naturbelassen oder schon versiegelt im Fachhandel angeboten.


Werbung

Korkfußboden ist auch als Klickparkett mit fertiger Oberflächenbeschichtung erhältlich, der dann so wie jeder andere Klickparkett verlegt werden kann. Meistens wird Korkboden in Plattenform verwendet, der mit dem Untergrund verklebt wird. Vor dem Verlegen des Korkbodens muss sichergestellt sein, dass der Untergrund sauber, fettfrei und eben ist. Die Pakete mit den Korkplatten sollten einige Tage vor dem Verlegen geöffnet im Zimmer gelagert werden, da sich das Naturmaterial erst akklimatisieren muss. Der Korkfußboden wird mit einem speziellen Korkkleber verklebt, wobei die einzelnen Korkfliesen nicht mit Kreuzfugen, sondern versetzt auf Stoß verlegt werden, da es bei Belastung ansonsten zum Ausbrechen der Ecken kommen kann. Nachdem der Kleber getrocknet ist, werden eventuell vorhandene Unebenheiten mit einem Excenter- oder Schwingschleifer beseitigt. Damit der Korkfußboden widerstandsfähig wird, sollte man diesen mit einem speziellen Hartwachsöl versiegeln. Bei der Versiegelung ist es sehr ratsam die Herstellerangaben zu beachten.

Alten Korkfußboden entfernen

Alter Korkfussboden lässt sich relativ schwer entfernen, da er durch das Verkleben mit dem Korkkleber großflächig und kraftschlüssig verbunden ist. Da Kork ein sehr elastisches Material ist, lässt es sich auch nicht wie Keramikfliesen mit einem Elektrohammer zertrümmern und abstemmen. Kleine Korkflächen kann man mit einem Hammer und einem breiten flachem Spachtel bzw. Meissel entfernen. Sollen einige Quadratmeter Korkfussboden entfernt werden, so kann man dies mit einem Elektroschaber erledigen. Größere Korkflächen können effektiv nur mit speziellen Geräten wie z.B. einem Teppichstripper entfernt werden. Solche Geräte braucht man nicht kaufen, man kann sich diese in einem Baumarkt ausleihen.


Werbung

Korkfußboden und Fußbodenheizung

Da Kork sehr gute Wärmedämmeigenschaften besitzt, ist es ratsam sich beim Kauf des Korkbodens über den Wärmedurchlasswiderstand zu erkundigen. Der Wärmedurchlasswiderstand sollte unter 0,17m²K/W liegen wenn eine Warmwasser – Fussbodenheizung verwendet werden soll. Eine Elektro – Fussbodenheizung kann in Kombination mit einem herkömmlichen Korkfussboden nicht verlegt werden. Vor der Verlegung eines Korkbodens in Kombination mit einer Fussbodenheizung sollte man in jedem Fall einen Fachmann um Rat fragen.

Werbung