Der Elektrohobel fristet kein Nischendasein mehr – Dank Upcycling

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Mit dem Elektrohobel geht die Arbeit noch einmal so leicht von der Hand. Ein Handhobel erfordert einen viel größeren Kraftaufwand.

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Der Hobel war bis vor ein paar Jahren ein Standardwerkzeug für Heimwerker, die viel mit Holz arbeiteten. Heute fristet er eher ein Nischendasein in der Heimwerkerwerkstatt, da es nahezu perfekte Holzplatten in jedem Baumarkt gibt. Beim Holzhändler können Heimwerker jede Holzsorte auf Maß bestellen.

Da ist ein eigener Hobel meistens überflüssig. Mit der Upcycling-Bewegung, also der Wiederverwendung von gebrauchtem Holz, erfährt der Hobel in der letzten Zeit sozusagen eine Renaissance. Aus alten Paletten, die vor der weiteren Verwendung eine intensive Behandlung mit dem Hobel brauchen, werden neue Möble, wie Couchtische, Betten oder ganze Lounges. Mit einem Elektrohobel ist die Bearbeitung des groben, alten und verzogenen Holzes ein Kinderspiel.

Es gibt zwei Varianten – handgeführte und stationäre Geräte

Am häufigsten findet sich in der Heimwerkerwerkstatt der handgeführte Elektrohobel, der sich mit entsprechenden Anschlägen, die häufig im Lieferumfang enthalten sind, auch für die Bearbeitung grober Werkstücke eignet. Dabei kann der Heimwerker mithilfe einer Stellschraube genau einstellen, wie viel Material er von der Oberfläche des Werkstücks abtragen möchten. Mit geringem Kraftaufwand und ohne ständiges Nachmessen und Ausnivellieren ist es möglich, das Palettenholz in saubere und glatte Hobelware zu verwandeln. Damit lassen sich beim Upcycling besonders gut Ergebnisse erzielen. Aber auch beim Kauf von Materialien lässt sich so bares Geld sparen. Es ist nicht unbedingt notwendig, gehobeltes Holz zu kaufen. Der Preisunterschied zu sägerauem Material kann erheblich sein. Wer sich einen neuen Hobel kaufen möchte, sollte sich zuvor informieren. Das Angebot ist groß, die Unterschiede zwischen den einzelnen Geräten oft nur marginal, was die Ausstattung betrifft. Was die Qualität anbelangt, können die Unterschiede enorm sein. Mithilfe ausführlicher Testberichte zu verschiedenen Herstellern kann sich jeder das Gerät aussuchen, das seinen Ansprüchen am ehesten entspricht.

Leistungsmerkmale eines guten Elektrohobels

Ein guter Elektrohobel ist mit einem sogenannten Parkschuh ausgestattet. Dieser verhindert, dass die Hobelwelle sich beim Abschalten des Hobels in die Werkbank schlägt. Moderne Elektrohobel haben Hartmetallmesser (HM-Wendemesser) mit einer besonders langen Lebensdauer. Der Nachteil dieser Messer liegt darin, dass es nicht möglich ist, sie zu schärfen. Werden sie stumpf, ist es zunächst möglich, das Messer umzudrehen. Danach ist das Messer auszutauschen. Wendemesser aus HSS-Stahl sind etwas empfindlicher und nur für die Bearbeitung von Weichholz geeignet. Sogenannte Rustikal-Wendemesser bestehen ebenfalls aus HSS-Stahl. Sie haben eine geschwungene Form und rauen das Holz unregelmäßig auf. So bekommen die bearbeiteten Oberflächen einen rustikalen Touch. Die Messer aus HSS-Stahl sind am Anfang besonders scharf und sorgen für sehr gute Arbeitsergebnisse. Allerdings stumpfen sie schneller ab. Bei schnellem Abstumpfen besteht der Hauptnachteil darin, dass der Hobel nach jedem Messerwechsel wieder neu einzustellen ist. Denn durch die Abnutzung verändert sich natürlich auch das Maß der Hobelmesser. HSS-Stahl ist ein Schnell-Arbeitsstahl (High Speed Steel), der besonders für Werkzeuge mit hohen Geschwindigkeiten geeignet sind.

So funktioniert ein Elektrohobel

Der Elektrohobel ist mit einer rotierenden Welle ausgestattet, die zwei Messer antreibt. Diese Welle besteht im Normalfall aus Aluminium und der Antrieb erfolgt mithilfe eines Riemens und einem elektrischen Motor. Mit bis zu 10.000 Umdrehungen pro Minute können Elektrohobel eine sehr hohe Drehzahl erreichen. Vor und hinter der Hobelwelle befindet sich die Hobelsohle. Im vorderen Teil sind V-förmige Nuten angebracht, die die Führung der Werkstücke erleichtern. Die Abtragsleistung der Hobelmesser lässt sich bei den meisten Geräten stufenlos einstellen. Eine viel genauere Beschreibung für die Funktionsweise eines Hobels ist im Blog „Holzbearbeitung mit Handwerkzeugen“ zu finden.

Das Arbeiten mit dem Elektrohobel

Es ist wichtig, den Elektrohobel bei eingeschaltetem Motor anzusetzen. Das Messer sollte sich immer frei drehen können. Bei sinkender Drehzahl lässt sich die Dicke der Hobelspäne verringern. Bei größeren Arbeiten ist der bei den meisten Geräten im Lieferumfang enthaltene Staubbeutel nicht groß genug. Hier empfiehlt es sich, einen Werkstattsauger zu benutzen. Einige der Geräte lassen sich direkt mit einer Absaugvorrichtung verbinden. Wer vor allem dickere Späne hobelt, sollte den Staubbeutel häufig leeren, sonst verstopfen die Absaugkanäle. Das kann zu schlechten optischen Ergebnissen führen.

Wer sich einen Elektrohobel kaufen möchte

Der Kauf eines Elektrohobels ist vergleichsweise unkompliziert. Für den Heimwerker reichen die Leistungen preisgünstiger Geräte vollkommen aus. Viel wichtiger als tolle Geräteeigenschaften ist der fachgerechte Einsatz und dem Zweck angepasste Hobelmesser. Für besondere Einsatzzwecke gibt es diverse Sonderformen, wie den Zimmermannshobel oder den Balkenhobel. Diese verfügen über eine größere Hobelbreite. Normale Geräte haben eine Hobelbreite von 82 Millimetern. Die Sonderformen können bis zu 350 Millimeter breite Flächen hobeln. Damit lässt sich grobes, sägeraues Bauholz besonders leicht glätten. Darüber hinaus verfügen diese Geräte über einen besonders großen Auswurf für die Hobelspäne. Hier lassen sich auch feuchte Späne sicher entsorgen.

Ideen für Möbel aus Palettenholz

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  • Pflanzenregal

Blumen und selbst gezogene Kräuter sind nicht nur auf der Fensterbank ein Hingucker. Sie wachsen auch in einem kleinen Garten oder auf dem Balkon. Aus einer alten Palette entsteht schnell ein schickes Pflanzenregal, auf dem sich Petersilie, Basilikum, Schnittlauch und Co. besonders wohlfühlen.

  • Sofa

Ein stylishes Sofa mit großer Sitzfläche und praktischen Armlehnen lässt sich aus sechs Europaletten leicht selbst bauen. Wer sein Sofa noch mit Lenkrollen ausstattet, hat ein mobiles Möbelstück, das sich leicht umplatzieren lässt.

  • Wohnzimmertisch

Ein besonderer Couchtisch entsteht schnell und einfach aus zwei aufeinander gestapelten Paletten, die zur Sicherheit miteinander verschraubt sind.

  • Schreibtisch

Aus zwei Paletten kann ein Schreibtisch-Unikat entstehen. Als Beine können zwei höhenverstellbare Holzklappböcke dienen, die mit der Tischplatte verschraubt ein stabiles Untergestell ergeben.

  • Regal

Aus Paletten kann fast jedes Möbelstück entstehen – so auch ein Regal. Es lässt sich nach Bedarf in der Breite an die persönlichen Bedürfnisse anpassen.

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