Fliesenlegen selbst gemacht – Tipps und Hinweise

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Fliesenlegen gehört zu den heimwerklichen Tätigkeiten im Haus, die der Hausherr mit ein wenig Geschick und nach einer kurzen Einleitung selbst erledigen kann. Bevor es richtig losgehen soll, werden einige Vorbereitungsarbeiten benötigt.

Den Untergrund vorbereiten

Fläche, die verfliest werden soll, muss vor allem eben, trocken, tragfähig, fest sein und keine Risse aufweisen. Irgendwelche Putz- oder Spachtelschichten gehören nicht obendrauf und dürfen nicht hochliegen. Als Erstes wird festgestellt, woraus die alte Oberfläche besteht. Striche aus Zement dürfen nicht jünger als 28 Tage und trocken sein. Calciumsulfatestriche müssen über einen Feuchtigkeitsgehalt von Minimum <0,5 CM-% verfügen und ebenfalls sauber geschliffen, grundiert und abgesaugt werden. Beheizte Estriche aus Zement oder Calciumsulfat müssen aufgeheizt werden, bevor man sie verlegen darf. Böden aus Holz – Spannplatten oder Dielenböden – müssen genügend fest, stabil, trocken und frei von farblichen Überresten sein. Darüber hinaus sollten Holzboden nachverschraubt und die Spannplatten in Nut und Feder verleimt werden.

Werden die Fliesenarbeiten im Nassbereich stattfinden, muss man für ausreichende Innenabdichtung sorgen. Die Abdichtungsschicht kommt in solchem Fall unter den Fliesen-Belag. Fliesen aus Keramik sind natürlich wasserdicht, durch die Fugen aber kann Wasser in den Untergrund eindringen und dort für Schäden sorgen.

Die Bearbeitung der Fliesen

Bei der Fliesenaufteilung auf der zu bearbeitenden Fläche kommt es in den seltenen Fällen vor, diese passend mit ganzen Fliesen aufteilen zu können. Meistens ist an Kanten, Ecken oder Anschlüssen das Schneiden der Fliesen notwendig. Dafür braucht man etwas Geschicklichkeit und ein bisschen Übung und Fingerspitzengefühl. So geht man beim Scheiden der Fliesen vor:

  • · gerade Schnitte. Dafür wird ein Fliesenschneidegerät empfehlenswert. Damit kann man mehrere Fliegen gleichzeitig auf ein Maß zurechtschneiden.
  • · Wasseranschlüsse und andere seitliche Aussparungen. Die zeichnet man an und bricht sie mit der Papageienzange von der Glasurseite mit Vorsicht aus.
  • · Löcher. Anfangs bohrt man mit einem Steinbohrer vor, um anschließend mit der Papageienzange das Loch auszubrechen.
  • · Fliesenlochgerät (Lochboy). Damit lassen sich jedenfalls saubere Löcher in den Fliesen einschlagen. Dafür benötigte Werkzeuge und Baumaterial – alles für den Heimwerker bei hagebau.de – kann man bequem online bestellen.
  • · Stärkere Fliesen oder Spaltplatten werden an der Glasurseite angeritzt und später ganz vorsichtig mit dem Fliesenhammer auf der Rückseite, entlang der Ritzlinie, abgeschlagen.
  • Alle Arten von Fliesen sind von der Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Belastungen beeinflussbar, was zu Materialschäden führen kann. Aus diesem Grund spritzt man bei der Verlegung alle Eck- und Anschlussbereiche zwischen unterschiedlichen Baumaterialien elastisch aus.
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