Homeoffice einrichten: Darauf sollte man unbedingt achten!

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Immer mehr Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern an, von zu Hause aus zu arbeiten. Dieses moderne Konzept von Homeoffice, auch Heimarbeit genannt, hat viele Vorteile: mehr Flexibilität, keine langen Anfahrtswege und die Möglichkeit Privat- und Berufsleben besser zu vereinbaren.

Damit aber weder das Private neben dem Beruflichen leidet noch die Arbeit zu Hause immer wieder unterbrochen wird, gilt es seinen Arbeitsplatz mit Bedacht zu gestalten. Diese Rubrik beschäftigt sich damit, worauf man beim Projekt Homeoffice unbedingt achten sollte.

Welcher Platz eignet sich als Büro?

Im Idealfall befindet sich der Arbeitsplatz in einem separaten Raum, der vom Rest der Wohnung abgetrennt ist. Natürlich ist dies aber nicht in jeder Wohnung möglich, sodass oftmals kreative Wege bei der Gestaltung eines Homeoffice gefragt sind.

So bieten sich eine Nische unter dem Dach, ein geräumiger Flur oder das eigene Schlafzimmer ebenfalls an, um dort einen Arbeitsplatz zu integrieren. Aber unabhängig davon, an welchem Ort man sein Homeoffice einrichtet, sollte man vor allem konzentriert und möglichst ungestört arbeiten können. Deshalb werden hier einige grundlegende Informationen und Gestaltungsmöglichkeiten vorgestellt.

Die ideale Beleuchtung

Das Lichtkonzept ist essenziell für effizientes Arbeiten und am besten eignet sich dafür natürliches Tageslicht. Wichtig ist, dass man den Schreibtisch nah ans Fenster stellt, aber weder geblendet wird noch lästige Reflexionen im Bildschirm zu sehen sind. Dadurch ermüden nämlich die Augen und als Folge lässt die Konzentration nach. Falls es möglich ist, sollte der Tisch im rechten Winkel zu einem Fenster stehen, da dies für optimale Lichtverhältnisse sorgt.

Unterstützend zum Sonnenlicht eignen sich Schreibtischlampen, die den Arbeitsplatz hell ausleuchten:

  • Je heller und kälter das Licht dabei ist, desto mehr fördert es die Konzentration.
  • Neutralweiße und tageslichtweiße Töne mit 600 Lumen sowie 3000 bis 5000 Kelvin gelten unter Experten als die beste Wahl, um die Produktivität zu fördern.
  • Die Lampe sollte idealerweise mehrere Gelenke haben, damit sie verstellbar ist.

Eine ruhige Atmosphäre schaffen

Neben schlechter Beleuchtung ist der größte Störfaktor beim Arbeiten Lärm. Sei es die Straße vor dem Fenster oder die eigenen Kinder, die gerade lautstark spielen sobald der Lärmpegel steigt, sinkt die Konzentration. Dabei kann folgendes Gadget ganz leicht Abhilfe schaffen: der Akustikvorhang.

  1. Ruhige Geräuschkulisse

Dieser spezielle Vorhang ist auf Schallabsorption ausgelegt und reduziert durch seine faserige Oberflächenstruktur Nachhall jeglicher Art. Der Akustikvorhang muss aber nicht unbedingt vor einem Fenster hängen, man kann ihn auch als Raumteiler verwenden.

Falls das Homeoffice also beispielsweise im Wohnzimmer untergebracht ist, kann man mit wenig Aufwand einen abgegrenzten und ruhigen Bereich zum Arbeiten schaffen, der in wenigen Sekunden wieder in den Wohnraum integriert werden kann. Der Vorhang ist in unzähligen Designs, Materialen, Stärken und Farben erhältlich und so kann man in wenigen Schritten eine völlig neues und vor allem ruhiges Raumklima schaffen.

  1. Ruhige Optik

Aber nicht nur Lärm kann ungemein ablenkend wirken, auch grelle Farben und zu viele Deko-Elemente stören den Arbeitsfluss und strahlen Unruhe aus. Wenn man sein Büro einrichtet, sollte man daher auf dezente Farben setzen und eher mit einzelnen Akzenten arbeiten. Am besten eignet sich jedoch weiße Wandfarbe für den Arbeitsbereich, da sie die Konzentration optimal fördert.

Wer auf Akzente nicht verzichten will, kann zum Beispiel einfach eine Zimmerpflanze im Homeoffice platzieren. Dies sorgt schnell für ein verbessertes Raumklima und schafft zudem eine gemütliche Atmosphäre.

Die passenden Möbel

Der Schreibtisch ist das zentrale Möbelstück im Büro. Dieser sollte so positioniert sein, dass man den Raum im Blick hat und sich nicht durch Türen oder Wände eingeengt oder gestört fühlt.

Im Idealfall ist der Tisch auf die eigene Körpergröße angepasst. Wer besonders großen Wert auf Komfort und rückenschonendes Arbeiten legt, sollte sich für einen höhenverstellbaren Schreibtisch entscheiden. Dieser ermöglicht es, auch im Stehen zu arbeiten, was den Rücken zusätzlich entlastet. Falls man sein Homeoffice in einer kleinen Nische platzieren muss, eignen sich kleinere Varianten, die man zu- und aufklappen kann, besser als ein klassischer Schreibtisch.

Genauso rückenschonend wie der Tisch sollte der Bürostuhl sein. Wenn man sein Homeoffice regelmäßig nutzt, ist es ratsam in einen ergonomischen Bürostuhl zu investieren. Jene Stühle sind individuell in Höhe und Neigung verstellbar und bieten somit höchsten Sitzkomfort.

Wichtig bei der Gestaltung des Homeoffice ist es zudem, für genügend Stauraum zu sorgen. Dabei sollte man darauf achten, dass die Schränke so viel Platz bieten, dass der Schreibtisch nicht mit Dokumenten und Ordnern überladen wird.

Darüber hinaus sind verschließbare Schränke von Vorteil. Denn nach getaner Arbeit sollte man sich Zeit nehmen und Ordnung im Homeoffice schaffen. So kann man schließlich den Feierabend entspannt genießen.

Das richtige Mindset

Das passende Raumklima, Lärmschutz und Büromöbel allein reichen noch nicht aus, um effizient und konzentriert im Homeoffice zu arbeiten. Heimarbeit erfordert die richtige Einstellung und viel Disziplin. Obwohl die Anzahl der Firmen steigt, die Homeoffice anbieten und dabei oft das Schlagwort Work-Life-Balance zu hören ist, gibt es einige Nachteile, die diese Vermischung von Heim und Arbeitsplatz mit sich bringt.

Zum Beispiel sollte man sich, obwohl man von zu Hause aus arbeitet, ordentlich anziehen und nicht im Pyjama am Schreibtisch sitzen. Denn speziell die Abgrenzung von Arbeitszeit und Freizeit fällt im Homeoffice schwer. Dies kann sich im schlimmsten Fall auf die Psyche auswirken und Stress verursachen.

Deshalb ist es wichtig, sich selbst einen Rahmen zu schaffen, fixe Arbeitszeiten einzuhalten und auch seinen Arbeitsplatz vom Rest der Wohnung abzugrenzen – und sei es nur durch einen Raumteiler oder einen Vorhang. Falls man mit anderen Personen in einem Haushalt lebt, sollte man diese Grenzen unbedingt kommunizieren und sicherstellen, dass man in Ruhe seine Arbeit verrichten kann.

Wenn man sich also dafür entscheidet, von zu Hause aus zu arbeiten, gibt es viel zu beachten. Bei guter Planung steigert das aber nicht nur das eigene Wohlbefinden, sondern gleichzeitig auch die eigene Produktivität bei der Arbeit.

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