Hält dicht und isoliert – Bauschäume der neuesten Generation

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Wer selbst Hand am Haus anlegt, der stellt sich hin und wieder die Frage, ob die eigenen Arbeiten mit der Qualität eines professionellen Dienstleisters mithalten können. Seine handwerklichen Fähigkeiten muss man dabei natürlich selbst bewerten und klar ist auch, dass der Handwerker den ein oder anderen Trick auf Lager hat, den er sich in vielen Jahren während der Ausübung seiner Tätigkeit angeeignet hat.

Eine andere Frage, abseits von Tipps, Tricks und dem handwerklichen Können, bezieht sich auf die Qualität der verwendeten Baumaterialien. Profis tauschen sich aus und wissen sehr genau, wie ein Produkt reagiert und welche Arbeiten damit möglich sind und welche nicht. Was beispielsweise das Streichen und Lackieren anbelangt, besteht immer die Möglichkeit, sich in einem Forum zu erkundigen. Doch tatsächlich kann das nicht die praktische Erfahrung mit einem Produkt ersetzen.

Weshalb die Entscheidung bei Bauschaum so tragend ist

Bauschaum ist eines der wichtigsten Materialien, wenn es darum geht, Fenster und Türen genau einzupassen, Lücken zu schließen oder Isolierungen zu vervollständigen. Tatsächlich ist es aber so, dass Bauschaum längst nicht mehr gleich Bauschaum ist. Verschiedenste Versionen befinden sich mittlerweile auf dem Markt, sodass es gar nicht so leicht ist, dass Passende für das eigene Vorhaben zu finden.

Um den gewünschten Bauschaum, dessen eigentlicher Name PU-Schaum ist, zu finden, sollte man sich erst einmal in aller Ruhe mit den verschiedenen Varianten beschäftigen und deren Wirkweisen verstehen.
Der Name des Produkts verrät bereits, dass der Schaum auf Polyurethan basiert. Das hat den Vorteil, dass es beinahe auf allen Oberflächen haftet und binnen weniger Stunden vollständig aushärtet. Dadurch ist der Bau- oder Isolierschaum besonders flexible einzusetzen.
Auch im ausgehärteten Zustand hat der Schaum einige Vorteile, die ihn zum unverzichtbaren Helfer auf dem Bau machen. So können ihm etwa starke Temperaturwechsel, Öl, Wasser und sogar Lösungsmittel nichts anhaben. Einzig und allein UV-Strahlung sorgt im Laufe der Jahre dafür, dass das Material porös wird und zu bröckeln anfängt. In der Praxis ist das aber kein großer Nachteil, da Bauschaum in der Regel ohnehin nicht mehr sichtbar ist, sobald die Arbeiten an einem Projekt abgeschlossen sind.

Der Faktor Zeit beim Einsatz von Bauschaum

Wie viel Zeit steht bei der Verarbeitung des Bauschaums zur Verfügung? Das ist eine wichtige Frage, wenn man eine Entscheidung zwischen den beiden beliebtesten Varianten, dem 1K- und dem 2K-Bauschaum treffen muss. Beim 1K-Bauschaum handelt es sich um einen Schaum, der ausschließlich aus einer Komponente besteht. Er bietet den Vorteil, dass es bis zu acht Stunden dauert, bis er vollständig ausgehärtet ist. Also eignet er sich bestens für Arbeiten, bei denen genau Anpassungen vorgenommen werden müssen oder wo große Flächen gleichzeitig bearbeitet werden müssen. Zu beachten ist bei diesem Schaum, dass er vor der Verarbeitung kräftig geschüttelt wird und dass er zusätzliche Feuchtigkeit zum vollständigen Aushärten braucht. Die komplexere 2K-Variante ist mit einem zusätzlichen Härter ausgestattet, der dafür sorgt, dass der Schaum binnen einer Stunde vollkommen ausgehärtet ist.

Wie wichtig der richtige Schaum beim Bauen ist, das zeigen die Vorgaben zu Null-Energie-Häusern. Die Isolierung spielt dort eine entscheidende Rolle und die Entscheidung für das richtige Füllmaterial rückt in eine tragende Rolle, die maßgeblich dafür sein kann, ob die Vorgaben erreicht werden oder eben nicht.