Säen und Ernten im eigenen Garten: Wissenswertes über die Beetpflege

Bild von silviarita auf Pixabay

Der eigene Garten ist etwas Herrliches. Und wer einen hat, kann sich glücklich schätzen. Denn der Garten kann egal wie groß oder klein er auch sein mag, zur Oase der Erholung und zum Entspannen und Relaxen dienen. Aber auch ebenso zum Gärtnern und vor allem aber auch, um erste Beete fürs Gemüse beispielsweise anzulegen, welches man dann bei guter Pflege ernten kann. Damit dies aber auch reibungslos funktioniert, muss man bestimmte Dinge berücksichtigen und einhalten, die dazu beitragen können, dass die Ernte umso üppiger und das Gemüse umso gesunder und praller heranwachsen und gedeihen kann. Da spielen Faktoren wie Standort und Erdreich, Pflege und Düngung, Bewässerung und Jahreszeiten beispielsweise unter anderem eine wesentliche Rolle.

Lage, Lage und nochmals Lage – der Richtige Standort fürs Gemüsebeet

Der Garten kann noch so schön gelegen sein und man kann sich rundum noch so wohl fühlen. Doch wer vor hat, einen Gemüsegarten anzulegen, oder zumindest das eine oder andere Beet hierfür, muss besonders den Standort gut auswählen. Denn etliche Pflanzen eignen sich beispielsweise nicht für den Halbschatten. Da wären etwa Tomaten und Paprika, Auberginen und Artischocken, oder auch Kürbis und Zucchini Kandidaten, die zu den wahren Sonnenanbetern gehören. Während der Kürbis und auch die Zucchini ruhig auch schon einmal etwas Schatten vertragen können und dank ihres starken Wuchses dennoch gut und prächtig gedeihen, tun sich Gemüse wie Tomate, Paprika und Co. doch recht schwer damit.

Besonders der Liebling aller Gemüsegärten, die Tomate, benötigt richtig viel Sonne. Sie sollte je nach Frucht, also als Strauchtomate oder Kirschtomate oder doch eher als normale Tomate oder gar Fleischtomate, unterstützt werden. Sie benötigen Standhilfen, da die Früchte selbst recht schwer sein können und auch windgeschützte Orte sind von Vorteil. Wenn das Beet rings um mit Sträuchern umsäumt ist und in der Sonne liegt, kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Einsäen und Erdreich

Das Einsäen der jeweiligen Samen sollte gut durchdacht sein und vor allem zur richtigen Jahreszeit erfolgen. Denn nicht alle Gemüse gedeihen grundsätzlich erst im Sommer oder gar Herbst. Da wären beispielsweise die Salate. Sie kann man, je nach Sorte, schon recht früh am besten als kleine Setzlinge in der Gärtnerei kaufen und sie schon ab April einsetzen und wachsen lassen. Besonders der Pflücksalat kann immer wieder neu nachgewachsen wunderbar nach Belieben geerntet werden.

Für alle weiteren Gemüsesorten gilt da schon eher der Sommer als Erntezeit und Kohlgemüse bekanntlich erst in den Herbstmonaten. Also immer exakt die richtige Jahreszeit auswählen und nicht zu früh agieren. Das Erdreich fürs Beet sollte eine Mischerde mit guten Mineralanteilen sein. Also nicht zu sauer, aber auch nicht zu basisch und neutral. Tomaten beispielsweise, wachsen prima auch auf sehr kargem wie nährstoffarmen Boden. Sie können aber auch neben dem Kompost auf sehr nährstoffreichem Boden gedeihen. Das Kälken hin und wieder des Bodens ist nie verkehrt, da wir grundsätzlich meist einen sehr sauren Boden haben.

Wichtig: Niemals zu dicht einsäen oder pflanzen. Denn der Wuchs der einzelnen Pflanze und auch die Summe und Größe der Früchte, richtet sich oftmals nach dem Platz, den die Pflanze zur Verfügung hat. Desto mehr Raum sie also rings um sich hat, umso mehr gibt sie Gas beim Wachsen und Gedeihen. Noch mehr Anregungen und Ideen zum Thema Säen und Ernten im eigenen Garten, findet man auch hier.

Saatgut richtig einsetzen

Das Einsäen ist eine Wissenschaft für sich. Denn jedes Saatgut muss oftmals sehr unterschiedlich ins Erdreich gebracht werden. Während die einen Samen nur kurz und leicht in die lockere Erde eingedrückt werden müssen, benötigen andere schon eher etwas mehr Tiefe und eine gute Deckschicht aus Erde, damit sie wirklich gut heranwachsen können. Und auch das Thema Diebe ist nicht zu unterschätzen: Es gibt auch sehr erfinderische und trickreiche Samendiebe, die genau wissen, wie sie an die Körner gelangen können. Vögel und Mäuse sind hier wahre Spezialisten. Entweder man überzieht dann das Beet mit einem hierfür vorgesehenen Netz, oder baut kleine Stolperfallen oder Vogelscheuchen auf. Da kann man dann schon mal in die Trickkiste greifen und beispielsweise alte CDs an Stöcken oder Bändeln befestigen, die das Sonnenlicht reflektieren und sich im Wind stets bewegen. Das hält zumindest schon einmal die Diebe der Lüfte auf.

Tipp: Wenn die ersten zarten Sprösslinge wachsen sind sie auch gern einmal die Mahlzeit von Schnecken. Auch hier gibt es gute Methoden, wie eine Beetumrandung aus Alu oder Blech, die die Tiere schützen und gleichermaßen auch die Pflanzen.

Große Beete, große Ernte?

Nicht allein die Größe eines Beetes ist entscheidend für die dicke Ernte am Ende. Es ist die Art und Weise, wie gut die jeweiligen Pflanzen gedeihen und auch wie das Wetter den Wuchs und die Fruchtmenge beeinflussen. Denn zu viel Trockenheit und Hitze ist ebenso schlecht, wie zu feuchte Sommer mit viel Regen.