Berufsunfähigkeitsversicherung: Unterschätzte Absicherung für den schlimmsten Fall

Bild: ©istock.com/Cineberg
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Ohne regelmäßiges Einkommen ist das Auskommen nur schwer möglich. Berufsunfähigkeitsversicherungen beugen für den schlimmsten Fall vor, und das ist heute wichtiger denn je.

Diese Faktoren sind zu bedenken

Durch die fortschreitende Automatisierung sind immer mehr Jobs in Gefahr. Und wer noch arbeitet, der muss sich traditionell mit einer zusätzlichen Gefahr auseinandersetzen, nämlich der Berufsunfähigkeit. Eine Versicherung deckt dieses Risiko ab, doch vor dem Blick auf die Angebote stellt sich eine grundlegende Frage: Ist es überhaupt sinnvoll, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen? Die Antwort darauf hängt von mehreren Aspekten ab:

  • Wie steht es um die eigene Gesundheit im Allgemeinen? Nicht jeder Mensch ist gleichermaßen belastbar, eine Anfälligkeit für bestimmte Beschwerden kann die Berufsunfähigkeit unabhängig vom Job selbst wahrscheinlicher machen.
  • Job-spezifische Risiken sind jedoch ebenso wichtig. Körperliche Arbeit, wie sie zum Beispiel im Handwerk üblich ist, erhöht den Verschleiß, was über die Jahre zu ernsthaften chronischen Schäden führen kann. Häufiges Reisen, Arbeiten unter anstrengenden klimatischen Bedingungen sowie der Umgang mit schweren Maschinen und Geräten wie Kreissägen können die Gesundheit ebenfalls beeinträchtigen.
  • Nicht zuletzt spielt der Lebenswandel eine Rolle. Gesundheitsrisiken gibt es schließlich auch im Privatleben: „Genuss-Sünden“ wie Alkohol und Nikotin, aber auch die Ernährungsgewohnheiten sind nicht zu unterschätzen.

Um das eigene Risiko einschätzen zu können, gibt es Online-Tools wie diesen Rechner. Hier wird anhand einiger Informationen das Risiko in Prozent berechnet. Als alleinige Entscheidungshilfe eignet sich dieses Schnellverfahren nicht, kann allerdings eine Tendenz vorgeben.

Darum sind teurere Tarife kein Gegenargument

Dennoch herrscht grundsätzlich Einigkeit darüber, dass eine BU-Versicherung für fast alle Berufsgruppen empfehlenswert ist. Absolute Sicherheit gibt es bekanntlich nie und in diesem Fall hängt die Existenz davon ab, oder anders ausgedrückt: die Lebensqualität in allen kommenden Jahren. Gleichzeitig ist bekannt, dass das Risiko gerne unterschätzt wird, obwohl die Folgen nicht schwer auszurechnen sind. So liegt die staatliche Absicherung bei nur 30 Prozent des letzten Nettogehalts, und das auch nur, falls der Geschädigte in keinem anderen Beruf mehr arbeiten kann. Selbständige können nicht einmal diese Leistung beanspruchen – hier ist eine privat abgeschlossene Versicherung somit Pflicht.

Bei der Durchsicht der Angebote wird deutlich, dass die oben genannten Risikofaktoren die Tarife beeinflussen. Dies entspricht dem normalen Versicherungsprinzip: Ein höheres Risiko bedeutet höhere Beiträge, und umgekehrt. Es lässt sich allerdings argumentieren, dass das höhere Risiko eine Absicherung umso notwendiger macht. Auf den ersten Blick teure Versicherungen sollten deswegen nicht als abschreckend verstanden werden.