Immobilienkauf in Krisenzeiten: Risiken und Chancen

Rezession und Kauf einer Immobilie: Was für Viele wie ein Widerspruch in sich klingt, ist für Andere die Chance, sich die Vorteile zunutze zu machen. Dabei spielt es eine untergeordnete Rolle, ob die Immobilie für die Eigennutzung gedacht ist oder als Kapitalanlage dienen soll. Wie viele andere Märkte unterliegt auch der Immobilienmarkt einem stetigen Wandel. Inwieweit der Kauf eines Wohn- oder Gewerbeobjektes nach wie vor mehr Chancen als Risiken verspricht, fasst dieser Immobilienbeitrag zusammen.

 

Einflüsse, die Immobilienbranche zeitweise in Krise führen

Noch immer werden bei Immobilien häufig die Klingelschilder ausgetauscht. Dass der Immobiliensektor in der Krise steckt, scheint angesichts dessen sehr verwunderlich. Durch das Anheben des Leitzinses sowie die gestiegenen Preise für Baumaterialien hat sich das Bauen in den letzten Jahren deutlich verteuert und dazu geführt, dass bereits begonnene Bauprojekte „on hold“ blieben. Auch das Kaufinteresse ging deutlich zurück. Dies ist in erster Linie auf die pandemischen Auswirkungen, die Energiekrise und die parallel dazu stark ansteigende Inflation zurückzuführen. Wer einst noch willens war, den Gürtel enger zu schnallen, um das Bauprojekt dennoch in die Tat umzusetzen, übte sich fortan in Zurückhaltung. Wirtschaftlich besonders herausfordernd gestaltete sich der Objektkauf in den Städten – auf dem Land hingegen gab es zuweilen einen Preisrückgang.

 

Doch neben den Risiken, die mit dem Kauf einer Immobilie in Krisenzeiten einhergehen, gibt es zahlreiche Chancen, die gern übersehen werden. Wer sich mit dem Gedanken trägt, in Immobilien in Mainz zu investieren, wird mitunter überrascht sein, welche Chancen sich gleichermaßen auftun.

 

Risiken des Immobilienkaufs in Krisenzeiten im Überblick

Eine realistische Betrachtung der ökonomischen Stemmbarkeit eines Immobilienkaufs erfordert stets, sich in erster Linie mit den Risiken des Kaufvorhabens auseinanderzusetzen.

 

Folgende Wagnisse stehen dabei auf der Agenda ganz oben:

 

  • Eigenkapital
  • Nebenkosten
  • Anschlussfinanzierung
  • Sanierungskosten
  • Handwerkermangel

 

Eigenkapital zu gering

Je höher der Eigenkapitalpuffer, desto geringer fallen die Darlehenssumme und der darauf zu entrichtende Nominalzins aus. Da das Eigenkapital in Krisenzeiten oft anderweitig benötigt wird, sehen sich viele Kaufinteressenten gezwungen, einen höheren Kredit aufzunehmen.

 

Verteuerung der Nebenkosten

So, wie vielerorts die Preise steigen, können sich auch die Nebenkosten mit der Zeit auf schwindelerregende Höhen belaufen. Umso wichtiger ist es, sie realistisch zu kalkulieren und in die Eigenkapital- bzw. Darlehenssumme mit einem Puffer einzubeziehen.

 

Verteuerung der Zinsen bei Anschlussfinanzierung

War der Zins zu Beginn der Ursprungsfinanzierung noch verhältnismäßig günstig, muss dies bei einer Anschlussfinanzierung nicht der Fall sein. Deshalb ist es wichtig, die liquiden Mittel von vornherein großzügig zu kalkulieren.

 

Steigende Sanierungskosten

Der stetig gestiegene Mindestlohn ist einer der Gründe, die dazu führten, dass die Rechnungen der Handwerker kontinuierlich höher ausfielen. Hinzu kommt die Teuerungsrate bei den Materialien.

 

Mangelhafte Verfügbarkeit von Handwerkern

Wer sich gegen den Bau und für den Kauf einer Bestandsimmobilie entscheidet, benötigt nicht selten im großen Stil Handwerker, die die Immobilie fit für die Zukunft machen. Da die Auftragsbücher hier üblicherweise bereits mehr als gut gefüllt sind und beim Nachwuchs Fachkräftemangel herrscht, kann das Sanierungsvorhaben unfreiwillig Aufschub erfordern.

 

Das sind die Chancen des Immobilienkaufs in Krisenzeiten

Immobilienkäufer, die es kaum erwarten können, sich eine Immobilie ganz nach ihren individuellen Wünschen zu verschönern, profitieren trotz Krisenstimmung von etlichen Chancen.

 

Günstige Kaufpreise bei älteren Bestandsimmobilien

Nicht nur die ländliche Lage, sondern auch das zunehmende Alter eines bereits bestehenden Hauses drücken vielerorts den Kaufpreis. Wer handwerklich befähigt ist, die ein oder andere Baumaßnahme selbst durchzuführen, ohne dabei auf einen Handwerker zurückgreifen zu müssen, spart nicht nur viel Geld, sondern auch Zeit, da die Handwerker-Wartezeiten entfallen.

 

Energieeffizienteres Wohnen durch neue Öko-Standards

Beim Bau eines Hauses sind Bauherren zur Nutzung regenerativer Energien in Höhe von 65 % am Gesamtenergieumsatz verpflichtet. Zusätzlich lassen sich – auch beim Sanieren – Förderungen des Bundes für energieeffizientes Wohnen in Anspruch nehmen. Dadurch werden nicht nur die Investitionskosten, sondern auch die finanziellen Aufwendungen für die Bewirtschaftung einer Immobilie gesenkt. Wer bislang in einer Mietwohnung hohe Nebenkosten entrichtete, wirtschaftet mit einem Kaufobjekt künftig in die eigene Tasche und hat zusätzlich die Höhe der Betriebskosten selbst in der Hand.

 

Werte für die Zukunft erschaffen

Ganz gleich, ob es um die Erhöhung der Erbmasse oder die eigene Vorsorge für das Alter geht: Immobilien sind nach wie vor eine attraktive Anlageform, um Kapital wertbeständig zu binden. Wer sich nach einer barrierefreien Wohnimmobilie für den Lebensabend umsehen möchte oder plant, das persönliche Anlageportfolio um eine Immobilie zu erweitern, ist gut beraten, sich von einer Immobilienvermittlung dazu ausführlich beraten zu lassen. Der Experte weiß, welche Faktoren die Wertbeständigkeit einer Immobilie erhöhen und welches Objekt zum jeweiligen Kapitalanleger am besten passt.

 

Fazit

Krisenzeiten sind kein Hindernis, in Immobilien lukrativ zu investieren. Wer nicht auf das urbane Umfeld oder einen Handwerker für Sanierungen angewiesen ist, profitiert insbesondere beim Kauf eines Hauses zur Eigennutzung oder Vermietung von hohem Einsparpotenzial.