Ehrgeizige Ziele zur Energiewende – vor allem in Deutschland

Werbung


Werbung

Dass Deutschland weltweiter Spitzenreiter in Sachen Energiewende ist, dürfte inzwischen bekannt sein. Passend dazu hat die Regierung äußerst ehrgeizige Ziele ausgegeben, was den Energieverbrauch von deutschen Wohngebäuden in den nächsten Jahrzehnten angeht. In die Hauptrolle schlüpft dabei die sogenannte energetische Sanierung, die Bestandsimmobilien energieeffizienter macht und Vermietern gleichzeitig Raum für Mietpreiserhöhungen lässt.

Dringend nötig: Häuser ganzheitlich umrüsten

Es gibt unzählige Möglichkeiten, Wohnhäuser im Nachhinein mit Anbauten und anderen Ergänzungen zu versehen. Sei es der Hublift, wie er hier angeboten wird, die größere Garage – oder eben die Solaranlage auf dem Dach. In sonnenreichen Regionen kann der Stromverbrauch damit beträchtlich gesenkt werden. Das deutsche Ziel, bis 2050 ganze 80 % weniger Energie zu verbrauchen, wie neulich wieder in den News erwähnt, wird mit solchen Schritten in Angriff genommen. Um es letztendlich zu erreichen, muss allerdings auch der Rest des Hauses bestimmten Anforderungen genügen.

TU Darmstadt verlangt höheres Tempo

Eine gemeinsame Studie der TU Darmstadt und des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik ist zu dem Schluss gekommen, dass das bisherige Tempo bei den energetischen Sanierungen nicht ausreicht, um die angesetzten 80 % zum Stichtag zu erreichen. Als Lösungsmöglichkeiten wurden deswegen zwei gegensätzliche Ideen erörtert: striktere Vorschriften für Hausbesitzer oder eben das Gegenteil – nämlich keine konkreten Vorgaben. Letztere Variante scheint allerdings wenig zielführend zu sein, weswegen die Gesetzgebung womöglich ein weiteres Mal auf den Plan gerufen werden könnte. Das Problem dabei: Energetische Sanierungen sind teuer, und die Kosten würden in der Folge auf die Mieter umgelegt werden. Da die Mietpreise in vielen Regionen ohnehin schon stark angestiegen sind, könnte dieser Weg für viele Härtefälle sorgen.

Fünfstellige Beträge für Hausbesitzer

Angesichts der Kosten ist auch die relativ geringe Bereitschaft der Hausbesitzer, ihre Bestandsimmobilien zu sanieren, durchaus nachvollziehbar. Denn selbst wenn die mindestens 150.000 Euro auf lange Sicht durch höhere Mieten ausgeglichen werden können, liegt es am Besitzer, die anfängliche Investition zu tätigen. In vielen Fällen wäre dies nur mit Finanzierung möglich, was die Mietsteigerung weiterhin beschleunigen könnte. Dass die Nebenkosten durch die Sanierung auf Dauer sinken würden, ist vor diesem Hintergrund nur ein schwacher Trost. Das momentane Fazit fällt also relativ ernüchternd aus: Die Energiewende muss von den Finanzen der Bevölkerung getragen werden. Bei größeren Gebäuden wie Mehrfamilienhäusern liegt der Kostenpunkt übrigens direkt bei 300.000 bis 600.000 Euro. Bei Beträgen dieser Größenordnung stellt sich nicht nur die Frage der Bereitschaft, sondern auch die der Realisierbarkeit.

Werbung

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen