Was gibt es bei der Montage von Innentüren alles zu beachten?

Bei der Montage von Innentüren gibt es von der Auswahl der Türart bis hin zur Installation einiges zu beachten. Eine Tür inklusive Zarge selber einzubauen klingt zunächst einmal nach einer schwierigen Aufgabe, ist aber mit der richtigen Vorbereitung und dem richtigen Werkzeug einfacher als gedacht.

Im Gegensatz zu früheren Zeiten, in denen ein Schreiner unabdingbar für den Einbau einer Innentür gewesen ist, kann eine solche Montage heute leicht von jedem Heimwerker durchgeführt werden. Moderne Tür-Systeme aus Türblatt und Türzarge erlauben eine einfache und unkomplizierte Installation.

Türmaß berechnen

Bereits beim Kauf der Tür beginnt die Montage. Schon hier muss man sich nach den Gegebenheiten richten und die richtige Anschlagsseite, die Öffnungshöhe und Breite der Türöffnung sowie die Wandstärke berücksichtigt werden. Nur wenn hier alle Kennzahlen richtig ausgemessen sind, kann der Einbau der Tür ohne Probleme gelingen. Zunächst einmal gilt es also das Wandöffnungsmaß zu ermitteln. Dieses wird von der Oberkante des Bodens bis zur Unterkante des Türsturzes gemessen. Die Türbreite wird im oberen, mittleren und unteren Teil gemessen. Genauere Informationen zur Bemessung der Innentür sowie Einzelheiten zu relevanten DIN-Normen findet man hier.

Schlagrichtung ermitteln

Die Öffnungsrichtung der Tür ist in besonderem Maße zu beachten. Je nachdem welche Öffnungsrichtung gewünscht ist, müssen die Türangeln rechts bzw. links an der Zarge montiert sein. Im besten Fall lässt sich eine Tür immer zu der am nächsten befindlichen Zimmerecke hin öffnen.

Zarge zusammensetzen

Die Zarge des Tür-Systems kann einfach nach Anleitung zusammengesetzt werden. Die einzelnen Eckverbindungen, auch Gehrungsschnitte genannt müssen je nach Modell verleimt, geklammert oder verschraubt werden. Nach der Zusammensetzung sollte die Zarge noch einmal gründlich gereinigt werden.

Zarge aufstellen

Als nächstes wird die Zarge vorsichtig auf Holzplättchen in die Türöffnung gestellt. Der Abstand sollte zu allen Seiten der Öffnung etwa 2 cm betragen. Unebenheiten können ausgeglichen werden, indem Überstände mit Hammer und Meißel abgeklopft, oder Löcher mit Mörtel eingeebnet werden. Anschließend kann die Zarge mit Keilen innerhalb der Öffnung fixiert und mit einer Wasserwaage ausgerichtet werden. Während nun weitere Keile angebracht werden muss der Abstand und die Ausrichtung der Zargenseiten konstant kontrolliert werden. Um spätere Komplikationen zu vermeiden sollte hier besonders exakt vorgegangen werden. Wenn dies erfolgt ist, kann die Tür probeweise eingesetzt werden um die Maße zu kontrollieren. Nach der Überprüfung wird sie vorerst wieder abgenommen.

Zarge ausschäumen

Sobald die Zarge exakt an ihrem Platz in der Maueröffnung montiert ist, kann sie ausgeschäumt werden. Hierfür wird spezieller Zargenschaum verwendet. Im Anschluss wird der Schaum austrocknen gelassen und danach überschüssiges Material entfernt. Nun können alle keile und Holzplättchen entfernt und die Fugen mit Silikon gefüllt werden.

Zierbekleidung und Türmontage

Die Zarge kann nun mit der Zierbekleidung verkleidet werden. Die Bekleidung sollte dabei gleichmäßig auf der ganzen Zarge angebracht werden. Jetzt kann das Türblatt, die eigentliche Tür, eingesetzt und an den Bändern bis zur gewünschten Position nachjustiert werden. Wenn die Tür endlich passt, kann die Drückergarnitur, die Türgriffe montiert werden. Hier sind die jeweiligen Herstellerangaben zu berücksichtigen.

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