Kaminofen selber einbauen – Darauf ist zu achten

Kaminofen selber einbauenWer über einen Kaminofen verfügt, besitzt einen besonders anziehenden Mittelpunkt im Wohnzimmer. So lag es bereits in den vergangenen Jahren im Trend, sich selbst um den Einbau zu bemühen. Heimwerker besitzen die Möglichkeit, die Kosten des Projekts deutlich zu senken, wenn sie selbst Hand anlegen. Damit dieses Vorhaben erfolgreich in die Tat umgesetzt werden kann, sind jedoch einige Dinge zu beachten.

Bereits der Kauf des Ofens sollte gut vorbereitet sein. Dafür ist es zunächst notwendig, den Blick auf die individuellen Bedingungen zu lenken, die in den eigenen vier Wänden vorliegen. Lässt es die Anordnung des Raums zu, einen Ofen zu integrieren? Und welche Modelle können in die engere Auswahl genommen werden? Wer sich nicht sicher ist, welche Entscheidung hier getroffen werden sollte, kann auf die Hilfe von Experten setzen. So berät zum Beispiel der örtliche Schornsteinfeger über die individuellen Begebenheiten. Häufig stellt sich so schon nach wenigen Minuten heraus, ob die eigenen Überlegungen in dieser Form in die Tat umgesetzt werden können.

Eine bessere Effizienz

Das Heizen mit Holz markiert keine besonders umweltfreundliche Variante. Dies liegt zum Beispiel an der starken Entwicklung von Feinstaub, die damit verbunden ist. Einerseits hat der Kamineinsatz gegenüber dem offenen Kamin einige Vorteile. So geht weniger Wärme verloren und die gesamte Bilanz verbessert sich. Weiterhin ist es zum Beispiel mithilfe von Ofendichtband möglich, die Menge der ungenutzten Energie zu verkleinern. Passendes Ofendichtband findet man zum Beispiel bei Fachhändlern wie Ofen Mosmann. Auch Heimwerker haben also mit einfachen Mitteln die Möglichkeit, einen positiven Einfluss auf die energetische Bilanz zu nehmen.

Der offene Kamin ist dieser Tage in immer weniger Häusern anzutreffen. Und diese Entwicklung hat einen guten Grund. Offene Feuerstellen sind nicht nur sehr gefährlich und können nicht geruchsneutral gestaltet werden. Weiterhin verteilt sich die so entstehende Hitze viel zu schnell im Raum. Je nach Größe der Räumlichkeiten verpufft sie auf diese Weise, bevor die Erwärmung ihr volles Potenzial entfalten konnte. Der Kamineinsatz sorgt derweil für eine nachhaltige Erwärmung, die somit selbst in großen Räumen eine bessere energetische Bilanz an den Tag legen kann.

Die Anforderungen der Sicherheit

Im praktischen Einsatz ist es natürlich von großer Bedeutung, einen sicheren Einsatz des Ofens zu gewährleisten. Aus diesem Grund muss einerseits von einem Kaminfeger geprüft werden, ob die Abgase über das angebrachte Ofenrohr ordnungsgemäß entweichen können und keine Rückstände im Raum verbleiben. Weiterhin ist es in diesem Rahmen notwendig, die Brandgefahr zu reduzieren und darauf zu achten, dass alle Sicherheitskriterien eingehalten werden konnten. Ansonsten wird es ohne Nachbesserungen gar nicht möglich sein, in den normalen Betrieb zu starten.

Eine besondere Aufmerksamkeit muss auch dem Boden gewidmet werden, auf dem der Kaminofen in Zukunft aktiv sein wird. Handelt es sich um brennbares Material und nicht etwa um Fliesen, so muss eine Bodenplatte angebracht werden. Ein Glas mit entsprechender Stärke ist dazu geeignet, die direkte Energieübertragung zwischen Ofen und Boden zu minimieren und damit negative Auswirkungen der Hitze zu unterbinden.

Die vorgegebenen Sicherheitsabstände

Natürlich ist es für einen Heimwerker möglich, den Ofen selbst im Raum zu platzieren. Doch dafür ist es wichtig, einen Blick auf die geltenden Sicherheitsabstände zu werfen, ohne deren Einhaltung die Abnahme des Einbaus nicht gelingen wird. Der Abstand zur nächstgelegenen Wand sollte je nach Ofenmodell zwischen 20 und 60 Zentimetern liegen. Im Zweifel ist es besser, sich noch einmal mit dem Hersteller in Verbindung zu setzen, um an die individuellen Informationen zu kommen.

Ebenfalls relevant ist ein Abstand an der Vorderseite des Ofens. So dürfen brennbare Möbel nicht näher als 80 Zentimeter an der Ofentür stehen. Natürlich wäre es in der Theorie möglich, während der Abnahme für eine solche Konstellation zu sorgen, um die Inbetriebnahme auf diese Weise nicht zu gefährden. Doch es sollte dem eigenen Interesse entsprechen, sich an die gängigen Vorgaben zu halten, die schließlich dazu gedacht sind, einen positiven Einfluss auf die eigene Sicherheit zu haben.

Den Schornstein nachträglich anbringen

Nicht jedes Haus und jede Wohnung verfügt über einen passenden Schornstein, an den der Kaminofen einfach angeschlossen werden kann. Für die persönlichen Planungen muss dies jedoch noch nicht das Aus bedeuten. In der Regel ist es durch Nachbesserungen möglich, in absehbarer Zeit einen neuen Schornstein zu schaffen. Wer sich als Heimwerker ans Werk machen möchte, der sollte gut über die Statik und Struktur der eigenen Wände bescheid wissen. Denn nur so ist es möglich, Bohrungen auf einer sicheren Grundlage durchzuführen, ohne dabei Leitungen oder ähnliches zu gefährden.

Doch nicht an jeder Stelle des Hauses ist es möglich, die Abgase des Kamins nach außen zu leiten. Die Bundesimmissionsschutzverordnung schreibt stattdessen vor, dass der Schornstein die Fenster des Nachbarhauses um mindestens 15 Meter zu überragen hat. Sollte dies nicht möglich sein, so müssen neue Lösungen gefunden werden, um das Projekt schließlich im gewünschten Umfang zu realisieren und dabei alle Verordnungen einzuhalten.

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