Welche Unterschiede gibt es beim Gebäudeputz

 

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Beim Neubau wird die Fassade heute seltener als früher mit Klinkersteinen gestaltet. Viel häufiger finden Putze Verwendung, die im Anschluss überstrichen werden oder gleich als farbiger Gebäudeputz zur Anwendung kommen. Um die richtige Entscheidung zu treffen und die Auswahl zielführend zu treffen, sollte man sich vor dem Kauf über die unterschiedlichen Eigenschaften informieren.

Der Putz als Dekor und Versiegelung von Fassaden

Beim Verputzen der Fassade spielen die optischen Details und die Wirkung der Versiegelung eine wichtige Rolle. Je nach Bedarf kann man zwischen organischen und mineralischen Putzen wählen. Ein Vergleich der Eigenschaften empfiehlt sich, da diese maßgeblich zur Trockenheit des Mauerwerks, zur Vermeidung von Schimmelbildung und zur einfachen Reinigung der Fassade beitragen. Organischer Putz eignet sich für Fassaden, deren Versiegelung eine hohe Elastizität aufweisen soll. Bei mineralischem Putz wird der Feuchtehaushalt optimiert und eine Basis geschaffen, das Mauerwerk vor dem Eindringen von Nässe und den daraus resultierenden Folgen wie Schimmel besonders gut zu schützen. Aktuell steht eine ganz neue Technik beim Verputzen im Fokus, berichtet die Zeitung SOL. Der neue, auf den Vorteilen der Nanotechnologie basierende Putz ist laut Welt noch besser als die Natur und lässt Regenwasser ganz einfach abtropfen. Durch die homogenen und porendichten Eigenschaften sind die Fassaden effektiv zu reinigen, sodass man den hohen Kosten bei der Schmutzentfernung, aber auch bei der Beseitigung von Graffiti und Co. vorbeugen kann. Der dekorative Effekt lässt sich ebenso wie mit klassischen Gebäudeputzen erzielen, doch die Schutzwirkung des Mauerwerks ist höher als bei herkömmlichen Putzarten.

Unterschiedliche Zusammensetzung von Gebäudeputzen erzeugt gewünschten Effekt

Mineralische Putze verfügen über diffusionsoffene Eigenschaften, da sie ausschließlich aus Sand und den mineralischen Bindemitteln Kalk, Gips oder Zement bestehen. Sie nehmen Feuchtigkeit auf und lassen diese direkt aus den Poren verdunsten. Befindet sich ein Objekt im öffentlich zugänglichen Bereich, können mineralische Putze enorme Reinigungskosten mit sich bringen. Denn durch die Porosität dringt nicht nur Feuchtigkeit, sondern beispielsweise auch Schmutz und Graffitifarbe tief in die Fassadenbeschichtung ein. Auch organischer Putz setzt sich aus den primären Bestandteilen Kalk und Zement zusammen, wodurch sich auf den ersten Blick kein wirklicher Unterschied erkennen lässt. Dieser präsentiert sich durch das Bindemittel Kunstharz, welches dem Putz die hohe Elastizität verleiht und ihn resistent gegen Wärme und die Unterschiede der Witterung macht. Organische Putze reißen nicht ein und eignen sich für eigenschaftsverändernde Untergründe. Werden sie mit einer modernen Fassadenfarbe, wie von dieser Website, überstrichen, lässt sich das Design ganz einfach nach dem eigenen Anspruch gestalten und farblich individualisieren. Allerdings sollte man beim Anstrich bedenken, dass organischer Putz nicht so atmungsaktiv wie die mineralische Variante ist. Eine atmungsaktive Wandfarbe verschafft daher Vorteile und schließt aus, dass die Fassade vor allem an der Wetterseite schimmelt und Feuchtigkeit ins Haus leitet.

Fazit: Die meisten Neubauten werden heute verputzt. Hat man sich für eine Variante beim Gebäudeputz entschieden, kann man anschließend zwischen den verschiedenen Möglichkeiten der Verarbeitung wählen. Es gibt Streichputz und Strukturputz sowie klassischen Außenputz, der mit der Kelle aufgebracht und anschließend geglättet wird. Auch besonders moderne Putze mit Nanotechnik wird wie herkömmlicher Gebäudeputz verarbeitet und stellt daher in der Aufbringung keinen Unterschied dar. Der Unterschied begründet sich ganz klar im Detail und resultiert aus der Tatsache, dass die Poren viel feiner sind und die Fassade dadurch feuchtigkeitsresistenter wird.

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