Durchlauferhitzer sind die heimlichen Stromfresser im Haushalt

 

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Bildquelle: Fotolia.com #77791493 | Urheber: Jürgen Fälchle

Nicht wenige Menschen, die einen Durchlauferhitzer in ihrem Haus oder in der Wohnung haben, wissen vom eigentlichen Energieverbrauch dieser oftmals winzigen elektrischen Geräte. Dabei muss ein Durchlauferhitzer tatsächlich nicht groß und opulent sein, um dennoch ordentlich Strom zu verbrauchen.

Nicht nur Modell, Funktion und Ausstattungen sind entscheidend für den jeweiligen Verbrauch dieser Geräte. Auch technische Unterschiede des Boilers, die Art und Weise mit der das Wasser zum Erhitzen gebracht wird, die einzelnen Leistungsstufen, die machbar und verstellbar sind, und schließlich die sparsame und durchdachte Nutzung des Gerätes machen den Unterschied.

Und dieser kann sich am Ende des Jahres bei jeder Strom- und Wasserrechnung deutlich niederschlagen. Von der Einstellung des Gerätes, über die eigentliche Notwendigkeit von der Nutzung warmen oder heißen Wassers, bis hin zur Überlegung, ob es überhaupt sinnvoll und zweckmäßig ist, ein solches Gerät im Haushalt haben zu müssen und welche Alternativen es eventuell geben könnte. Diese und weitere Punkte sollte man sich ruhig einmal zu Herzen nehmen, bevor es unnötig teuer und schließlich auch ärgerlich wird.

Der heimliche Stromfresser

Nur sehr wenige Haushalte befassen sich mit der Tatsache, dass sie durchaus im Alltäglichen jede Menge Einsparungen treffen können, die sie zudem auch noch selbst in die Hand nehmen und steuern können. Angefangen von Energiesparlampen, energieeffizienter Geräte wie Kühlschrank und Waschmaschine, Wäschetrockner und Herd beispielsweise und mehr, wird alles Erdenkliche getan, um Strom einzusparen. Doch die wenigsten Menschen denken dabei ans Alltägliche, wie der Zubereitung von erwärmten Wasser und wie und wodurch es eigentlich erwärmt wird und was das schließlich aufs Jahr hochgerechnet eigentlich kostet. Und genau hier verstecken sich die Kosten im Energiebereich. Es sind meist nicht die offensichtlichen Dinge, die dazu beitragen, dass die Energiekosten in die Höhe schrauben, sondern vielmehr die versteckten Stromfresser. Und genau hier liegt die Krux, denn wer denkt bei aller Nachsichtigkeit, Vorsicht und Sparsamkeit tatsächlich an den Durchlauferhitzer? Nur wenige wahrscheinlich. Der Durchlauferhitzer ist für die Warmwasserzubereitung zuständig, und damit er das auch kann, benötigt er eben jede Menge Strom. Auf durchlauferhitzer-ratgeber.de kann man sich ganz leicht einen guten Überblick über die unterschiedlichen Anbieter und Angebote der verschiedenen Modelle verschaffen.

Die kleinen Unterschiede

Ein Durchlauferhitzer ist in erster Linie dafür zuständig, wie als eine Art ausgegliederte Heizung zu fungieren und auf Abruf, also technische oder auch manuelle Aufforderung, das Wasser zu erhitzen. Und das möglichst schnell und präzise. Immerhin wollen wir ja nicht unter der kalten Dusche stehen und warten, bis sich das Wasser vielleicht irgendwann einmal erwärmt. Ebenso wenig wollen wir beim Abwasch beispielsweise oder bei der morgendlichen Wäsche darauf warten, dass das Wasser annehmbar erwärmt ist. Durchlauferhitzer sind kleine elektrische Heizungen, die aber eben nicht zur Erwärmung der Wohnräume dienen, sondern nur zur Erwärmung des Wassers. Allesamt basieren zunächst auf einer einfachen Grundlage: Damit sie das Wasser erwärmen können, nutzen sie die Kraft des elektrischen Stroms. Dabei gibt es unter den verschiedenen Modellen der Durchlauferhitzer nur zwei verschiedene Antriebs- und Funktionsvarianten, die am häufigsten genutzt werden. Zum einen ist das der hydraulisch gesteuerte Erhitzer und der elektronisch geregelte. Nur sehr selten wird die Variante der Erwärmung mittels Gas bevorzugt. Diese wiederum kann aber je nach Anwendungsbereich grundsätzlich als Warmwasserzubereiter günstiger sein, als die herkömmlichen Varianten.

Der Unterschied zwischen Boiler und Durchlauferhitzer

Die meisten Durchlauferhitzer sind fest im Haus oder der Wohnung installiert und befinden sich meist im Keller, Waschküchen- oder auch Dachbodenbereich. Sie sind für die gesamte Warmwasserzubereitung im ganzen Haushalt zuständig. Angefangen beim Duschen, bis hin zum morgendlichen Waschen, Zähneputzen, Händewaschen und mehr. Der Durchlauferhitzer hält zudem kein warmes Wasser parat und in Reserve, sonder erhitzt es auf Nachfrage, also schon beim Aufdrehen des Wasserhahns fortwährend. Mit aufgekochtem und siedend-heißem Wasser, wie ein Boiler sein erhitztes Wasser abgibt, kann der Durchlauferhitzer nicht mithalten. Durchlauferhitzer sind wegen der schnellen Zubereitung warmen Wassers auf Abruf in der Regel in Bad zu finden. Dort wird das warme Wasser schließlich am meisten benötigt und gebraucht.

Der Vorteil eines elektronisch gesteuerten Durchlauferhitzers liegt darin, dass die Wassererwärmung aufs Grad exakt und vor allem völlig stufenlos eingestellt werden kann. Bei einem hydraulisch gesteuerten Gerät ist das nicht möglich. Bei der ersten Variante können bei dieser Art der Wassererwärmung und Zubereitung rund 30 Prozent Energiekosten eingespart werden. Wer dann noch auf die Uhr schaut beim Duschen und sich nicht zwingend länger unter ihr aufhält, als eigentlich notwendig, macht alles richtig und kann ebenfalls aufs Jahr hochgerechnet so einiges einsparen. Die Größe des Durchlauferhitzers richtet sich nach dem konkreten Verbrauch des elektrischen Stroms und auch der Anzahl der Menschen, die in dem Haushalt leben könnten und tun. Der Kilowatt-Verbrauch schwankt bei kleinen Geräten zwischen 3,5 und 6,5 Kilowatt und bei großen zwischen 18 und sogar 33 Kilowatt. Schon alleine hier ist ersichtlich, wie viel die Größe und auch die dementsprechende Leistung eines solchen Gerätes ausmacht. Der Boiler ist lediglich dazu gedacht, punktuell und meist in kleinen Küchen, schnell und auf den Liter genau mal eben eine gewisse Menge an Wasser aufzukochen.

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