Renovierung, Sanierung und Modernisierung günstig finanzieren

Das alles geht ins Geld: Ausbauen, Erneuern, Umbauen. Aber auch ein neues Dach, eine Fassadendämmung oder der Einbau von energiesparenden Fenstern. Ist dann nicht genug Geld auf der hohen Kante, muss die Modernisierung mit einem Kredit finanziert werden. Doch auch für Renovierungen gibt es aktuell besonders gute Angebote.

 

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Ab wann sich ein Baudarlehen lohnt

Immerhin rund 14 Millionen Deutsche planen dieses Jahr eine Modernisierung oder Renovierung. Wie das Statistikportal statista in einer Umfrage ermittelte, steht mit 7,7 Prozent die Küche an erster Stelle, dicht gefolgt vom Badezimmer (6,9 %) und den Fußböden (5,2 %). Fallen nicht so hohe Kosten an, ist ein zweckgebundener Renovierungskredit besonders gut geeignet – dieser wird nicht ins Grundbuch eingetragen.

Wird es aber teuer – Experten empfehlen dies bei Kredithöhen von über 50.000 Euro – sollten die Arbeiten besser mit einem Hypothekendarlehen finanziert werden. Dieses wird beim Grundbuch eingetragen und es fallen weitere Gebühren an, wie beispielsweise für einen Notar, der die Eintragung vornimmt und Gebühren der Gerichtskasse.

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Modernisierungskredit vs. Baudarlehen – die Unterschiede

Ein Modernisierungskredit ist ähnlich wie ein Ratenkredit. Er wird – im Gegensatz zu einer Baufinanzierung – schnell nach Beantragung ausgezahlt. Die Laufzeit ist deutlich flexibler regelbar als bei einem Hypothekenkredit.
Und auch die Beantragung ist anders: Es müssen lediglich die letzten Gehaltsnachweise vorgelegt werden. Zwar gilt auch hier die Immobilie der Bank als Sicherheit, jedoch wird in der Regel kein Eintrag ins Grundbuch fällig.
Im Punkte der Zinshöhe reiht sich ein Modernisierungskredit zwischen den Zinsen für ein Baudarlehen und einem herkömmlichen Ratenkredit ein. Dies liegt daran, dass auf einen Eintrag ins Grundbuch verzichtet wird und dieses Risiko lässt sich die Bank durch höhere Zinsen bezahlen.
Die Kreditformen im Überblick

Kredite für Renovierungen

Renovierungen dienen dem Werterhalt und der Verschönerung einer Immobilie. Der preisliche Aufwand ist hierbei in der Regel geringer als bei einer Modernisierung, die auch Eingriffe an Einbauten der Immobilie vornimmt. Für Renovierungen können keine Modernisierungskredit genutzt werden. Es gibt folgend Alternativen:

  • Wohnkredit für Renovierungen – Wohnkredite sind ähnlich aufgebaut wie Modernisierungskredite, allerdings sind die Vergabekriterien nicht so hoch. Der Kredit ist ebenfalls zweckgebunden, es erfolgt kein Eintrag ins Grundbuch und die Zinsen liegen höher als bei einer Baufinanzierung.
  • Ratenkredit für Renovierungen – Eine günstige Alternative ist ein Ratenkredit. Er eignet sich für kleine bis mittlere Kreditsummen und ist nicht zweckgebunden. Auch hier erfolgt keine Grundbucheintragung.

Kredite für Sanierungen und Modernisierungen

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  • Modernisierungskredit (oben näher erläutert)
  • Baudarlehen (oben näher erläutert)
  • KfW-Kredit – Je nach Art der Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten fördert die KfW-Bank allgemeine Modernisierungsarbeiten mit dem Programm „Wohnraum modernisieren. Für eine energetische Sanierung oder einem altersgerechten Umbau stehen noch weitere Förder-Programme zur Auswahl. Die KfW-Kredite werden übrigens über die Hausbank oder einen Kreditvermittler beantragt. Bei Hypostar gibt es dazu mehr Infos.
  • Bausparvertrag – Ein Bausparvertrag muss bereits vorhanden und angespart sein. Zudem gibt es weitere Auszahlungsvoraussetzungen, wie beispielsweise ein Mindestguthaben und eine Mindestbewertungszahl.
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