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Moderne Heizsysteme

Egal ob Neubau oder Sanierung: Wer eine neue Heizung für die eigene Immobilie aussuchen möchte, hat heutzutage die Qual der Wahl. Auf dem Markt gibt es verschiedene moderne Heizsysteme, die alle ihre Stärken und Schwächen mit sich bringen. Welche Heizung man am besten wählt, hängt vor allem von den baulichen Voraussetzungen und dem individuellen Budget ab.

Moderne Heizsysteme

Bildquelle:TBIT@pixabay.de

Öl, Gas oder Alternative Heizsysteme: den passenden Heizungstyp finden

Von der früher weit verbreiteten Ölheizung trennen sich immer mehr Immobilienbesitzer: Nur noch gut ein Zehntel der Haushalte heizt mit Erdöl, am weitesten sind Gasheizungen verbreitet. Doch eine alte Ölheizung kann nicht immer problemlos auf Gas umgerüstet werden. Oft fehlen die nötigen Zuleitungen, die das Gas ins Haus transportieren, und ein nachträglicher Einbau ist nicht überall möglich. Was sich hier anbietet ist die Umrüstung auf Biomasse: Es werden keine neuen Anschlüsse benötigt und der ehemalige Stellplatz des Öltanks kann als Lagerfläche für Holzpellets oder Hackschnitzel weitergenutzt werden.

Da seit dem 1.1.2009 per Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) vorgeschrieben ist, dass Neubauten einen Teil des Wärmebedarfs aus erneuerbaren Energien decken müssen, werden alternative Heizsysteme wie Erdwärme interessanter. Wo es der Untergrund erlaubt, werden Wärmetauscher verwendet. Sie können ganzjährig die natürliche Erdwärme nutzen, um Wasser aufzuheizen. Im Idealfall wandelt eine Wärmepumpe eine Kilowattstunde Strom in bis zu vier Kilowattstunden Energie.

Viele Heizsysteme können außerdem mit einer Solarheizung kombiniert werden, die den Wärmekreislauf unterstützt. Diese Hybrid-Lösung nutzt Sonnenschein und spart so Brennstoff oder Energiekosten, liefert bei schlechtem Wetter aber trotzdem zuverlässig Wärme über die herkömmliche Heizung. Derzeit wird das Nachrüsten mit Solarthermie vom Staat gefördert. Als Alleinstehende Lösung eignen sich Solarthermen jedoch in Deutschland nicht: Bei schwacher Sonneneinstrahlung oder bewölktem Himmel liefern sie nicht genug Energie.

Heizkörper oder Fußbodenheizung?

Bei einer neuen Heizung kommt oft auch die Frage danach auf, wie die einzelnen Räume in Zukunft beheizt werden sollen. Zur Auswahl stehen einerseits klassische Heizkörper und andererseits Flächenheizungen wie Fußboden-, Wand- oder Deckenheizungen. Vor allem bei der Sanierung greifen viele Menschen aus praktischen Gründen zum bewährten Heizkörper, da er unkompliziert und schnell zu installieren ist.

In Neubauten wird inzwischen jedoch bevorzugt zur Fußbodenheizung gegriffen, da sie fest im Boden installiert wird und so spurlos unter dem Bodenbelag verschwindet. Das erlaubt mehr gestalterische Freiheiten als ein Heizkörper, der automatisch einen Teil der Stellfläche blockiert. Sie kann an allen gängigen Heizsystemen angeschlossen werden und ist somit nahezu überall verwendbar.

 

Eine Fußbodenheizung nachträglich in einen fertigen Raum einzubauen, kann allerdings recht aufwändig werden. Für wasserführende Systeme müssen die Leitungen beispielsweise fachgerecht im Boden eingelassen und mit einer Ausgleichsmasse übergossen werden. Das macht den jeweiligen Raum eine Weile unbewohnbar: Erst, wenn der neue Boden getrocknet ist, kann er wieder mit Fliesen, Teppich oder Parkett ausgelegt und normal verwendet werden.

Alternativen zur Fußbodenheizung

Wenn vorhandene Böden nicht zugunsten der Heizung entfernt oder überdeckt werden sollen, bieten sich Flächenheizungen für die Wand oder Decke an. Sie strahlen eine vergleichbar angenehme Wärme ab und können im Trockenbau-Verfahren schnell installiert werden. Der Nachteil ist jedoch, dass in Wände und Decken mit Flächenheizung nicht mehr wahllos gebohrt werden darf: Es besteht dabei immer das Risiko, eines der eng gewundenen Rohre zu treffen.

Eine alternative Form der Heizung sind Sockelheizleisten. Sie werden wie herkömmliche Sockelleisten montiert und können damit in jedem Raum ohne mühsame Vorarbeiten eingebaut werden. Auch sie gibt es als elektrische und wasserführende Varianten passend zu handelsüblichen Heizsystemen. Zwar sind die Heizelemente — anders als eine Fußbodenheizung — jederzeit sichtbar, doch optisch ähneln sie normalen Wandleisten: Sie sind flach, unauffällig und in vielen gängigen Farben erhältlich. Damit fügen sie sich nahtlos in jede Raumgestaltung ein.


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