Garagenauffahrt selber bauen

 

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Bild: Auch nach Jahren soll eine Auffahrt noch stabil und eben sein, Fotolia ©GM Photography

Eine Auffahrt zur Garage oder dem Carport lässt sich selber bauen, allerdings sind Aufwand und Anstrengung nicht zu unterschätzen. Egal ob zwei Fahrspuren oder ein breiter Fahrweg: die Auffahrt soll belastbar sein, wetterbeständig, kein Wasser stauen, sich nicht mit der Zeit verschieben und möglichst den Boden nicht versiegeln.

Ist das bei einer ansprechenden Optik möglich? Der Blick in viele Vorgärten zeigt oft unebene Kiesfurchen oder verschobene Fahrspuren mit Pfützen, Kuhlen, gebrochenen Steinen, Rissen im Teer oder Überwucherungen. Worauf muss der Heimwerker achten?

Vor- und Nachteile des möglichen Baumaterial

  • Pflastersteine verschiedener Art benötigen einen soliden Unterbau, sind wasserdurchlässig, können aber mit der Zeit brechen oder sich verschieben.
  • Schotter ist ein grobes kantiges Gestein mit einer Größe zwischen 32 und 63 mm. Es verrutscht wenig, ist wasserdurchlässig, allerdings unangenehm zu Begehen und bietet eine rustikale Bahndammoptik.
  • Splitt ist mit 2 bis 32 mm ein feines kantiges Gestein. Unter Druck verrutscht es nach und nach, was aber leicht mit einer Harke zu korrigieren ist. Splitt ist wasserdurchlässig und in verschiedenen Gesteinsarten zu bekommen.
  • Kies besteht aus gerundeten Natursteinen zwischen 2 und 32 mm. Sie sind wasserdurchlässig, verrutschen leicht und sind in dekorativen Farben und Formen zu erhalten.
  • Dränbeton ist ein wasserdurchlässiger Beton. Er ist druckstabil und haltbar, erfordert aber eine professionelle Verarbeitung und muss ab und zu gereinigt werden

Mischungen und Schichten für ein druckstabiles Fundament

Mischformen und Schichten all dieser Materialien sind beim Wegebau üblich. Zunächst muss für das Fundament der Auffahrt etwa 30 bis 40 cm Erde abgetragen werden. Der Boden sollte mit einem Rüttler verdichtet und geebnet werden, wobei ein Gefälle für den Wasserabfluss von etwa 2,5 % einkalkuliert werden sollte. Die nächsten Ebenen bilden Sand, Schotter und Kies, wobei auch Mischungen dieser Gesteinsformen möglich sind. Sie sollen ein stabiles und rutschfestes Fundament für weitere Auflagen schaffen. Auch diese Gesteinsschichten werden nochmal mit dem Rüttler verdichtet. Je nach Deckschicht folgt nun eine Lage Brechsand, der sich besser verzahnt als gerundete Naturkörner. Zuletzt wird die Auffahrt mit Pflastersteinen oder Steinplatten abgedeckt, mit Sand verfugt und nochmals verdichtet. Begrenzungen aus Stein, Metallbändern oder Beton halten den Weg in Form.

Dränbeton sollte von Profis gegossen werden

Soll die Auffahrt mit Schotter, Splitt oder Kies abschließen, folgt diese Deckschicht auf das beschriebene Fundament. Bei Dränbeton ist auf dem geebneten Boden lediglich eine Sandschicht erforderlich, der Beton muss allerdings professionell zusammengesetzt und gegossen werden. Wasserdurchlässiger Dränbeton kann nach dem Aushärten direkt belastet werden, es kann aber auch eine weitere Deckschicht aus Ziegelsteinen, Splitt, Kies oder Gras für eine schönere Optik sorgen. Solange die Decksteine nicht verfugt sind, bleibt die wasserableitende Funktion des Dränbetons erhalten.

Fachkundige Beratung vor Baubeginn wichtig

Zur Vielzahl der einsetzbaren Materialien, Ihren Vorzügen und Nachteilen und den Verarbeitungsanforderungen sollten Sie sich zuvor bei professionellen Baustoffexperten wie bei CEMEX beraten lassen. Sie können Ihnen nicht nur die erforderlichen Gesteinsmengen berechnen, sie werden Ihnen auch umgehend geliefert.

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