1.Trotz aufgedrehter Heizung werden die Heizkörper nicht mehr richtig warm. 2. Es ist häufig auch ein Glucksen im Heizkörper hörbar. Tritt eines der beiden Symptome oder gar beide auf, so ist die Entlüftung der Heizkörper notwendig, da das Wasser durch die Luft im Heizkreislauf nicht mehr richtig zirkulieren kann und als Folge die Heizleistung sinkt. Bevor man mit dem Entlüften beginnen kann muss man das Thermostatventil vollständig aufdrehen. Das Entlüftungsventil befindet sich gegenüber dem Thermostatventil auf der anderen Seite des Heizkörpers. Zum Entlüften wird das Ventil mit dem Entlüftungsschlüssel gegen den Uhrzeigersinn aufgedreht, wobei man das Auffanggefäß unter das Ventil hält. Hinweis: Die meisten Entlüftungsventile lassen sich drehen, so dass das austretende Heizungswasser in die geeignete Richtung gelenkt werden kann. Zu Beginn der Entlüftung hört man ein Zischen. Dies wird durch die entweichende Luft erzeugt. Erst wenn ein kontinuierlicher Wasserstrahl folgt, wird das Entlüftungsventil im Uhrzeigersinn zugedreht und das Thermostatventil auf die gewünschte Temperatur eingestellt. Diesen Vorgang wiederholt man bei allen Heizkörpern. Nach dem Entlüften sollten alle Heizkörper wieder gleichmäßig warm werden und auch das Glucksen dürfte nicht mehr zu hören sein. Wer viele Heizkörper besitzt, bei denen zum Entlüften Möbel oder anderes Inventar verschoben werden muss, für den sind automatische Entlüftungsventile sehr empfehlenswert. Diese vollautomatischen Entlüftungsventile werden an Stelle der manuellen Entlüftungsventile in den Heizkörper eingeschraubt. Die Entlüftung der Heizkörper wird von diesen Ventilen selbstständig erledigt ohne das Heizungswasser durch das Ventil austritt. Auch wenn automatische Entlüftungsventile teurer sind als herkömmliche Ventile, so ist auf lange Sicht gesehen, die Investition durchaus Lohnenswert, da man sich das lästige Entlüften erspart. Automatische Entlüftungsventile werden im Fachhandel zu einem Preis zwischen 20-30 Euro angeboten.